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James Harden (l.) und Kevin Durant wurden 2012 gemeinsam Olympiasieger © getty

Der Vizemeister vergeigt gegen Houston einen Vorsprung, aber Durant holt noch das 2:0 heraus. George führt die Pacers zum Sieg.

Von Eric Böhm

München - Die Oklahoma City Thunder haben sich in einer dramatischen Schlussphase das 2:0 in ihrer Erstrundenserie der NBA-Playoffs gesichert.

Der Vizemeister bezwang die Houston Rockets mit 105:102 (57:55), obwohl der Außenseiter im letzten Viertel einen Rückstand von 15 Punkten aufholte (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Wir haben zusammengehalten. Sie hatten einen Lauf, weil wir nichts mehr getroffen haben, aber am Ende hat jeder eine wichtige Rolle bei dem Sieg gespielt", bilanzierte OKC-Guard Russell Westbrook.

Verrückte Minuten

Nach drei recht souveränen Vierteln und einem guten Start in den letzten Abschnitt verlor seine Mannschaft plötzlich völlig den Faden.

Der ehemalige Thunder-Star James Harden (36 Punkte, 11 Rebounds) und der zum Starter beförderte Guard Patrick Beverley (16 Zähler, 12 Rebounds) machten innerhalb von sechs Minuten aus einem 74:89 ein 95:91 (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Wir sind jung und keinesfalls perfekt, aber wir sind Kämpfer. Ich wusste, die Truppe würde ein gutes Spiel abliefern. Leider hat es nicht ganz gereicht", analysierte Cheftrainer Kevin McHale.

Ibaka schlägt zu

Oklahoma City konnte sich in der heißen Phase auf seine Topspieler verlassen. Kevin Durant und Russell Westbrook (beide 29 Punkte) wendeten das Blatt erneut.

Durant traf zunächst selbst zum 98:97 und bediente wenig später Serge Ibaka (12 Zähler, 11 Rebounds, 6 Blocks), der 31 Sekunden vor dem Ende zum 103:98 traf (SERVICE: Die Tagesbesten der Playoffs).

"Es macht Spaß. Zu dieser Jahreszeit haben wir nur ein Ziel. Niemand darf sich uns in den Weg stellen. Diese Einstellung müssen wir weiterhin an den Tag legen", forderte Westbrook.

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Zu viele Fahrkarten

Houston bekam in der Folge keine Ausgleichschance mehr und muss nun versuchen, in den Heimspielen (Spiel drei, So., ab 3.30 Uhr LIVESCORES) wieder in die Serie zu finden.

"Wir lagen deutlich hinten und hätten aufgeben können, stattdessen kamen wir zurück. Daraus müssen wir Selbstvertrauen ziehen", sagte Harden (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

Die 16 Ballverluste und die schwache Dreierquote (10 von 35) neutralisierten die klare Rebound-Überlegenheit (57:40).

Lin spielt schwach

Speziell Jeremy Lin (7 Punkte, 3 Assists) kommt gegen die athletischen Thunder nicht wie gewünscht zum Zug. Der sonst so treffsichere Carlos Delfino verfehlte neun seiner 13 Würfe (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Es ist frustrierend und tut ziemlich weh. Es ist noch eine lange Serie, wir müssen die positiven Ansätze mitnehmen", meinte Forward Chandler Parsons (17 Zähler).

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen in der NBA zusammen:

Indiana Pacers - Atlanta Hawks 113:98

Die Indiana Pacers streben unaufhaltsam in Richtung zweite Runde. Angeführt vom frischgebackenen Most Improved Player der Saison, Paul George, schlugen sie die Atlanta Hawks 113:98 (59:40).

George steuerte zum 2:0 in der Best-of-Seven-Serie 27 Punkte, acht Rebounds und vier Steals bei (705687DIASHOW: Die NBA-Awards 2013).

"Wir sind ein extrem physisches Team. Das kommt und in den Playoffs entgegen. Wir müssen einfach so weitermachen", sagte George, der seine beste Playoff-Punktausbeute erzielte.

Historische Ausbeute

Spielmacher George Hill gelangen 22 Zähler. Center Roy Hibbert und reservist Gerald Green trugen je 15 Punkte bei. Seit 13 Jahren hatte Indiana in einem Playoff-Spiel nicht mehr so viele Zähler gesammelt.

Bei den enttäuschenden Hawks war Aufbauspieler Devin Harris (17 Punkte) bester Schütze. Gleich zu Beginn ließ sich Josh Smith zu zwei Fouls hinreißen und fand nie einen Rhythmus.

Die harte Gangart mit vielen Fouls schadete letztlich eher Atlanta selbst. "Ich glaube, wir müssen den Ball besser laufen lassen und unser Spiel spielen", betonte Center Al Horford (13 Zähler, 10 Rebounds).

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