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Jason Terry (M.) gewann 2011 mit Dallas den NBA-Titel © getty

Ellbogen-Opfer Jason Terry führt die Celtics zum Overtime-Sieg gegen New York. Anthony patzt. Miami komplettiert den Sweep.

Von Eric Böhm

München - Schlimmer als die Nase war Jason Terrys Stolz verletzt: Zwei Tage nach dem Ellbogenschlag von J.R. Smith hat sich der Veteran revanchiert.

Mit seinem ersten richtig guten Playoff-Auftritt 2013 führte der "Jet" (18 Punkte, 4 Assists) die Boston Celtics zum 97:90 (84:84, 54:35) nach Verlängerung.

Dadurch verkürzte der Rekordmeister in der Best-of-Seven-Serie auf 1:3 und vermied zumindest den peinlichen Sweep (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

"Die Nase tut noch etwas weh, aber es ging heute nicht um den Ellbogen. Wir wollten alles aus uns herausholen, um zu überleben", sagte Terry.

Smiths Treffer werden vermisst

Smith, der beste sechste Mann der NBA, musste wegen des Schlages gesperrt zusehen, wie die Celtics sich einen 20-Punkte-Vorsprung erarbeiteten (705687DIASHOW: Die NBA-Awards 2012/2013).

Ohne den Scharfschützen trafen die Knicks in der ersten Hälfte nur knapp 29 Prozent ihrer Würfe und ermunterten Boston zur bisher besten Leistung der Serie.

"Wir haben riesigen Stolz. Einen Sweep will sich niemand einhandeln. Jetzt wollen wir noch einmal hierher zurückkommen", betonte Kevin Garnett (17 Rebounds).

Pierce trumpft auf

Um sich noch ein weiteres Heimspiel zu sichern, müssen die Celtics nun Spiel fünf in der Nacht auf Donnerstag in New York gewinnen (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Im heimischen TD Garden zeigten erstmals alle Schlüsselspieler gute Leistungen. Kapitän Paul Pierce (29 Zähler, 8 Rebounds, 6 Assists) und Jeff Green (26 Punkte) waren die besten Schützen.

Trotzdem lief längst nicht alles nach Wunsch. Im dritten Viertel (14:30) ließen sie die Knicks gewähren und gingen nur mit einem knappen 68:65-Vorsprung ins Schlussviertel.

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Duo startet Aufholjagd

Ohne Smith lag die Hauptlast im Angriff der Gäste auf NBA-Topscorer Carmelo Anthony (36 Zähler) und Raymond Felton (27).

Felton war es auch der die Aufholjagd kurz vor Ende der regulären Spielzeit mit seinem Treffer zum 84:82 krönte. Garnett schoss die Celtics danach in die Overtime (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

"Gute Teams können jederzeit solche Runs hinlegen. Wir haben uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter gekämpft", sagte KG.

Terry ist zur Stelle

In den fünf zusätzlichen Minuten übernahm dann Terry das Kommando. Der Meisterspieler der Dallas Mavericks von 2011 erzielte Bostons letzte neun Punkte.

Per Dreier sorgte er in der Schlussminute für das 93:90, Anthony verfehlte 21 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich. Terry machte danach von der Freiwurflinie den Sack zu.

"Davon sollten wir uns nicht aus der Bahn werfen lassen. Wir müssen mit Selbstvertrauen in das Heimspiel gehen", sagte "Melo" (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen in der NBA zusammen:

Milwaukee Bucks - Miami Heat 77:88

Die Miami Heat haben den ersten Sweep der Ära von LeBron James perfekt gemacht.

Der Titelverteidiger schlug die Milwaukee Bucks 88:77 (45:41) und gewann die Best-of-Seven-Serie souverän mit 4:0.

James war dank 30 Punkten, acht Rebounds sowie sieben Assists einmal mehr der herausragende Akteur. Ohne den leicht angeschlagenen Dwyane Wade (Knieprobleme) sprang vor allem Ray Allen (16 Zähler, 7 Rebounds) dem MVP zur Seite (SERVICE: Die Tagesbesten der Playoffs).

"Es ist ein großer Schritt für unseren Wachstumsprozess. In den Playoffs ist jeder Auswärtssieg schwer, speziell wenn der Gegner um seine letzte Chance spielt", sagte James.

Jennings gefrustet

Bei Milwaukee wussten lediglich Monta Ellis (21 Punkte, 8 Assists) und Reservist Mike Dunleavy (17 Zähler) zu überzeugen.

Brandon Jennings erwischtem mit nur einem Treffer bei sieben Versuchen einen schwachen Tag. Der Guard hatte vor der Serie einen 4:2-Erfolg der Bucks prognostiziert.

Nach 18 Punkten in der ersten Hälfte von Spiel eins gelangen ihm in den folgenden 14 Vierteln nur noch 35 Zähler.

"Ich bin sehr frustriert. Wir haben mit viel Selbstvertrauen angefangen. In den ersten drei Spielen hatten wir eine Chance. Es ist bitter", haderte Jennings.

Golden State Warriors - Denver Nuggets 115:101

Die Golden State Warriors stehen kurz vor der ersten Überraschung der Playoffs. Durch das 115:101 (56:44) über die Denver Nuggets gingen sie in der Best-of-Seven-Serie mit 3:1 in Führung.

Die Nummer sechs der Western Conference benötigt nur noch einen Sieg, um die an drei gesetzten Nuggets auszuschalten und es in der zweiten Runde mit San Antonio aufzunehmen.

Jungstar Steph Curry markierte trotz Fußproblemen 22 seiner 31 Punkte im dritten Viertel und stellte so die Weichen auf Sieg.

"Er war wie ein Boxer in den Seilen. Er hat auf diesen Moment lange gewartet und wollte sich von seinem Körper nicht aufhalten lassen", lobte Coach Mark Jackson.

Nuggets am Abgrund

Denvers bester Schütze war Ty Lawson mit 26 Zählern, allerdings fanden die Nuggets erneut keine Mittel gegen die Shooter der Gastgeber, die fast 56 Prozent ihrer Würfe trafen.

"Die nächsten 48 Stunden werden sehr schwierig. Sie haben einen gewissen Zauber gefunden. Den müssen wir ihnen wieder wegnehmen", forderte Trainer George Karl.

In der Nacht auf Mittwoch (ab 2 Uhr LIVESCORES) steht Denver vor heimischer Kulisse mit dem Rücken zur Wand.

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