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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Allen Iverson ist auch nach vier Monaten noch nicht richtig in Detroit angekommen © getty

Der Guard ist bei Detroits Niederlage in Cleveland einmal mehr auf verlorenem Posten. Trainer Curry zeigt sich ratlos.

Von Julian Ignatowitsch

München - Während LeBron James nach dem Spiel ausgelassen scherzte, saß Allen Iverson mit versteinerter Miene auf der Bank.

Das Bild hatte Symbolcharakter.

So unterschiedlich die Gemütslage der beiden Superstars war, so unterschiedlich ist nach dem 99:78 der Cleveland Cavaliers gegen die Detroit Pistons auch die Situation der beiden Klubs.

Cleveland führt den Osten mit einer beeindruckenden Bilanz von 43:11 noch vor Meister Boston Celtics an.

Detroit stürzt dagegen immer weiter in die Krise und muss als Siebter der Eastern Conference langsam aber sicher um die Playoff-Teilnahme fürchten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Längste Pleitenserie aller NBA-Teams

Die Pistons haben mit nun sechs Niederlagen in Folge die längste Pleitenserie aller NBA-Teams - und Spiele in Miami, New Orleans, Orlando und Boston vor sich.

Bei Trainer Michael Curry macht sich zunehmend Ratlosigkeit breit: "Das ist enttäuschend. Wir haben über Vertrauen und Teamgeist geredet - und nichts davon umgesetzt."

Iverson: "Wie Fremdkörper"

Nach einer desolaten ersten Halbzeit lagen die Pistons bereits mit 34:67 zurück und hatten praktisch keine Chance mehr auf den Sieg.

Erst als Cavs-Coach Mike Brown Superstar LeBron James und andere Schlüsselspieler schonte, konnte Detroit noch etwas Schadensbegrenzung betreiben.

Iverson konstatierte eine "miserable Leistung" und nahm sich dabei nicht aus. "Wir haben alle gewirkt wie Fremdkörper."

Der Guard war bei seinem 48. Spiel für die Pistons einmal mehr auf verlorenem Posten und wirkte isoliert.

West gibt gelungenes Comeback

Sein Gegenüber James freute sich dagegen über ein gelungenes Comeback von Teamkollege Delonte West.

"War der verletzt", lachte James in Anspielung auf die einmonatige Pause, die West aufgrund eines Handgelenkbruchs absitzen musste. "Wow. Er hat wirklich toll gespielt. Gut, dass Delonte zurück ist."

Tatsächlich stahl Rückkehrer West dem "King" ein ums andere mal die Show und beendete das Spiel als bester Werfer (25 Punkte).

Milwaukee Bucks - Denver Nuggets 120:117

Eine knappe 117:120-Niederlage musste Iversons Ex-Klub, die Denver Nuggets, in Milwaukee hinnehmen.

Bucks-Forward Charlie Villanueva unterstrich dabei seine ausgezeichnete Form und führte sein Team mit 36 Punkten, fünf Rebounds und vier Assists zum Sieg.

"Ich war heiß", kommentierte Villanueva knapp. Als Achter im Osten sitzen die Bucks den krisengeschüttelten Pistons im Nacken.

Orlando Magic - Miami Heat 122:99

Kurzen Prozess machten die Orlando Magic mit den Miami Heat. Beim 122:99 wehrte sich bei den Heat nur ein Spieler gegen die Niederlage. Dwyane Wade erzielte 50 Punkte - und damit mehr als seine elf Teamkollegen zusammen (49).

Orlando überzeugte mit einer geschlossenen Teamleistung: Angeführt von Dwight Howard (32 Punkte, 17 Rebounds) punkteten alle Spieler in der Startaufstellung zweistellig.

"Das war heute eine klare Sache. Aber wenn Dwyane einmal in die Hall of Fame aufgenommen wird und seine besten Spiele aufgelistet werden, dann stehen da 50 gegen Orlando - wir werden das ganze Bild ausfüllen", scherzte Magic-Coach Stan Van Gundy.

"Ich habe ihn ja selbst mal trainiert und immer gemocht, doch mittlerweile ist unser Verhältnis angespannt", schob er lachend nach.

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