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Dwight Howard (l., mit Pau Gasol) wechselte vor der Saison aus Orlando nach L.A. © getty

Letzter Tag der regulären Saison: Der Star-Trupp könnte bei einer Pleite gegen Linsanity und Co. die Playoffs verpassen.

Von Hardy Heuer

München - Alles oder Nichts: So lautet das Motto der Los Angeles Lakers am letzten Spieltag in der regulären Saison.

Für das Team aus Hollywood könnte die Ausgangslage vor dem entscheidenden Spiel gegen die Houston Rockets in der Nacht auf Donnerstag nicht verzwickter sein: Minimalziel, etwas mehr als das oder ganz raus.

Gleich drei Szenarien sind gegen Jeremy Lin, James Harden und Co. möglich, letzteres der Albtraum eines jeden Lakers-Fan. (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

"Wir haben es in der eigenen Hand. Um diese Situation haben wir gekämpft, genau das wollten wir", sagt Lakers-Coach Mike D'Antoni: "Wir werden da rausgehen und über unser Schicksal selbst entscheiden."

Drei Wege zu den Playoffs

Und so ist der Stand: Gewinnen die Lakers ihr Heimspiel gegen die Rockets, wären sie sicher für die Playoffs qualifiziert. Zudem würde Los Angeles an Houston im Westen vorbeiziehen und sich den siebten Platz schnappen.

Damit ginge das Team des verletzten Kobe Bryant (Achillessehnenriss) Spitzenreiter Oklahoma City Thunder in der ersten Runde der Playoffs aus dem Weg und bekäme es mit den San Antonio Spurs zu tun. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Beide Teams hätten dann zwar dieselbe Bilanz von 45 Siegen und 37 Niederlagen, im direkten Vergleich stünde es 2:2, doch die Lakers stehen in den dann ausschlaggebenden Partien gegen die Klubs aus dem Westen besser da (27:24) als die Rockets (24:27).

D'Antoni hat es kommen sehen

"Wir haben während den schwierigen Zeiten oft daran gedacht, dass es zu dieser Konstellation kommt und wir Houston am letzten Spieltag zuhause schlagen müssen, um die Playoffs zu erreichen", erklärt D'Antoni: "Nun ist es an uns, es auch zu tun."

Sollten die Lakers die Partie nämlich verlieren, droht ihnen der Totalschaden. (704065DIASHOW: Bilder der 25. Woche)

Bei einem gleichzeitigen Sieg der Utah Jazz bei den Memphis Grizzlies müsste Los Angeles den Traum von den Playoffs begraben, weil sie dann bei gleicher Bilanz im direkten Duell (1:2) den Kürzeren ziehen. 2005 verpassten sie das letzte Mal die Endrunde.

In den Köpfen der Lakers soll das aber keine Rolle spielen. "Unser Ziel ist, zu gewinnen. Egal, ob Utah uns entgegenkommt oder nicht", sagt D'Antoni: "Ich weiß nicht, ob das irgendjemanden beeinflusst."

Auch Nash fällt aus

Auch Pau Gasol kennt nur eine Marschrichtung: "Es ist ein weiteres großes Spiel für uns, wie alle Spiele im letzten Monat. Ein großes Spiel nach dem anderen", freut sich der Forward bereits auf die Partie: "Wir haben Spieler, die niemals aufgeben."

In der bisher wichtigsten Partie des Jahres fehlt den Lakers aber nicht nur Bryant, auch Spielmacher Steve Nash steht nicht zur Verfügung. Der Point Guard plagt sich weiterhin mit Problemen an der Hüfte.

"Hoffentlich wird er, sollten wir die Saison fortsetzen dürfen, bis zu den Playoffs fit", wünscht sich D'Antoni: "Hoffentlich wird er bereit sein."

Vor allem Dwight Howard will in die Bresche springen. "Da Kobe ausfällt, muss ich mehr und mehr für dieses Team arbeiten. Das ist für mich eine große Gelegenheit und ich glaube, dass ich das schaffen kann", erklärt der Center.

McHale warnt sein Team

Sollte den Rockets allerdings tatsächlich ein Sieg in Los Angeles gelingen, wäre das aber noch nicht das Ende für die Lakers. (SERVICE: Die Tagesbesten)

Bei einer Niederlage der Jazz würden sie trotzdem als Achter in die Playoffs einziehen. (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop)

"Wir treffen auf ein sehr entschlossenes Team aus Los Angeles. Wir müssen eine sehr gute Leistung bringen", weiß Rockets-Coach Kevin McHale.

Clippers wollen Platz vier

Entschlossen ist auch der Lokalrivale der Lakers.

Die Clippers wollen um jeden Preis den Heimvorteil in der ersten Runde der Playoffs. Dafür brauchen sie Platz vier im Westen, ein Sieg bei den Sacramento Kings muss also her.

"Das ist sehr, sehr wichtig", betont Power Forward Blake Griffin.

Grizzlies jagen die Clippers

Im Nacken der Clippers sitzen nämlich die Memphis Grizzlies und wetzen schon die Krallen.

Beide Teams weisen 55 Siege und 26 Niederlagen auf. Aufgrund des direkten Duells (3:1 für die Clippers) liegt Los Angeles noch auf dem so hart umkämpften vierten Rang.

Im Gegensatz zu den Lakers haben die Clippers ihren Playoff-Platz aber schon sicher.

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