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Rajon Rondo wurde 2006 von den Phoenix Suns an 21. Stelle gedraftet © getty

Der Point Guard der Boston Celtics führt seinen Klub zum Sieg über Phoenix. Die Suns kassieren die erste Pleite unter dem neuen Coach.

Von Rainer Nachtwey

München/Phoenix - 140:100 und 142:119 gegen die Los Angeles Clippers, dazu noch 140:118 gegen Oklahoma City - die Phoenix Suns schienen unter dem neuen Trainer Alvin Gentry aufzublühen.

Doch gegen den amtierenden Meister Boston Celtics landeten die Suns wieder auf dem Boden der Tatsachen. Mit 108:128 musste sich die Mannschaft aus Arizona, bei denen Amare Stoudemire verletzt fehlte, geschlagen geben.

Damit kassierte Phoenix die erste Niederlage nach dem All-Star-Break und unter Interims-Coach Gentry.

Fantastische Vier statt "Big Three"

Bei den Celtics, die auf Stoudemires Gegenpart - Power Forward Kevin Garnett - verzichten mussten - war Rajon Rondo wieder einmal der überragende Spieler.

Der Point Guard wirbelte die kaum vorhandene Defense der Gastgeber durcheinander und verfehlte mit 32 Punkten, 10 Assists und 6 Rebounds ein Triple-Double nur knapp und deutete erneut an, dass man in Boston nicht mehr nur von den "Big Three", sondern eher von den "Fantastischen Vier" sprechen sollte.

Die zwei verbliebenen Gesunden der Big Three, Ray Allen und Paul Pierce, steuerten 31 bzw. 26 Punkte zum Erfolg bei. Allen traf 10 von 15 Würfen und Pierce verwandelte alle zehn Versuche von der Freiwurflinie.

Zu wenig Unterstützung

Den Grundstein zum Erfolg legte Boston in der ersten Halbzeit, insbesondere in den letzten Minuten des zweiten Viertels, als sie einen 10:0-Lauf nutzten und ihren 56:51-Vorsprung auf 66:51 ausbauten, umso mit 68:54 in die Halbzeitpause zu gehen.

Shaquille O'Neal (17 Punkte), Leandro Barbosa (18), Jason Richardson (21) und Steve Nash (19, 11 Assists) hielten die Suns zwar im Spiel, doch von der Bank fehlte die Unterstützung. Matt Barnes kam in 23 Minuten lediglich auf zehn Punkte, Jared Dudley steuerte in 20 Minuten nur sechs Punkte bei.

Indiana Pacers - Chicago Bulls 98:91

Die Chicago Bulls kassierten gegen die von Verletzungen geplagten Indiana Pacers eine überraschende Niederlage. Im Conseco Field von Indianapolis unterlag der sechsmalige Meister 91:98.

Bei den Gastgebern, die ohne All-Star Danny Granger und Mike Dunleavy auskommen mussten, überzeugte vor allem Troy Murphy. Der Power Forward stellte mit 27 Zählern einen persönlichen Saisonbestwert auf und schnappte sich zudem 14 Rebounds.

Bei Chicago war Ben Gordon mit 28 Zählern erfolgreichster Schütze, die Neuzugänge John Salmons und Brad Miller kamen auf zwölf bzw. sechs Punkte. Rookie Derek Rose erwischte einen rabenschwarzen Tag. Der Point Guard gab zwar acht Vorlagen, aber traf nur einen von neun Wurfversuchen und kam insgesamt auf drei Zähler.

Toronto Raptors - New York Knicks 111:100

Eine ähnlich schlechte Quote wie Rose hatte auch Larry Hughes. Der Guard, der zur Trading-Deadline von Chicago nach New York gewechselt war, traf bei der 100:111-Niederlage der Knicks ebenfalls nur einen seiner neun Versuche.

Die meisten Punkte sammelte Al Harrington. Der Forward erzielte 31 Zähler und war damit bester Akteur auf dem Parkett. Er übertraf damit Torontos Andrea Bargnani, der bei den Gastgebern mit 28 Punkten am häufigsten traf. Neuzugang Shawn Marion kam auf 16 Zähler und sammelte zudem 15 Rebounds.

In der Eastern Conference nehmen Chicago, New York, Indiana und Toronto die Plätze neun, elf, zwölf und 14 ein (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen). Dabei trennen die Raptors als 14. vom Neunten Bulls gerade einmal drei Siege. Allerdings weisen die Kanadier fünf Niederlagen mehr auf.

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