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Dwyane Wade (r.) erzielte sein zwölftes Double-Double der Saison © getty

Dwyane Wade knackt bei Miamis Sieg wieder einen Karriererekord, die Pistons-Krise spitzt sich zu. Die Bulls schlagen Orlando.

Von Michael Spandern

München - Nur zwei Tage nach seinem 50-Punkte-Festival in Orlando (50 Wade-Punkte reichen nicht) hat Dwyane Wade erneut eine Karriere-Bestmarke aufgestellt.

Der Spielmacher der Miami Heat steuerte neben 31 Punkten stolze 16 Assists zum 103:91 (52:51)-Heimsieg über die Detroit Pistons bei.

Gleichzeitig stürzte der Finals-MVP von 2006 den Meister von 2004 tiefer in die Krise: Die Pistons verloren ihre siebte Partie nacheinander, fielen auf den siebten Platz zurück und sind mit Allen Iverson höchstens noch Mittelmaß. Seit der ehemalige Liga-Topscorer aus Denver kam, hat Detroit nur 23 von 51 Spielen gewonnen.

Wade übernimmt im Schlussviertel

Miami festigte hingegen mit dem 30. Erfolg im 56. Spiel den fünften Platz im Osten.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Wade traf elf seiner letzten 16 Wurfversuche und war vor allem im vierten Abschnitt der entscheidende Mann, als die Pistons bis auf sechs Zähler verkürzt hatten. "Ich kann nur sagen: MVP", ernannte sein Teamkollege Mario Chalmers Wade zum wertvollsten Spieler der Liga.

Die Pistons, die in Iverson (22 Punkte) und Tayshaun Prince (18) ihre besten Werfer hatten, weisen nun mit 27 Siegen und 28 Niederlagen erstmals seit acht Jahren eine negative Bilanz auf.

Howards Double-Double zu wenig

Die drittplatzierten Orlando Magic kamen beim 102:120 in Chicago unter die Räder.

Zwar stemmte sich "Superman" Dwight Howard mit 26 Punkten und zwölf Rebounds gegen die 15. Saisonniederlage, doch bei den Bulls trafen gleich sieben Akteure zweistellig.

Rookie-Spielmacher Derrick Rose (22 Punkte) und Shooting Guard Ben Gordon (20) ragten heraus bei den Gastgebern, die als Neunte Anschluss an die Playoff-Plätze haben.

Die drei Neuen schlagen ein

Der achte Sieg in den vergangenen zwölf Partien ging aber auch auf das Konto der drei erst am Donnerstag im Tausch für Larry Hughes gekommenen Neuen: Rückkehrer Tim Thomas erzielte 17 Punkte, John Salmons elf, und Center Brad Miller verbuchte neben neun Punkten sieben Rebounds und fünf Assists.

"Wir haben Einwechselspieler, die wissen wie's geht. Das ist eine große Hilfe", schloss sich Thomas gleich ins Lob mit ein. Wie Salmonds und Miller bekam er über 20 Minuten Spielzeit.

Orlando, das kurz vor Ende des dritten Viertels auf 82:83 herankam, leistete sich 15 Ballverluste und war an den Brettern unterlegen. Da halfen auch Hidayet Türkoglus 16 Punkte nichts.

Rockets bauen Heimserie aus

Die Houston Rockets stellten gegen die Portland Trail Blazers klar, dass auch ohne den vor einer Operation stehenden Tracy McGrady mit ihnen zu rechnen ist.

Die Texaner gewannen dank 21 Punkten von Ron Artest und 20 von Aaron Brooks 98:94 und zogen dadurch an den Gästen vorbei auf den vierten Platz im Westen. Die Rockets, bei denen auch Luis Scola (15 Punkte, elf Rebounds) großen Anteil am Erfolg hatte, sind nun seit acht Spielen zu Hause unbesiegt - ihre längste Serie in dieser Saison.

Brandon Roy kam auf 24, LaMarcus Aldridge auf 21 Punkte für Portland, das sich von 89:75 noch auf 90:92 herankämpfte. Dann brachten Brooks und Artest den Rockets-Sieg in trockene Tücher.

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