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Marc Gasol (M.) wurde 2012 als erster Europäer zum Abwehrspieler des Jahres gewählt © getty

Oklahoma City schwächelt nach einem starken Auftakt und fängt sich in der Overtime das 1:3 ein. "Durantula" trifft zu wenig.

Von Eric Böhm

München/Memphis ? Die Oklahoma City Thunder stehen in den NBA-Playoffs kurz vor dem Aus.

Der Vizemeister um Superstar Kevin Durant verlor bei den Memphis Grizzlies mit 97:103 (94:94, 56:48) nach Verlängerung und kassierte das 1:3 in der Best-of-Seven-Serie (Die NBA-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM).

Nur drei Siege in Folge können den Thunder jetzt noch helfen. Durant sammelte 27 Punkte, sieben Rebounds und sieben Assists, blieb aber mit nur zehn Treffern bei 27 Versuchen unter seinen Möglichkeiten.

"Es ist noch nicht vorbei. Sie sind in einer guten Position, aber unsere Aufgabe ist nicht unmöglich. Wir wollen am Freitag wieder hier sein, da gibt es ein Barbecue-Festival, oder?", fragte Thunder-Coach Scott Brooks.

Riesige Führung

Um Spiel sechs am Wochenende möglich zu machen, muss seine Mannschaft aber in der Nacht auf Donnerstag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) zunächst ihr Heimspiel gewinnen.

Allerdings ist dann vor allem eine konstante Leistung über 48 Minuten nötig. Denn zum wiederholten Mal verspielte Oklahoma City einen vermeintlich komfortablen Vorsprung (714947DIASHOW: Die Bilder der zweiten Playoff-Runde).

Mitte des zweiten Viertels lagen sie nach einem Dreier durch Durant schon mit 46:29 vorn, trotz der mittlerweile großen Playoff-Erfahrung fehlte jedoch der Killerinstinkt.

Memphis wacht auf

Die Verletzung Russell Westbrooks (Meniskus-OP) und der Abgang des auch emotional wichtigen dritten Anführers James Harden wirken sich gegen die abgezockten Grizzlies aus.

Nach einem verschlafenen ersten Viertel (18:29) kämpfte sich Favoritenschreck Memphis in die Partie und glich zum Ende des dritten Abschnitts aus.

"Wir haben uns einfach gesagt, dass wir unmöglich noch schlechter spielen können", erklärte Tayshaun Prince den Umschwung (Sichern Sie sich Dirk Nowitzkis Trikot im SPORT1 Shop).

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Möglichen Siegtreffer verweigert

Erneut überzeugte vor allem das Starter-Trio Mike Conley (24 Punkte), Marc Gasol (23 Zähler, 11 Rebounds) und Zach Randolph (23, 12). Der Spanier Gasol hielt zudem wie gewohnt die Abwehr zusammen und verzeichnete sechs Blocks.

Im letzten Viertel wogte das Duell hin und her. Durant schoss die Thunder sechs Sekunden vor Schluss in die Overtime. Statt einen Dreier zum möglichen Sieg zu nehmen, entschied er sich zum Korb zu gehen.

"Ich wollte so nahe wie möglich rankommen, um die Verlängerung zu sichern. Das hat ja auch geklappt. Dann haben sie mehr Plays hinbekommen", erklärte Durant.

"Wir kratzen und beißen"

Sein Team leistete sich nach Derek Fishers Anschluss zum 97:98 in den letzten 90 Sekunden zu viele Fehler.

Drei Fehlversuche durch Durant, ein Offensiv-Foul von Westbrooks Vertreter Reggie Jackson und vor allem Fishers dummer Ballverlust im Duell mit Tony Allen 22 Sekunden vor Ultimo rächten sich.

"Wir sind nicht das talentierteste Team in den Playoffs, aber wir kratzen, beißen und geben niemals auf", lobte Grizzlies-Trainer Lionel Hollins

Duo hält Durant im Zaum

Die Gatsgeber, die in der ersten Runde schon die hochgewetteten L.A. Clippers eliminiert hatten, blieben am Ende cool und versenkten ihre Freiwürfe (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

Prince und Allen hielten Durant ab dem vierten Abschnitt bei einer schwachen Wurfquote (2 von 13), der Rest der Thunder tauchte am Ende ab.

Fishers Dreier war in den letzten elf Minuten der einzige Treffer eines Mitspielers von "Durantula". Dabei hatten Serge Ibaka (17 Zähler, 14 Rebounds) oder Kevin Martin (18 Punkte) bis dahin gute Leistungen gezeigt.

"Wir haben jetzt eine große Chance. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir müssen hochkonzentriert bleiben", warnte Conley.

Späte Revanche?

In den Playoffs 2011 verspielte Memphis in Spiel 4 gegen die Thunder einen großen Vorsprung und schied nach sieben umkämpften Partien aus. Nun winkt die Revanche.

"Vor zwei Jahren haben wir nach dreimaliger Verlängerung verloren. Das fühlt sich heute also sehr gut an. Wir wissen, was wir nun zu tun haben", schwor Randolph sein Team ein.

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