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Tim Thomas (r., mit Hughes) begann seine NBA-Karriere 1997 in Philadelphia © getty

Vor Ablauf der Frist gehen sechs Trades über die Bühne. Drei Spieler verlassen New York. Houston gibt seinen Spielmacher ab.

Von Michael Spandern

München - Kurz bevor sich die Türen am Donnerstag schlossen, kam an der NBA-Wechselbörse noch mal Hektik auf.

Sechs Trades kamen zustande, in zwei Fällen waren sogar drei Teams verwickelt. 18 Spieler wurden verschachert, zudem wechselten Draftrechte und Bares die Seiten.

Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks hielten allerdings diesmal die Hände still - Teambesitzer Mark Cuban hatte mangels Perspektive schon tags zuvor resigniert. (Zum Artikel)

Und tatsächlich waren es nicht die ganz großen Namen, die auf den letzten Drücker getauscht wurden.

Tim Thomas kehrt zurück

Den wohl spektakulärsten Deal schlossen die New York Knicks und die Chicago Bulls ab. Die Knicks gaben für den ehemaligen König der Diebe, Larry Hughes, gleich drei Spieler ab. Hughes führte 2004/05 die Steals-Statistik der NBA an.

Dafür kehrt Forward Tim Thomas nach Chicago zurück, zudem verlassen Jerome James und Anthony Roberson New York in Richtung der "Windy City".

Die Bulls gaben noch einen Profi ab: Der Schweizer Thabo Sefolosha geht zu den Oklahoma City Thunder, die dafür eines ihrer drei Erstrunden-Draftrechte 2009 abgaben - auf keinen Fall aber ihr erstes.

Ex-"Albatros" zu den T-Wolves

Oklahoma, das am Dienstag den Trade, der ihnen Tyson Chandler eingebracht hätte, nach dessen medizinischen Check wieder annullierten, wurde Chris Wilcox nun anderweitig los. Der Big Man geht im Tausch für Malik Rose und Bargeld zu den Knicks.

Über die Maßen aktiv waren auch die Minnesota Timberwolves. Das Kellerkind der Western Conference gab die Reservisten Rashad McCants und Calvin Booth (der in dieser Saison erst eine Minute gespielt hat) an die Sacramento Kings ab.69941(DIASHOW: Die Bilder der NBA-Woche)

Die Kings tauschten dafür Power Forward Shelden Williams und Point Guard Bobby Brown, der 2007/08 noch bei ALBA Berlin spielte.

Kings kriegen Rookie-Guard

Sacramanto wickelte außerdem einen Trade mit den Toronto Raptors und den Boston Celtics ab, der den Kaliforniern Will Solomon einbrachte.

Die Celtics bekommen einen eventuellen Zweitrunden-Draftpick der Kings und schickten Geld nach Sacramento sowie Center Patrick O'Bryant nach Toronto.

Während O'Bryant in dieser Spielzeit erst 108 Minuten für den Meister auf dem Feld stand, lief Rookie-Guard Solomon neunmal als Starter für die Raptors auf und kam durchschnittlich auf 4,9 Punkten sowie 3,2 Assists.

Rockets planen längerfristig

Spektakulär war der Tausch der Houston Rockets: Sie gaben mit Spielmacher Rafer Alston (zu den Orlando Magic) wohl auch ihre Titelambitionen ab, auch wenn sie mit Kyle Lowry auch einen Point Guard von den Memphis Grizzlies erhielten.

Der jedoch ist unerfahrener und weniger effektiv als der 32-jährige Alston. Grund für diesen Trade dürfte das Saison-Aus von Houstons Schlüsselspieler Tracy McGrady sein, das die Chancen der Rockets in diesem Jahr drastisch reduziert und die Texaner zwingt, längerfristig zu planen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die Orlando Magic gaben ihrerseits Brian Cook nach Houston sowie Adonal Foyle, Mike Wilks, einen Erstrunden-Draftpick und Cash an die Grizzlies.

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