Der Nationalspieler ist zurück in Houston, steht beim 1:3 gegen die Thunder aber nicht im Kader. Parsons bietet Durant die Stirn.

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Von Eric Böhm

München/Houston - Die Houston Rockets haben den 0:4-Sweep in der ersten Runde der NBA-Playoffs vermieden.

Gegen die Oklahoma City Thunder gelang durch den 105:103 (53:60)-Heimerfolg der 1:3-Anschluss in der Best-of-Seven-Serie (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Der aus dem Farmteam zurückgeholte deutsche Nationalspieler Tim Ohlbrecht stand nicht im Kader. Chandler Parsons gelang mit 27 Punkten, zehn Rebounds und acht Assists seinen bisher besten NBA-Auftritt.

"Das war ein Sieg des Willens. Wir geben nicht auf. Das ist die Konstante unseres Spiels. Wir kämpfen bis zum Ende", sagte Coach Kevin McHale.

Parsons trumpft auf

In Abwesenheit des Spielmachers Jeremy Lin (Brustmuskelverletzung) übernahm Flügelspieler Parsons das Kommando und lieferte Thunder-Superstar Kevin Durant ein hochklassiges Duell.

"Durantula" sammelte zwar 38 Zähler und acht Rebounds, leistete sich aber auch sieben Ballverluste, einer davon passierte ihm 35 Sekunden vor Schluss beim Stand von 103:105.

"Wir haben die Frustration aus den letzten Spielen mit hinein genommen und wollten das unter keinen Umständen noch einmal zulassen", betonte Parsons (706841DIASHOW: Die Bilder der ersten Playoff-Runde).

Harden patzt

Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Partien brachten die Rockets diesmal eine Führung im Schlussviertel über die Zeit.

Immer wieder konterte Parsons die Comeback-Versuche des Vizemeisters. Seine drei Punkte in Folge zum 105:98 erwiesen sich als besonders wichtig.

Damit fing Parsons die schwache Leistung des Ex-Thunders James Harden auf. Der Olympiasieger traf trotz 15 Zählern nur vier seiner zwölf Würfe und leistete sich zehn Ballverluste.

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Letzter Versuch Durants verhindert

Dank eines phänomenalen dritten Viertels (38:24) hatten die Gastgeber die Kontrolle übernommen, gerieten aber am Ende wieder in Gefahr.

Durant verkürzte innerhalb von 30 Sekunden auf 103:105. Nach zwei Harden-Fehlversuchen und Durants Ballverlust hatte Oklahoma City noch zwei Möglichkeiten.

Russell Westbrooks ordentlicher Vertreter Reggie Jackson (18 Punkte) und Serge Ibaka verfehlten in den letzten Sekunden aber jeweils den Ausgleich (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

Guard Francisco Garcia verteidigte Durant dabei exzellent. "Ich wollte den letzten Wurf nehmen, aber er hat das gut gemacht, da musste ich passen", bestätigte Durant.

Zu wenig Bewegung

Im zweiten Spiel ohne Westbrook (Meniskus-OP) erwies sich vor allem seine fehlende Dynamik als Problem.

Zu oft war das Thunder-Spiel zu statisch. Durant bekam lediglich von Jackson und Sixth Man Kevin Martin (16 Punkte). Forward Serge Ibaka war diesmal kein Faktor.

"Das ist kein Ding. Wir führen 3:1 und können die Serie zu Hause beenden. Eine bessere Situation kannst du dir kaum wünschen", blieb Durant cool (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Rollenspieler überzeugen

Das angesprochene sechste Spiel steigt in der Nacht auf Donnerstag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) im Hexenkessel von Oklahoma City.

Die Rockets benötigen dann eine ähnlich effektive Leistung ihres Centers Ömer Asik. Der Türke erzielte 17 Zähler und 14 Rebounds. Achtmal verschaffte er sich oder Kollegen zweite Wurfchancen.

Auch der Argentinier Carlos Delfino (13 Punkte, 3 Dreier) und Lins Vertreter Patrick Beverley (16 Zähler) überzeugten.

"Dieser erste Sieg gibt uns Selbstvertrauen für die Reise nach Oklahoma. Jetzt kann alles passieren", tönte Harden. Die Serie ist eröffnet.

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