Der All-Star der Clippers entscheidet per Traumwurf das zweite Duell mit Memphis. Den Grizzlies fehlt der Killerinstinkt.

[kaltura id="0_wet0516y" class="full_size" title=""]

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Die Los Angeles Clippers haben einen großen Schritt in Richtung zweite Runde der NBA-Playoffs gemacht.

Der Meister der Pacific Division bezwang die Memphis Grizzlies 93:91 (50:44) und ging in der Best-of-Seven-Serie mit 2:0 in Führung.

Der starke Chris Paul (24 Punkte, 9 Assists) war mit seinem Siegtreffer direkt vor der Schlusssirene umjubelter Matchwinner.

"Tony (Allen, Anm. der Red.) hat mich hervorragend verteidigt. Die Uhr lief ab, also musste ich irgendwie einen Wurf hinkriegen", fasste "CP3" die entscheidende Aktion zusammen.

Paul rechtfertigt seinen Ruf

Es war der Höhepunkt einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase.

In der extrem umkämpften Partie gelang Grizzly Marc Gasol (17 Zähler) 13 Sekunden vor Schluss zunächst der Ausgleich, ehe Paul trotz Hautnah-Bewachung Allens mit einer Bogenlampe einnetzte.

"Wir waren direkt an ihm dran, aber der Junge hat einen schwierigen Wurf versenkt. Genau das machen großartige Spieler", sagte Grizzlies-Coach Lionel Hollins (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Schlagabtasuch mit Conley

Vorher hatte sich "CP3" ein packendes Spielmacher-Duell mit Mike Conley Jr. geliefert. Memphis' Point Guard sammelte 28 Zähler und ebenfalls neun Assists.

"So wie Conley mich in der Defensive immer wieder hat stehen lassen, musste ich ja wenigstens ein paar Treffer beisteuern", meinte Paul mit einem breiten Grinsen (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

In zwei Partien hat der MVP des All-Star Games den Grizzlies nun 47 Punkte eingeschenkt und die Clippers unwiderstehlich angetrieben.

[image id="fa552cbf-63db-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

"Waren ganz nah dran"

Dabei hätten Grizzlies in der Schlussphase den erhofften Auswärtssieg im Endspurt fast noch herausgeholt.

Die erneut gut aufgelegten Reservisten um Jamal Crawford (15 Punkte), Eric Bledsoe und Matt Barnes hatten die Gastgeber im Schlussabschnitt mit 81:71 in Front gebracht.

Conley und Ersatzmann Darrell Arthur schafften mit einem 10:4-Lauf aber den späten 89:89-Ausgleich, ehe die Clippers in der hektischen Endphase kühlen Kopf bewahrten.

"Es ist bitter. Wir wollten hier unbedingt den Steal schaffen und waren auch ganz nah dran", haderte Conley.

Griffin gut eingesetzt

Für L.A. lieferte neben Paul und Crawford - er wurde zum zweitbesten Sixth Man der regulären Saison hinter J.R. Smith (New York Knicks) gewählt - auch Blake Griffin (21) eine zweistellige Punktausbeute.

"Wir haben den Ball extrem gut bewegt. Das kam besonders mir entgegen. Dadurch kam ich in einen guten Rhythmus", sagte Griffin.

Vor dem Wechsel der Serie nach Tennessee (Spiel drei, Fr., ab 3.30 Uhr LIVESCORES) fehlen den Clippers nur noch zwei Siege zum Weiterkommen (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Kritik von Allen

Die Clippers hatten bei ihrem neunten Sieg in Folge erneut einen Rebound-Vorteil (40:38) gegen die am Korb eigentlich so stark besetzten Gäste.

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass sich Shooting Guard Allen (16 Punkte, 10 Rebounds) die meisten Abpraller schnappte (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Das war ein unglaublicher Wurf, aber wir hätten es gar nicht so weit kommen lassen dürfen. Wir müssen noch mehr investieren. Der Killerinstinkt hat gefehlt", betonte Allen.

Nach dem hauchdünnen 3:4 in den Playoffs 2012 droht seinem Team der zweite Erstrunden-K.o. gegen die Clippers in Folge.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel