Der Superstar der Mavericks schafft in New Orleans erst als 17. NBA-Profi die historische Marke. zur Belohnung gibt es die Rasur.

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Von Eric Böhm

München/New Orleans - Dirk Nowitzki hat am Ende einer enttäuschenden Saison immerhin noch ein persönliches Highlight gesetzt (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Der deutsche Superstar erreichte beim 107:89 (62:40)-Erfolg seiner Dallas Mavericks bei den New Orleans Hornets als erst 17. Spieler der NBA-Geschichte die Marke von 25.000 Punkten.

Zehn Zähler hätte Nowitzki benötigt, durchbrach die Schallmauer aber bereits im zweiten Viertel. Insgesamt gelangen ihm 19 Punkte sowie sechs Rebounds.

"Es ist eine unglaubliche Leistung. Als ich in die Liga kam, wusste ich nicht, ob ich es hier überhaupt packen würde. Die harte Arbeit über 15 Jahre hat sich ausgezahlt", jubelte "Dirkules".

Laudatio von Carlisle

Mit einem seiner typischen Sprungwürfe über Hornets-Center Robin Lopez hinweg war es knapp sieben Minuten vor der Pause soweit. Die Fans in New Orleans zollten Nowitzki daraufhin ihren Respekt.

"Er wird als einer der ganz großen Spieler in die Geschichte eingehen. Seine Aktionen überall auf dem Court machen ihn einzigartig", lobte Coach Rick Carlisle (696578DIASHOW: Bilder der 24. Woche).

Typisch für Nowitzki war, dass er sich selbst nach der sportlich bedeutungslosen Partie mehr über den Sieg freute. Diesmal hatte das aber vor allem praktische Gründe.

Ehefrau kann wieder küssen

Durch den guten Auftritt durften der 34-Jährige und seine Teamkollegen endlich wieder den Rasierer zur Hand nehmen.

Mit ihrem 40. Erfolg im 80. Saisonspiel erfüllten die Mavericks doch noch ihren Bart-Pakt und erreichten erstmals seit Mitte Dezember eine ausgeglichene Bilanz - ein kleines Trostpflaster für die verpassten Playoffs.

"Es hat viel zu lange gedauert. Meine Frau hat irgendwann im Februar aufgehört, mich zu küssen. Die Rasur hat sich gut angefühlt", erzählte der Finals-MVP von 2011 (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Mayo wartet ab

Für die genauso zugewachsenen Kollegen Vince Carter, O.J. Mayo und Chris Kaman war es eine ähnliche Erleichterung, so eilig wie Nowitzki hatte es aber keiner. "Ich brauche dafür einen Barbier", meinte Mayo.

Die Mitspieler bestätigten, dass Nowitzki jedoch sofort nach Erreichen der Kabine loslegte, ohne sich vorher zu duschen.

"Es hat für uns eine große Bedeutung. Keiner hatte uns zugetraut, dass wir es noch schaffen würden", freute sich der Deutsche.

Frühe Entscheidung

Noch Anfang Januar standen beim Ex-Meister 13 Erfolgen 23 Niederlagen gegenüber, um die zwölf Jahre andauernde Playoff-Serie zu verlängern, reichte die Aufholjagd aber nicht mehr.

Bei den nur wenig motivierten Hornets brach nach der 2:0-Führung der Gastgeber bereits ein 11:0-Lauf der Mavs den geringen Widerstand.

Bis zur Pause hatte Dallas die Partie entschieden. Bester Schütze der Texaner war Shawn Marion (21 Zähler).

Zwei Spiele verbleiben

Die beiden Reservisten Brandan Wright und Carter (je 16) sowie der deutsche Center Kaman (11 Punkte, 7 Rebounds) überzeugten ebenfalls.

"Wir sind ein routiniertes Team, das eigentlich in die Playoffs gehört. Wir mussten aber einem zu großen Rückstand hinterherlaufen. Jetzt wollen wir wenigstens mit einem positiven Gefühl aus der Saison gehen", sagte Carter.

In den verbleibenden Partien gegen Memphis (ab 2 Uhr LIVESCORES) und in der Nacht auf Donnerstag gegen New Orleans (ab 2 Uhr LIVESCORES) geht es nur noch um eine positive Abschlussbilanz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Williams sauer

Dieser Zug war für die Hornets eh längst abgefahren. In ihrem letzten Heimspiel verbuchte Forward Ryan Anderson (20 Zähler, 12 Rebounds) ein Double-Double.

"Einige unserer Spieler waren heute nicht bereits. Das liegt an mir, aber ich kann nicht für sie erwachsen werden. Das müssen sie schon selber hinkriegen", kritisierte Cheftrainer Monty Williams.

Seine junge Truppe wird die Spielzeit auf dem vorletzten Rang der Western Conference abschließen.

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