L.A. kassiert bei den Spurs zum Playoff-Start eine herbe Schlappe. Die Live-Kommentare des verletzten Bryant kommen nicht gut an.

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Von Eric Böhm

München/San Antonio - Wenn es darauf ankommt, sind die San Antonio Spurs zur Stelle.

Trotz Blessuren und Formschwäche gewannen die an zwei gesetzten Texaner ihren Playoff-Auftakt gegen die Los Angeles Lakers 91:79 (45:37) und gingen in der Best-of-Seven-Serie 1:0 in Führung (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Vor allem die Leistung des zuletzt permanent angeschlagenen Manu Ginobili verblüffte. Der Argentinier steuerte in nur 19 Minuten 18 Punkte bei.

"Es war toll den alten Manu wieder dabei zu haben. Er versenkt die wichtigen Würfe, stellt den Gegner vor Probleme und hat einen einzigartigen Willen", lobte Coach Gregg Popovich.

Ginobili wie in alten Zeiten

Im erst zweiten Spiel nach hartnäckigen Oberschenkelproblemen erinnerte Ginobili an seine alte Klasse. Immer wenn die Lakers aufholten, war der Shooting Guard zur Stelle.

"Ich fühle mich gut. In erster Linie bin ich froh, dass ich das komplette Spiel bestreiten konnte, ohne mich zu verletzten", atmete Ginobili auf (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

Seine beiden Dreier zum 70:57 beenden gleichermaßen das dritte Viertel und die Hoffnungen der Gäste auf einen gelungen Einstand in die mit Spannung erwartete Serie.

Nur eine Führung

Point Guard Tony Parker (18 Zähler, 8 Assists) und Center Tim Duncan (17 Punkte, 10 Rebounds) zeigten bei den Texanern ebenfalls starke Leistungen.

Die Lakers lagen nach dem 2:0 nie wieder in Führung und nutzten ohne NBA-Superstar Kobe Bryant (Achillessehnenriss) ihre Stärke unter den Körben nicht genug aus.

Das sah auch Bryant so, der während des Spiels seine Meinung per Twitter kundtat: "Post, Post, Post!", schrieb der Superstar und meinte damit, die Lakers müssten den Ball zu den großen Leuten in Korbnähe bringen.

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"Schaff deinen Hintern in die Zone"

Dwight Howard (20 Punkte, 15 Rebounds) und Pau Gasol (16, 15) schafften zwar Double-Doubles, hätten jedoch noch aggressiver sein müssen.

"Was ich sagen würde, wenn ich dort wäre? Pau, schaff deinen Hintern in die Zone und bleib dort", knöpfte sich Bryant auch einmal mehr Gasol vor (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Cheftrainer Mike D'Antoni war im Anschluss sichtlich genervt und reagierte mit Sarkasmus: "Diese Kommentare sind großartig. Er ist eben jetzt ein Fan und mit dem Herzen dabei. Das ist gut."

Nash wieder da

Ob dieses Hickhack hilfreich ist, sei dahingestellt, unrecht hatte Bryant mit seinen Anmerkungen aber nicht (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Statt seine Vorteile auszuspielen, nahm L.A. 15 Dreier (nur drei Treffer) und leistete sich trotz Point Guard Steve Nashs Comeback 18 Ballverluste.

Der Kanadier brachte es nach halbwegs auskurierten Rücken- und Oberschenkelproblemen auf 16 Zähler, gab aber lediglich drei Assists.

"Es war das erste Spiel. Wir dürfen jetzt nicht den Mut verlieren. San Antonio hat seinen Job gemacht, mehr nicht. Wir können viele Dinge verbessern und werden in Spiel zwei stärker sein", versprach Howard.

Kaum Treffer von draußen

Durch die vielen Fahrkarten der weitgehend indisponierten Schützen Meta World Peace, Jodie Meeks und Antwan Jamison kamen die Spurs immer wieder zu Schnellangriffen und machten daraus 17 Punkte.

Auch der zuletzt starke Steve Blake (12 Zähler, 4 Steals) blieb bei den Gästen hinter seinen zuletzt gezeigten Leistungen zurück.

"Viele unsere Probleme waren auf den Gegner zurückzuführen. San Antonio ist einfach ein sehr starker Gegner", sagte D'Antoni.

Duncan zufrieden

Die Gastgeber kontrollierten von Beginn an das Geschehen, da fiel auch ihre unterdurchschnittliche Wurfquote (knapp 38 Prozent) nicht zu sehr ins Gewicht.

Die zweite Partie der Serie steigt in der Nacht auf Donnerstag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) erneut in San Antonio.

"Es war ein guter Start in einem physischen Spiel. Endlich hatten wir alle Jungs wieder dabei. Die letzten Spiele waren nicht so gut, aber die Playoffs sind immer ein neuer Anfang", bilanzierte Duncan. Für die Spurs läuft alles nach Plan.

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