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Karriereende in Dallas? Für Jason Kidd durchaus vorstellbar © getty

Der bald 36-jährige Spielmacher liebäugelt mit einem Verbleib bei den Mavericks. Mark Cuban zeigt sich gesprächsbereit.

Von Julian Ignatowitsch

München - In dieser Woche jährt sich Jason Kidds Rückkehr nach Dallas. Und wenn es nach dem bald 36-Jährigen geht, sollen ruhig noch ein paar Jahre hinzukommen.

Wie die "Dallas Morning News" berichtet, würde Kidd, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, allzu gerne in Dallas bleiben.

Der Spielmacher soll sogar den Wunsch geäußert haben seine Karriere dort zu beenden - zuvor will er aber noch zwei, drei Jahre auf dem Parkett mitwirken.

"Ich will kein Angestellter auf Zeit sein", stellt Kidd klar und liebäugelt mit einem Verbleib bei den Mavericks bis 2012. "Hier habe ich mich gut eingelebt und identifiziere mich mit dem Klub."

Cuban: "Natürlich ist das ein Thema"

Auch die Mavs scheinen einem längerfristigen Engagement nicht abgeneigt zu sein.

"Natürlich ist das ein Thema", räumt Klubbesitzer Mark Cuban ein. "Solange er auf diesem Niveau spielt, ist er für jeden Klub interessant."

Will Kidd aber tatsächlich in Dallas bleiben, muss er wohl auf Gehalt verzichten. Derzeit verdient er fast 20 Millionen Dollar im Jahr und belastet das Salary Cap damit enorm.

Fazit des Kidd-Transfers ernüchternd

Ob eine Vertragsverlängerung des Spielmachers sportlich sinnvoll ist, müssen die Mavericks noch entscheiden.

Zuletzt wurde mehrfach über einen erneuten Wechsel des Kaliforniers spekuliert.

Denn das Fazit des Kidd-Transfers nach nun einem Jahr fällt ernüchternd aus.

Durchschnittsteam oder Titelanwärter?

Große Hoffnungen waren mit der kostspieligen Verpflichtung des neunmaligen All-Stars verbunden.

Manch einer träumte sogar schon von der Meisterschaft.

Die Fakten sehen jedoch anders aus: Ein Erstrunden-Aus in den Playoffs zuletzt und aktuell Platz sieben in der Western Conference lassen die Mavericks viel mehr wie ein Durchschnittsteam als eines mit Titelambitionen aussehen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Vom Schachzug überzeugt

Dennoch sind die Verantwortlichen der Mavericks weiterhin von ihrem Schachzug überzeugt.

Mit durchschnittlich 8,4 Assists, 6,3 Rebounds und 2,2 Steals gehört Kidd trotz seiner 35 Jahre immer noch zur Elite der Point Guards.

Auch wenn seine Zahlen in den letzten Jahren kontinuierlich nach unten gingen, ist sein Wert als Führungsfigur und Organisator unumstritten.

Vorbild Stockton

Gut möglich also, dass er einen neuen Vertrag bei den Mavericks erhält.

Und dass man auch mit über 40 Jahren noch einen guten Eindruck auf dem Feld machen kann, stellte einst John Stockton bei den Utah Jazz unter Beweis.

Übrigens ein Vorbild von Kidd.

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