New York geht gegen Boston in Führung. Der Scoring-Champ dreht wieder auf. Terry erwischt einen rabenschwarzen Abend.

[kaltura id="0_emkzlj3h" class="full_size" title=""]

Von Raphael Weber

München/New York - Die New York Knicks haben zum Auftakt der Playoffs ihren Heimvorteil ausgespielt und die Boston Celtics in Spiel eins mit 85:78 (49:53) besiegt.

Damit ging das Team aus dem Big Apple im Erstrundenduell der Eastern Conference mit 1:0 in Fürhung (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Topscorer und Matchwinner der Partie war New Yorks Superstar Carmelo Anthony, der 36 Punkte auflegte und dazu noch sechs Rebounds und vier Steals verbuchte.

"Es ist ein wunderbares Gefühl, den Job auf unserem heimischen Court erledigt zu haben. Dieser erste Sieg war etxrem wichtig", sagte "Melo".

Terry mit rabenschwarzem Abend

Auf Seiten der Celtics traf Jeff Green am Besten. Der Forward spielte fast die komplette Partie durch und kam dabei 26 Punkte. Allerdings leistete er sich, ebenso wie Leader Paul Pierce (21), auch sechs Turnover.

Einen rabenschwarzen Abend erwischte Jason Terry. Der Ex-Kollege von Dirk Nowitzki traf keinen seiner fünf Würfe und blieb in 20 Minuten Spielzeit ohne einen einzigen Punkt (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Zudem wurde er im zweiten Viertel auch noch von Kenyon Martin beim Dunkversuch böse abgeräumt.

"Wir hatten einfach zu viele Ballverluste. Da waren richtig schlechte Anspiele in die Zone dabei. So verlierst du Spiele - vor allem in den Playoffs", ärgerte sich Chetrainer Doc Rivers.

Anthony startet perfekt

Im heimischen Madison Square Garden kamen die Knicks besser aus den Startlöchern (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

Vor allem NBA-Scoring-Champion Anthony war heiß, traf seine ersten vier Würfe und provozierte mit seinen zehn Punkten in den ersten vier Minuten eine frühe Auszeit von Rivers.

Doch Boston kämpfte sich zurück in die Partie. Altmeister Pierce glich 1:50 Minuten vor dem Ende des 1. Viertels mit zwei Freiwürfen zum 24:24 aus.

[image id="38c1e6d9-63dc-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Melo kühlt ab

Derweil kühlte Melo nach seinem heißen Start deutlich ab. Nach den ersten vier getroffenen Würfen fiel lange nichts mehr beim Superstar.

"Boston kennt Melo. Sie wissen, dass er nicht komplett ausgeschalten werden kann, aber sie werden es ihm weiterhin so schwer wie möglich machen. Nach seinem guten Start haben sie das gezeigt", analysierte Knicks-Coach Mike Woodson.

Hauptverantwortlich, dass New Yorks Scoringmaschine ins Stottern geriet, war Green.

Der Celtics-Forward machte Melo in der Verteidigung das Leben schwer und drehte in der Offensive selbst mächtig auf.

Green dreht auf

20 Punkte verbuchte Green allein in der ersten Hälfte - darunter der Dreier mit dem Buzzer zum 29:26-Endstand im ersten Viertel (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

In der Folge konnte sich kein Team entscheidend absetzen, New York blieb aber von draußen treffsicher. Jason Kidd und Iman Shumpert holten mit zwei Dreiern die 37:34-Führung zurück.

Bis zur Halbzeit ging es hin und her und mit 53:49 aus Sicht der Celtics in die Pause.

Knicks mit Lauf zurück ins Spiel

In Hälfte zwei schien Rekordmeister Boston dann schon auf dem besten Wege zum Auftaktsieg. Pierce besorge mit einem Sprungwurf zum Ende des dritten Viertels die Führung zum 70:63.

New York aber antwortete mit einem 9:0-Lauf auf 72:70, den erst Kevin Garnett nach einer Auszeit per Sprungwurf stoppte. Den Unterschied machten die Bänke. Angeführt von J.R. Smith (15 Zähler) dominierten New Yorks Reservisten die Gäste-Backups mit 33:4.

Melo-Time

In der entscheidenden Phase übernahm dann wieder Superstar Anthony das Zepter.

Unter den Augen von Knicks-Edelfan Spike Lee und Tennis-Legende John McEnroe verschaffte sich Melo gegen die enge Defense von Green immer wieder per Jab-Step die nötigen Zentimeter Platz und traf die wichtigen Würfe.

Boston dagegen bekam dagegen im Schlussviertel kaum mehr ein Bein auf den Boden: Acht Turnover leisteten sich die Celtics und wurde daher nur noch elf Würfe los - ganze drei fanden den Weg durch die Maschen.

"Wir sind in Panik geraten. Das wäre nicht nötig gewesen. Wir müssen das cooler zu Ende spielen", haderte Aufbauspieler Avery Bradley (15 Punkte).

Spiel zwei im Duell der Ost-Rivalen findet am Mittwoch (0 Uhr LIVESCORES) erneut in New York statt, bevor die Serie für die nächsten zwei Spiele nach Boston umzieht.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel