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Warrior Stephen Curry (l.) erzielte in der Regular Season 22,9 Punkte im Schnitt © getty

Golden States Curry macht mit einer Gala Lees Verletzung vergessen Die Heat können sich auf "Miami Thrice" verlassen.

Von Florian Pertsch

München - Die Golden State Warriors haben in NBA-Playoffs die "Best-of-seven"-Serie gegen die Denver Nuggets durch ein 131:117 (61:53) ausgeglichen und den Nuggets vorerst den Heimvorteil abgenommen.

Ohne den schwer verletzten Allstar David Lee lieferten die Warriors im zweiten und dritten Viertel eine starke Leistung ab (35:25 und 35:27) und verpassten den Nuggets die erste Heimniederlage seit mehr als drei Monaten.

Topscorer im Team von Trainer Mark Jackson war Stephen Curry mit 30 Punkten und 13 Assists, Jarrett Jack kam auf 26 Zähler.

Thompson lässt es Dreier regnen

Harrison Barnes brachte es auf 24 Punkte, Guard Klay Thompson verwandelte fünf seiner sechs Distanzwürfe und landete bei 21 Zählern (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Wir sind ein Team mit exzellenten Schützen", lobte Trainer Jackson seine Mannschaft, die 14 von 25 Dreipunktwürfen verwandelte: "Wenn wir über Klay Thompson und Stephen Curry sprechen, dann ist das für mich das beste Schützen-Duo in der Geschichte des Basketballs."

"Manimal" bleibt zahm

Ohne den verletzten Danilo Gallinari konnte Denver zwar wieder vermehrt auf "Manimal" Kenneth Farried setzen, doch der angeschlagene Forward blieb mit vier Punkten und zwei Rebounds in 21 Minuten weit unter seinen Möglichkeiten.

Lee Ausfall und die gleichzeitige Gesundung von Farried sah zunächst nach einem klaren Nachteil für die Warriors aus, doch Golden State überraschte einmal mehr in dieser Saison.

"Wir sind ein zähes Team, das sage ich schon das ganze Jahr", erklärte Curry, der mit einem verstauchten Knöchel auflief, stolz: "Fällt ein Spieler aus, springt ein anderer in die Bresche. Das war ein sehr wichtiger Auswärtssieg für uns. Jetzt gilt es, unseren Heimvorteil zu verteidigen."

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Coach Karl ist mächtig angefressen

Ty Lawson (12 Assists) und Bankspieler Corey Brewer waren mit 19 Punkten die Topscorer der Nuggets.

Andre Iguodala und Reserve-Aufbauspieler Andre Miller kamen jeweils auf 18 Zähler.

Nuggets-Trainer George Karl ging mit seinem Team hart ins Gericht: "Wir eigentlich nichts gut gemacht. 35 gegnerische Punkte in drei Vierteln hintereinander musste ich wahrscheinlich in meiner ganzen Karriere noch nicht hinnehmen - niemals."

Golden State traf 64,6 Prozent der Schüsse aus dem Feld - Playoff-Rekord seit dem Jahr 1991 - und schenkte den Nuggets die meisten Punkte in der kompletten Saison ein (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

Denvers Game-Plan gescheitert

"Der Plan war, den Ball von Stephen Curry fern zu halten", erklärte Denvers Point Guard Ty Lawson:

"Durch viele Blocks schaffte er es trotzdem und fing an, die Bälle an seine Teamkollegen zu verteilen. Danach haben wir in der Verteidigung gepokert, und so können wir nicht spielen."

Für die Nuggets-Fans gab es kurz vor dem Ende zumindest einen winzigen Lichtblick. Evan Fournier verwandelte einen Freiwurf zu Denvers 110. Punkt und sorgte so für ermäßigte Taco-Preise in der Halle.

Das dritte Spiel der Erstrunden-Serie findet in der Nacht auf Samstag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) in Oakland statt.

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen in der NBA zusammen:

Miami Heat - Milwaukee Bucks 98:86

NBA-Champion Miami Heat gab sich gegen die Milwaukee Bucks auch im zweiten Spiel keine Blöße und führt die Erstrunden-Serie souverän mit 2:0 an.

Das Team von Meister-Trainer Erik Spoelstra gewann Spiel zwei mit 98:86 (47:43) und konnte sich auf seine drei Superstars verlassen.

Dwyane Wade war mit 21 Zählern Topscorer für Miami, LeBron James brachte es auf 19 Punkte, acht Rebounds und sechs Assists (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Wade nimmt Milwaukee sehr ernst

"D-Wade" wollte Milwaukee auch nach dem zweiten Sieg noch nicht auf die leichte Schulter nehmen:

"In den Playoffs muss man verschiedene Wege finden, ein Spiel zu gewinnen. Egal was alle Außenstehenden sagen, Milwaukee ist eine gute Mannschaft. Sie haben sehr gut gegen uns gespielt."

Chris Bosh steuerte ebenso wie die Bankspieler Shane Battier und Chris Andersen zehn Punkte zum Erfolg bei (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop)..

Bei Underdog Milwaukee sorgte der Türke Ersan Ilyasova mit 21 Punkten für die beste Wurfleistung. Bankspieler Mike Dunleavy brachte es auf 16 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists.

Die Guards Monta Ellis und Brandon Jennings blieben weit unter ihren Möglichkeiten und kamen zusammen lediglich auf 15 Punkte.

Die dritte Partie findet in der Nacht auf Freitag (ab 1 Uhr LIVESCORES) in Milwaukee statt.

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