Auch in Spiel zwei kann L.A. den Spurs und ihrem Spielmacher nicht viel entgegensetzen. Bryant erteilt sich Twitter-Verbot.

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Von Eric Böhm

München/San Antonio - Die Los Angeles Lakers stehen in den NBA-Playoffs ohne Kobe Bryant auf verlorenem Posten (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Bei den San Antonio Spurs verlor der 16-malige Champion mit 91:102 (48:56) und fing sich damit in der Erstrundenserie der Western Conference das 0:2 ein.

Ohne den schwer verletzten Superstar (Achillessehnenriss) fehlt die Feuerkraft im Angriff, zudem fanden sie nach der Pause kein Mittel gegen den überragenden Tony Parker.

"Sie sind in allen Belangen effizienter als wir. Sie spielen einfach besseren Basketball", bilanzierte Lakers-Coach Mike D'Antoni.

Parker wieder in Topform

Das galt vor allem für Parker: San Antonios französischer Spielmacher markierte 24 seiner 28 Punkte in der zweiten Hälfte und gab insgesamt sieben Assists.

Es war Parkers bester Auftritt, seit der ernsten Knöchelverstauchung am 1. März. Auch der lange Zeit angeschlagene Manu Ginobili (13 Zähler, 7 Assists, 3 Dreier) findet langsam alte Form.

"Tonys Auftritt war heute für uns die beste Nachricht. Er findet seinen Rhythmus wieder und spielt wieder so, wie in der Mitte der Saison. Auch Manu ist wieder da", lobte Center Tim Duncan (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

Meeks fehlt

Bezeichnend dafür war eine Szene kurz vor Schluss. Mit einem Pass hinter dem Rücken entlang setzte Ginobili Teamkollege Parker ein, der einen Dreier zum 100. Punkt versenkte.

Durch starke Endspurts zum Ende der ersten drei Viertel behaupteten die Spurs über die gesamte Partie die Kontrolle.

Dank ihrer ausgeglichenen Bank nutzten sie die dünne Personaldecke der Lakers, die auf zusätzlich auf Jodie Meeks (Knöchelprobleme) verzichten mussten, eiskalt aus.

"Am wichtigsten war, dass wir in beiden Spielen sehr gut verteidigt haben. Die letzten drei Wochen der Saison hatten wir diese Qualität verloren, sie ist aber rechtzeitig zurück", freute sich Spurs-Trainer Gregg Popovich

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Howard in Problemen

Dwight Howard und Steve Blake waren mit je 16 Punkten die erfolgreichsten Werfer der Gäste, als sich Howard jedoch im dritten Viertel schnell seine Fouls drei und vier einfing, legte Parker los.

Ohne den dreimaligen NBA-Abwehrspieler des Jahres - er stand in dem Abschnitt nur drei Minuten auf dem Court - kam All-Star Parker immer wieder mühelos zum Korb und erzielte 15 Zähler.

"Es ist frustrierend. Ich muss mich darauf verlassen, dass meine Jungs ihre Würfe treffen und darf mich nicht in Nickligkeiten verwickeln lassen", haderte Howard (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Sonderlob für Bonner

Folgerichtig gingen die Spurs mit einem zweistelligen Vorsprung ins letzte Viertel und setzten sich durch Matt Bonners Dreier zum 91:74 entscheidend ab (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Er war unser wichtigster Spieler. Trotz seines Größennachteils hat er gegen Howard ein gutes Spiel gemacht und war sehr aktiv", lobte Ginobili.

Veteran Duncan und Flügelspieler Kawhi Leonard steuerten jeweils 16 Punkte bei. San Antonio traf insgesamt 51 Prozent seiner Würfe und sieben von 14 Dreiern.

"Kämpfen ums Überleben"

Die Best-of-Seven-Serie wechselt nun nach Kalifornien (Spiel drei, Sa., ab 4.30 Uhr LIVESCORES). San Antonio benötigt zum Weiterkommen noch zwei Erfolge.

Die Lakers - Bryant hatte sich nach Spiel eins vorsorglich Twitter-Verbot erteilt - benötigen vor allem bessere Leistungen von Pau Gasol und Steve Nash. Zusammen trafen sie nur neun von 22 Würfen und schafften gerade einmal 24 Punkte.

"Meine Würfe waren in den zweiten Hälfte sehr kurz. Die Müdigkeit und physische Probleme spielen eine Rolle, aber wir sind jetzt im Kampfmodus. Wir kämpfen ums Überleben", meinte Gasol.

Auch Nash wirkt nach vielen Verletzungen alles andere als fit und kann nicht wie aus früheren Jahren gewohnt Regie führen. Die letzte Hoffnung sind die nun folgenden Heimspiele.

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