LeBron und die Heat stürmen Richtung Titelverteidigung. Chicago stellt mehrere Negativrekorde auf. "KryptoNate" verballert alles.

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Von Eric Böhm

München/Chicago ? Die Miami Heat haben ihren Weg in Richtung Titelverteidigung fortgesetzt.

Die Chicago Bulls demontierten sie vor deren eigener Kulisse mit 88:65 (45:33) und holten sich in der Best-of-Seven-Serie das 3:1 (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

LeBron James war dank 27 Punkten, sieben Rebounds und acht Assists wieder einmal der herausragende Spieler auf dem Parkett.

"Sie sind in einer schwierigen Position und haben nicht ihr komplettes Team zur Verfügung. Aber das ist nicht unser Problem", zeigte der MVP kein Mitleid.

Einseitige Partie

Nach den hitzigen ersten Duellen mit vielen technischen Fouls und der Affäre um seine angebliche Schauspieleinlage (Bericht) blieb es diesmal im United Center sehr ruhig.

Die Gastgeber waren einfach zu deutlich unterlegen. Ihr Trainer Tom Thibodeau hatte schon vorher die Schärfe rausgenommen und nichts zu seiner Geldstrafe (35.000 Dollar) wegen der Schiedsrichter-Kritik gesagt.

"Dazu gebe ich keinen Kommentar ab. Es geht nur um Spiel vier", betonte "Thibs" ( 714947 DIASHOW: Die Bilder der zweiten Playoff-Runde ).

"Haben hart gearbeitet"

Dabei hätte seiner Mannschaft ein bisschen Feuer durchaus gutgetan. Schon nach den ersten Fehlversuchen ergaben sie sich in ihr Schicksal.

Die defensive Dominanz der Heat war eine Mischung aus der Bulls-Schwäche und eigener Stärke.

"Wir haben für dieses Ergebnis hart gearbeitet. So etwas ist niemals leicht", betonte Chris Bosh (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

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Diverse Team-Tiefpunkte

Sie gestatteten Chicago im dritten Viertel ganze neun Zähler. Damit stellten die Bulls ebenso einen Playoff-Negativrekord auf, wie mit ihrer Gesamtpunktzahl und der Wurfquote (25,7 Prozent).

Zuvor hatte der sechsmalige nie weniger als 69 Zähler in der K.o.-Runde markiert. Seit den Playoffs 2004 hatte kein NBA-Team mehr so schlecht getroffen. Damals schafften die Hornets nur 24,4 Prozent - gegen Miami.

"Was soll ich nach dem Spiel sagen? Wir müssen mit unserer Strategie wieder von vorn anfangen und uns etwas überlegen", stöhnte Nate Robinson.

Zu viele Ausfälle

Der kleine Aufbauspieler kam mit der engen Bewachung durch Norris Cole und Mario Chalmers überhaupt nicht zurecht.

Er verballerte all seine zwölf Versuche aus dem Feld und blieb ohne Zähler. Carlos Boozer sammelte als erfolgreichster Akteur 14 Punkte und zwölf Rebounds, traf aber auch nur drei von 14 Würfen.

Die Ausfälle von Luol Deng und Kirk Hinrich - ganz zu schweigen von Derrick Rose - wiegen gegen den Meister zu schwer.

"Es ist frustrierend. Jeden Tag und jeden Abend dreht sich bei uns alles um Bandagen oder irgendwelche Schrauben", meinte Forward Taj Gibson.

Hamilton ist sauer

In der Nacht auf Donnerstag (ab 1 Uhr LIVESCORES) hat Miami den ersten Matchball. Den ersatzgeschwächten Bulls geht nach der harten Serie gegen Brooklyn offenbar der Sprit aus (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Das glaube ich nicht. Die Heat sind ein groaßrtiges Team. Wir müssen wir mit großartiger Intensität gegenhalten, aber auch ein paar Würfe treffen", sagte Thibodeau.

Bei allen Problemen ist umso unverständlicher, dass er erst in Spiel vier Routinier Richard Hamilton einbezog, der immerhin elf Zähler verbuchte.

"Im Leben gibt es viele Dinge, die du nicht verstehst. Für die Playoffs wurde ich geholt. Ich habe darauf keinen Einfluss und versuche, positiv zu bleiben", beschwerte sich Hamilton.

Wade mit Problemen

Bei den Heat kam abgesehen von James nur Chris Bosh (14) auf eine zweistellige Ausbeute, mehr war freilich auch nicht nötig.

Die ungeheuer effiziente Maschine kam nach dem überraschenden 0:1 richtig in Schwung. In den Playoffs 2011 hatten sie übrigens gegen Chicago ebenfalls Spiel eins verloren und gewann die Serie noch mit 4:1.

Lediglich Dwyane Wade machte nach einem Aufprall auf sein Problem-Knie etwas Sorgen. "Es ist manchmal bitter, aber ich tue, was ich kann", sagte "The Flash".

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