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LeBron James wurde 2012 zum MVP der regulären Saison und der Finalserie gewählt © getty

MVP James lefert bei Miamis klarem Sieg über die Bucks einen nahezu perfekten Playoff-Start. Die Thunder haben Harden im Griff.

Von Eric Böhm

München - Die Miami Heat sind erfolgreich in die NBA-Playoffs gestartet.

Der Titelverteidiger schlug die Milwaukee Bucks erwartungsgemäß deutlich mit 110:87 (52:45) und holte sich damit in der Best-of-Serie das 1:0 (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

MVP LeBron James brachte es auf starke 27 Punkte, zehn Rebounds und acht Assists. Wäre das Spiel knapper gewesen, hätte er wohl sein nächstes Triple-Double geschafft.

"Effizienter kannst du nicht spielen. Lebron hat es extrem leicht aussehen lassen. Er ist großartig", geriet Coach Erik Spoelstra ins Schwärmen.

Legenden verblassen

Die Superlative reißen bei James einfach nicht ab. Seine Ausbeute ist nicht hoch genug einzuschätzen. Denn er benötigte lediglich elf Würfe - nur zwei verfehlten ihr Ziel.

Zum 13. Mal gelangen ihm mindestens 25 Punkten, zehn Rebounds und acht Assists in einem Playoff-Spiel. Selbst die Legenden Oscar Robertson (10), Larry Bird (9), Kareem Abdul-Jabbar und Magic Johnson (je 8) können da nicht mithalten (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

"Mich interessiert nur der Sieg. Ich kannte meine Statistiken gar nicht. Ich habe nur gemerkt, dass wir im Angriff sehr effizient waren - abgesehen von den 19 Ballverlusten", sagte James.

Lob für "Birdman"

Dwyane Wade (16 Zähler) und Chris Bosh (15) konnten sich gepflegt zurückhalten, während Routinier Ray Allen 20 Punkte von der Bank beisteuerte.

Nur in der ersten Hälfte konnten die Bucks mithalten. Ein 11:1-Spurt zu Beginn des dritten Viertels brachte Miami auf die Siegerstraße. Chris "Birdman" Andersen machte mit zwei Dunking wenig später alles klar und sorgte auf den Rängen für Jubelstürme.

"Er bringt uns unglaublich viel Energie und fliegt durch die Luft. Wir sind froh, ihn zu haben", lobte James.

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Boylan ernüchtert

Trotz einer überchaubaren Dreierquote Miamis (30 Prozent) hatte Milwaukee letztlich keine Chance. Der prognostizierte Rebound-Vorteil kehrte sich ins Gegenteil um (31:46).

Die im Saisonverlauf so starken Spezialisten Larry Sanders und Ersan Ilyasova waren ebenso wie Rookie John Henson keine Faktoren.

"Sie wissen genau, was sie tun. LeBron ist unglaublich effizient. Wenn er so spielt, kannst du nichts tun", bilanzierte Bucks-Coach Jim Boylan.

"Haben nichts zu verlieren"

So wird Brandon Jennings' Garantie nicht umsetzbar sein. Der Point Guard hatte ein 4:2 für die an acht gesetzten Außenseiter prophezeit.

Jennings (26) und Monta Ellis (22) waren die einzigen Akteure der Gäste mit zweistelliger Punktausbeute (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Wir haben nichts zu verlieren. Niemand braucht Angst zu haben. Wir müssen einfach spielen", forderte Jennings.

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen in der NBA zusammen:

Oklahoma City Thunder - Houston Rockets 120:91

Im ersten Duell mit Ex-Spieler James Harden untermauerten die Oklahoma City Thunder ihre Favoritenstellung (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Der aktuelle Meister der Western Conference gewann Spiel 1 gegen die Houston Rockets souverän mit 120:91 (60:47).

Kevin Durant war dank 24 Punkten Topscorer der Partie, Russell Westbrook (19 Zähler, 10 Assists, 8 Rebounds) verfehlte knapp ein Triple-Double - obwohl beide nur etwa drei Viertel lang im Einsatz waren.

"Es hat sich schon komisch angefühlt, James bei der Nationalhymne auf der anderen Seite zu sehen, aber das zählt im Spiel nicht. Wir haben eine Aufgabe", sagte Durant.

Rockets schwach

Harden gelangen gegen sein altes Team 20 Punkte, allerdings traf er nur sechs seiner 19 Würfe. Spielmacher Jeremy Lin markierte ganze vier Pünktchen.

Die zweitbeste Offensive der NBA blieb 15 Zähler unter ihrem Schnitt und lag schon im dritten Viertel mit 30 hinten.

"Auch wenn das blöd klingt: Die Niederlage auf diese Art und Weise war gut für uns. Jetzt wissen wir, wie wir spielen müssen", meinte Harden.

Indiana Pacers - Atlanta Hawks 107:90

Angeführt von einem herausragenden Paul George starteten die Indiana Pacers mit einem klaren Sieg ins Erstrundenduell mit den Atlanta Hawks.

George war beim 107:90 (58:50) dabei mit 23 Punkten, 12 Assists und 11 Rebounds der überragende Spieler (SERVICE: Die Tagesbesten). Auch alle anderen Starter punkteten zweistellig

"Ich weiß, was ab jetzt von mir erwartet wird. Diesen Druck mag ich. Unser Selbstvertrauen ist jetzt sehr groß", erklärte der All-Star.

Nur Teague wehrt sich

Mit Indianas erstem Playoff-Triple-Double seit 15 Jahren (Mark Jackson) bescherte George den Pacers die erste 1:0-Führung in einer Serie seit 2006.

Topscorer der in allen Belangen unterlegenen Hawks war der in Indianapolis geborene Point Guard Jeff Teague mit 21 Zählern.

"Sie haben deutlich mehr gearbeitet als wir. Wir hatten keine Big Plays und haben zu wenig Einsatz gezeigt", kritisierte Atlantas Trainer Larry Drew.

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