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Raymond Felton (M.) gewann 2005 mit North Carolina die College-Meisterschaft © getty

Die sonst so offensivstarken New Yorker vermeiden in Indiana nur mit Mühe einen Negativrekord. Stoudemires Comeback verpufft.

Von Eric Böhm

München/Indianapolis ? Die New York Knicks haben im Kampf um den Einzug ins Conference-Finale einen Rückschlag erlitten.

Bei den Indiana Pacers verlor die Truppe aus dem "Big Apple" mit 71:82 (33:36) und fing sich in der Best-of-Seven-Serie das 1:2 ein (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Bei der miserablen Angriffsleistung schaffte lediglich Carmelo Anthony (21 Punkte) mehr als neun Zähler, traf aber auch nur sechs seiner 16 Würfe.

"Sie haben die kleinen Dinge richtig gemacht, aber wir haben einfach nicht getroffen. Mit 71 Punkten kannst du niemanden besiegen", ärgerte sich "Melo".

Grausige Zahlen

Nur drei verwandelte Dreier, eine unterirdische Wurfquote (35 Prozent) und ein klarer Rebound-Nachteil (40:53) waren die Hauptgründe für die ernüchternde Pleite.

Seit Einführung der Shot-Clock (1954/1955) gelangen den Knicks nur viermal weniger Punkte in einem Playoff-Spiel - zweimal davon in der Erstrundenserie 2012 gegen Miami ( 714947 DIASHOW: Die Bilder der zweiten Playoff-Runde ).

"In der Abwehr haben wir eigentlich ganz gut ausgesehen, aber im Angriff lief es überhaupt nicht. Das müssen wir analysieren", sagte New Yorks Trainer Mike Woodson.

Stoudemire spielt ordentlich

Auch das Comeback des zwei Monate fehlenden Amare Stoudemire half wenig. In neun Minuten sammelte der Forward immerhin sieben Zähler.

Sein Buzzer-Beater am Ende des dritten Viertels ließ die Gäste noch einmal hoffen. Neun Minuten vor Schluss kamen sie auf 57:65 heran, aber Indiana konterte mit einem 7:0-Lauf (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

"Das war wieder Pacers-Basketball wie in Spiel eins. Wir waren hochkonzentriert und haben uns in der Defensive gegenseitig unterstützt", freute sich All-Star Paul George (14 Zähler, 8 Rebounds, 8 Assists).

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Hibbert dominiert

Nach dem dominanten Auftakt in die Conference-Halbfinals waren die Pacers in der zweiten Partie nach der Pause richtig eingegangen (Bericht).

Vor den eigenen Fans bekleckerten sie sich zwar auch nicht mit Ruhm, zeigten aber wieder große Leidenschaft.

"Wir haben unsere physische Spielweise nicht verändert. Wir haben mehr miteinander gesprochen, um sie nicht wieder in so einen Lauf kommen zu lassen", betonte Forward David West.

Vor allem Center Roy Hibbert sorgte mit 24 Punkten und zwölf Rebounds für die Highlights. George Hill versenkte fünf Dreier und kam auf 17 Zähler.

"Gute Mischung" entscheidet

Indiana ist in den NBA-Playoffs zu Hause noch ungeschlagen und gewann die bisherigen vier Partien mit durchschnittlich 16,5 Punkten Vorsprung.

In Spiel vier winkt ihnen in der Nacht auf Mittwoch (ab 1 Uhr LIVESCORES) das 3:1 und damit fast schon eine Vorentscheidung der Serie (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Unsere Jungs setzen die Vorgaben für gewöhnlich exzellent um. Wir wollten eine gute Mischung zwischen dem Verteidigen der Zone und der Drei-Punkte-Linie finden. Das ist gut gelungen", lobte Coach Frank Vogel.

Smith quält sich

Die Knicks führten ganze 76 Sekunden und litten zudem unter der fiebrigen Erkältung ihres sechsten Mannes J.R. Smith.

Der im Saisonverlauf so starke Schütze quälte sich durch, versenkte jedoch nur vier seiner zwölf Versuche. Im letzten Abschnitt musste er sogar kurz in der Kabine behandelt werden.

Allerdings hatte Smith auch schon in den ersten beiden Partien keinen Rhythmus gefunden. Für die Serie steht er bei einer Quote von knapp über 25 Prozent. Die Knicks stehen unter Druck.

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