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Carlos Boozer (l.) kommt gegen Brooklyn auf 20 Punkte und 12 Rebounds im Schnitt © getty

Boozer und Deng spielen groß auf und sichern Chicago gegen Brooklyn den zweiten Sieg. Die Verteidigung ist erneut der Schlüssel.

Von Florian Pertsch

München/Chicago - Die Chicago Bulls haben die dritte Partie des Erstrunden-Duells gegen die Brooklyn Nets gewonnen und gehen so in der "Best-of-seven"-Serie mit 2:1 in Führung.

Carlos Boozer und Luol Deng führten Chicago zu einem hart erkämpften 79:76 (41:34)-Sieg in den NBA-Playoffs.

Power Forward Boozer überzeugte mit 22 Punkten und 16 Rebounds, Deng lieferte mit 21 Zählern und zehn Rebounds ebenfalls ein Double-Double ab.

"Niemand ist perfekt"

Eine wirklich ansehnliche Partie war auch das dritte Aufeinandertreffen nicht, doch genau das spielte den Bulls erneut in die Karten (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Niemand ist perfekt", erklärte Boozer pragmatisch: "In den Playoffs muss man verschiedene Wege finden, um zu gewinnen. Wir haben gemacht, was nötig war."

Mäßige Partie von "D-Will"

Bei den Nets gab es die meisten Punkte ebenfalls durch einen Big Man. Center Brook Lopez war mit 22 Punkten (9 Rebounds) Brooklyns Topscorer (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

Aufbauspieler Deron Williams erlebte einen mäßigen Abend und traf nur 5 seiner 14 Würfe. Am Ende standen bei "D-Will" 18 Punkte zu Buche.

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Unterirdische Wurfquoten

Beide Teams unterboten sich mit schlechten Würfen und trieben ihre Quoten in den Keller. Chicago traf 39,7 Prozent (3 von 15 Dreier), Brooklyn verwandelte sogar nur 34,6 Prozent seiner Würfe.

Die Nets strauchelten nach einem guten 17:5-Start im ersten Viertel für sechseinhalb Minuten und verfehlten 25 ihrer 26 Würfe.

Diese Chance nutzte Chicago um langsam davonzuziehen (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Wenn wir den Ball nicht passen, haben wir Probleme. Wir haben Probleme zu Punkten, und einen guten Wurf zu bekommen. So spielen wir Chicago direkt in die Hände", ärgerte sich Deron Williams.

Noah beißt auf die Zähne

Der Point Guard verkürzte fünf Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 76:78, doch Joakim Noah traf im Anschluss einen Freiwurf - sein einziger Punkt im Spiel - und stellte den 79:76-Endstand für Chicago her.

Der angeschlagene Center verfehlte in 27 Minuten Einsatzzeit alle sieben Würfe, griff sich aber acht Rebounds und blockte zwei Nets-Versuche.

Auf Seiten Brooklyns musste Shooting Guard Joe Johnson vor dem Spiel mit einer Cortison-Spritze am linken Fuß behandelt werden.

Johnson mit Leistung zufrieden

"Bis auf die letzten zwei drei Minuten hat sich der Fuß sehr gut angefühlt", erklärte Johnson, der auf 15 Punkte kam (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Kurz vor der Pause sorgte Chicagos Taj Gibson bei den Zuschauern inklusive Bulls-Legende Scottie Pippen dann doch einmal für Jubelstürme.

Nach Zuspiel von Nate Robinson dunkte Gibson den Ball über Brooklyns Kris Humphries wuchtig durch den Ring.

Nach dem lockeren Auftaktsieg könnte Brooklyn nach der nächsten Partie in der Windy City bereits mit dem Rücken zur Wand stehen.

Appell von Carlesimo

Nets-Coach P.J. Carlesimo fasste die Problematik Brooklyns kurz und prägnant zusammen: "Wir haben Probleme in der Zone. Wenn wir dort nicht punkten, dann werden wir kein Spiel gewinnen."

Die vierte Partie zwischen den Bulls und den Nets findet am Samstag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) in Chicago statt.

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