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Dirk Nowitzki (r.) erreichte in 15 NBA-Saisons nur dreimal nicht die Playoffs © getty

Dirk Nowitzkis Mannschaft schafft daheim ein versöhnliches Saisonende. Collison vermiest die Abschiedsvorstellung der Hornets.

Von Eric Böhm

München - Die Dallas Mavericks haben ihre erste Saison mit negativer Bilanz seit 13 Jahren gerade noch vermieden.

Dirk Nowitzkis Mannschaft schlug die New Orleans Hornets mit 99:87 (47:39) und schaffte den 41. Sieg im 82. und letzten Spiel. Die Playoffs waren ja schon vorher längst abgehakt.

Der deutsche Superstar verabschiedete sich dank 16 Punkten und neun Rebounds mit einer ordentlichen Leistung in den Urlaub (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Ich glaube, das Team wird im nächsten Jahr anders aussehen. Niemand hat eine Kristallkugel. Wir werden also abwarten müssen", hatte Nowitzki mit der enttäuschenden Spielzeit bereits abgeschlossen.

Nowitzki findet spät zu sich

Erstmals seit seiner zweiten NBA-Saison 1999/2000 muss der 34-Jährige die Playoffs vor dem Fernseher verfolgen.

Nach seiner Knie-OP brauchte er relativ lange, um seine alte Form wiederzufinden. In dieser Zeit wuchs der Rückstand der Mavericks auf die vorderen Plätze in der Western Conference zu stark an.

Erst in den letzten sechs Wochen erreichte er wieder gewohnte Zahlen und ist einer von nur drei Leistungsträgern mit einem Vertrag für die nächste Saison (704065DIASHOW: Bilder der 25. Woche).

Collison belohnt sich

Bester Schütze war gegen die Hornets - in seinem möglicherweise finalen Auftritt im Mavericks-Trikot - der häufig kritisierte Darren Collison.

Der Point Guard schenkte seinem früheren Team 25 Zähler ein. Er traf zehn seiner 15 Würfe und bewies damit die von Coach Rick Carlisle häufig eingeforderte Effizienz.

"Ich habe einige Sachen durchgestanden, die andere Spieler nicht gemeistert hätten. Es ist schön, mit einem positiven Gefühl abzuschließen", sagte Collison (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Carlisle hatte ihm in Derek Fisher und Mike James gleich zweimal fast 40-Jährige Auslaufmodelle vor die Nase gesetzt.

"Nie unseren Kampfgeist verloren"

Ob das Talent bleibt, ist ungewiss. Auch Center Chris Kaman (6 Punkte, 5 Rebounds) steht in Dallas vor dem Aus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Ich hatte erwartet, dass wir eine positive Bilanz schaffen würden, aber es hat nicht gereicht. Trotzdem haben wir nie unseren Kampfgeist verloren. Das sagt viel über den Charakter der Jungs aus", zeigte sich Carlisle versöhnlich.

Der Meistertrainer von 2011 sitzt ohnehin weiter fest im Sattel und wird im Sommer dem dritten Neuaufbau seit dem Titelgewinn einleiten.

Carter stellt Hausrekord ein

Das Hornets-Spiel war nicht mehr als eine Abschiedsvorstellung für die Fans. Nowitzki markierte neun Zähler im dritten Viertel und sorgte mit einem Drei-Punkte-Spiel für die komfortable 75:64-Führung.

Zwar kam New Orleans im Schlussabschnitt auf sechs Zähler heran, aber Collison befeuerte den entscheidenden 18:4-Lauf zum 24. Heimsieg des Ex-Meisters.

Der einzige weitere Scorer im zweistelligen Bereich war Routinier Shawn Marion (15). Vince Carter stellte mit dem 162. Dreier seine persönliche Bestleistung von vor zwölf Jahren ein.

Die Pelicans kommen

Bei den Hornets, die ab der nächsten Saison als Pelicans antreten werden, ragte Forward Al-Farouq Aminu (16 Zähler, 20 Rebounds) heraus.

"Die Jungs haben sich über das gesamte Jahr gut geschlagen. Ich wünschte, wir hätten mit dem kompletten Kader durchspielen können", bilanzierte Cheftrainer Monty Williams.

Ihre letzte Spielzeit als Hornets schloss seine Mannschaft als Vorletzter der Western Conference ab.

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