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Dirk Nowitzki (r.) war bereits elfmal Europas Spieler des Jahres © getty

Nach dem Verspielen des Playoff-Tickets gelingt Dallas ein Erfolg gegen die Nuggets. Nowitzki nähert sich einer Schallmauer.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben auf dem Weg zu einem versöhnlichen Saisonabschluss ein Spitzenteam geschlagen.

Dirk Nowitzkis Mannschaft bezwang die im Westen drittplatzierten Denver Nuggets mit 108:105 (99:99, 48:55) nach Verlängerung und holte sich im 79. Spiel den 39. Sieg.

Der deutsche Ausnahmespieler lieferte mit 22 Punkten und zehn Rebounds eine gute Leistung ab (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Ich will die Saison einfach nur stark zu Ende spielen und das jeweils nächste Spiel für den Coach gewinnen", sagte Nowitzki. Ihm fehlen somit nur zehn Zähler bis zur Schallmauer von 25.000.

Meilenstein wohl in New Orleans

In New Orleans (Mo., ab 0 Uhr LIVESCORES) wird der 34-Jährige nach Lage der Dinge zum 17. NBA-Profi, der die historische Marke knackt. Jerry West liegt derzeit mit 25.192 Zählern auf Rang 16.

Von den noch aktiven Spielern liegen einzig Kobe Bryant und Kevin Garnett vor dem Finals-MVP von 2011 (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Es war eine enttäuschende Saison, aber sobald ich auf den Court gehe, denke ich nicht mehr daran. Ich habe Spaß und will gewinnen", betonte Nowitzki.

Karl meckert auf die Schiris

Ohne den Druck des Playoff-Rennens boten die Mavs gegen eines der besten NBA-Teams eine seltene Topleistung und übernahmen im dritten Viertel die Führung (BERICHT: Dirkules früh wie nie im Urlaub).

Auch Vince Carter (22 Zähler, 12 Rebounds) gelang ein Double-Double. Zudem war der Veteran mit sieben Assists bester Vorlagengeber.

"Das war unglaublich. Wir sind im dritten Viertel ständig zum Korb gezogen und haben nicht ein Foul gepfiffen bekommen. Das kann nicht sein", echauffierte sich Denvers Coach George Karl.

Mayo im Brennpunkt

Die dramatische Schlussphase hatte dann einen anderen Hauptdarsteller (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Shooting Guard O.J. Mayo schaffte zum ersten Mal seit einem Monat 20 Punkte, trotzdem wäre er fast zum großen Verlierer geworden.

Per Dreier hatte er Dallas kurz vor Ende der regulären Spielzeit in Führung geschossen, ehe er Sekunden vor Schluss den Ball verlor und Denvers Ex-Maverick Corey Brewer den Ausgleich ermöglichte.

"Wir geben bis zum Schluss alles. Nach so einem Fehler darfst du nicht zu lange nachdenken", meinte Mayo, der mit der Schlusssirene noch einen Korbleger verpasste.

Rasur winkt erneut

In der Overtime trumpfte der oftmals inkonstante Scorer aber wieder auf und versenkte einen wichtigen Dreier zum 104:101 (696578DIASHOW: Bilder der 24. Woche).

Darren Collison machte wenig später nach einem fragwürdigen Foul Brewers an Nowitzki von der Freiwurflinie den Sack zu.

Die Mavs bekommen in New Orleans mittlerweile die vierte Chance, erstmals seit Mitte Dezember wieder auf eine ausgeglichene Bilanz zu stellen und die wuchernden Bärte loszuwerden.

Lawson ist zurück

Beste Scorer der Nuggets waren Brewer, Andre Iguodala und Wilson Chandler (je 18 Punkte). Einen positiven Aspekt hatte der Auftritt in Dallas jedoch.

Spielmacher Ty Lawson gab nach auskuriertem Sehnenriss im Fuß sein Comeback. In knapp 20 Minuten brachte er es auf 13 Zähler.

"Ich hatte jetzt drei Wochen Pause und muss meine Topform wiederfinden. Die Jungs haben ohne mich einen anderen Stil gespielt. Wir müssen uns aufeinander einstellen", sagte Lawson.

Denver (54 Siege - 25 Niederlagen) kämpft weiterhin mit den L.A. Clippers (53:26) und Memphis (54:25) um Rang drei in der Western Conference.

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