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Dirk Nowitzki gelang in San Antonio in mehr als 40 Minuten Spielzeit nur ein Assist © getty

Gegen die Spurs, die erstmals auch ohne Duncan antreten, stellen die Mavs eine Negativrekord auf. Parker ist nicht zu halten.

Von Michael Spandern

München - Wieder eine Schlappe für die Dallas Mavericks im Texas-Derby. Vier Tage, nachdem Dirk Nowitzki beim 86:93 bei den Houston Rockets sein schwächstes Saisonspiel abgeliefert hatte (Nowitzki enttäuscht im Texas-Derby) , verloren die Mavs auch ihr Gastspiel bei den San Antonio Spurs.

Zwar schaffte Nowitzki bei der 76:93 (44:50)-Niederlage mit 14 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double, erzielte aber nur fünf Punkte mehr als gegen die Rockets und traf nur jeden dritten Wurf.

Auf der Gegenseite war Tony Parker nicht zu halten: Der französische Spielmacher kam auf 37 Punkte sowie zwölf Assists und machte das Fehlen des All-Star-Forward Tim Duncan vergessen, der wegen einer Entzündung im rechten Knie erstmals in dieser Saison aussetzte.

Auch Ginobili außen vor

Duncan wärmte sich zwar noch auf, winkte dann aber ab. Spurs-Coach Gregg Popovich war von der Schwere Duncans Verletzung überrascht: "Morgens ging es ihm noch gut, aber am Abend konnte er das Knie nicht bewegen." Die Blessur soll nun am Mittwoch näher untersucht werden.

Doch Dallas schlug die einmalige Chance in den Wind, gegen die auch um Manu Ginobili (Überlastungssymptome im rechten Sprunggelenk) geschwächten Gastgeber zu siegen, und lieferte die geringste Punktausbeute der Saison ab.

"Ich kann mich nur schütteln, wenn ich mir ausmale, was passiert wäre, wenn auch noch Duncan und Ginobili gespielt hätten", war Mavericks-Trainer Rick Carlisle hernach bedient.

Barea führt Dallas heran

Sein Team habe sich nur rund sechs Minuten ernsthaft gewehrt und habe den Hintern versohlt bekommen. Die Mavericks, die ihrerseits auf den Top-Reservisten Jason Terry (Handbruch) verzichten mussten, lagen bereits nach knapp zehn Minuten 15:26 hinten.

Bis auf einen Korb war Parker an allen Spurs-Punkten beteiligt: "Wir waren nicht aggresiv genug gegen ihn", meinte Nowitzki. "Was er auch wollte, er hat es bekommen."

Allerdings kämpfte sich Dallas dank des Puertoricaners J.J. Barea (16 Punkte) im zweiten Viertel noch mal auf 29:32 heran.

Auch Howard mit schwacher Quote

Erst im dritten Viertel setzte sich San Antonio nach einem Dreier von Michael Finley zum 65:54 wieder zweistellig ab. Die Gäste kamen nicht mehr näher als auf neun Punkte heran, da auch Topscorer Josh Howard (19 Punkte) seine Chancen zu selten nutzte und nur fünf seiner 17 Wurfversuche verwandelte.

Durch die 23. Niederlage im 56. Saisonspiel fallen die Mavericks auf den achten Platz der Western Conference zurück und haben nur noch einen knappen Vorsprung vor den neuntplatzierten Phoenix Suns (32 Siege, 24 Niederlagen). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die Suns hingegen festigten mit dem dritten Sieg nacheinander den zweiten Platz im Westen. Sie haben einen Sieg mehr und drei Niederlagen weniger als die Denver Nuggets auf dem Konto.

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