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Jason Terry war mit 19,9 Punkten das Energiebündel von der Bank © getty

Im Westen plagen sich die Top Teams mit Verletzungen herum. Es gibt kein Team, das nicht betroffen ist. Sport1.de analysiert die Lage.

München - Die Chancen, dass Jason Terry bald auf die Bank der Dallas Mavericks zurückkehren wird, sind eher gering.

Denn die Heilung seines gebrochenen Handwurzelknochen verläuft langsamer als erwartet. "Sechs Wochen", gab sich Terry geknickt. "Das ist das erste Mal, dass die Ärzte mir einen Zeitplan vorgelegt haben."

Demnach würde der Shooting Guard erst Ende März ein Comeback geben und wichtige Wochen gerade im Hinblick auf die Playoffs verpassen.

Aber Terry ist nicht der einzige verletzte Star. In der Western Conference übertreffen sich die ersten neun Teams der Tabelle an Hochkarätern, die verletzt ausfallen oder gerade erst zurückgekehrt sind.

Sport1.de gibt einen Überblick über die Verletztensituation.

1. Los Angeles Lakers:

Center Andrew Bynum zog sich Anfang Februar einen Bänderriss im Knie zu und fällt acht bis zwölf Wochen aus. Damit wäre er frühestens in den Playoffs wieder verfügbar. Abzuwarten bleibt dann allerdings, ob Trainer Phil Jackson Bynum nach der langen Pause überhaupt einsetzen wird. (Spielplan der Lakers)

In der Regular Season bestreiten die Lakers noch zehn direkte Duelle mit acht weiteren Playoff-Kandidaten.

2. San Antonio Spurs:

Die Texaner hat es derzeit schwer getroffen: Manu Ginobili fällt mindestens noch drei Wochen aus und Tim Duncan fehlte zuletzt zwei Spiele aufgrund einer Sehnenreizung am Oberschenkelmuskel. Doch statt einzubrechen, riss Tony Parker in Abwesenheit des Duos das Ruder an sich und führte die Spurs mit 37 bzw. 39 Punkten von Sieg zu Sieg.

Wann Duncan zurückkehrt ist noch nicht klar, allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass die Spurs ohne ihren Go-to-Guy das Tempo halten können. Bis zum Ende der Regular Season warten noch zehn direkte Duelle mit den weiteren Playoffkandidaten. (Spielplan der Spurs)

3. Denver Nuggets:

Sechs Siege Vorsprung auf Rang zwei hatten die Nuggets noch zu Wochenbeginn in der Northwest Division. Fünf Tage später waren es nur noch drei. Ein Grund dafür ist die Verletzung von Center Nene. Der Brasilianer leidet an einer Knochenstauchung, die ihn voraussichtlich noch zwei weitere Spiele außer Gefecht setzen wird.

Allerdings ist er bis zur heißen Phase Anfang März, wenn die Nuggets innerhalb kürzester Zeit auf Portland, Utah und Houston treffen, wieder fit. (Spielplan der Nuggets)

4. Houston Rockets:

Für die Rockets ist das Thema Tracy McGrady für diese Saison vorzeitig beendet. Der Shooting Guard hat sich einer Knie-OP unterzogen und steht den Rockets die restlichen Partien nicht zur Verfügung.

Zudem sind Ron Artest, Shane Battier und Yao Ming immer wieder angeschlagen und verpassten in dieser Saison zusammen bereits 38 Spiele. Dies könnte sich insbesondere in der Schlussphase, wenn die Rockets neun der letzten 15 Spiele gegen die direkten Kontrahenten austragen, zum Verhängnis werden. (Spielplan der Rockets)

5. Portland Trail Blazers:

Die Blazers haben sich trotz der vielen Verletzungen - Steve Blake, Greg Oden, Rudy Fernandez - eingespielt und wahren die Chance auf den Divisionssieg. Kehrt Oden demnächst verletzungsfrei zurück und kann sein Potenzial ausspielen, haben die Blazers ein großes Plus auf ihrer Seite. (Spielplan der Trail Blazers)

6. New Orleans Hornets:

Tyson Chandler war bereits nach Oklahoma City transferiert. Doch eine Zehenverletzung warf den Deal noch einmal komplett über den Haufen. Gegen Sacramento kehrt der Center zurück aufs Feld und zeigte, wie wichtig er für die Hornets ist.

Im März, in dem die Hornets nur auf vier direkte Playoffkonkurrenten treffen, haben sie Zeit sich einzuspielen, ehe in den letzten sieben Saisonspielen Begegnungen gegen Utah, Phoenix, zweimal Dallas, Houston und San Antonio anstehen. (Spielplan der Hornets)

7. Utah Jazz:

Am Montag gegen Atlanta durften die Jazz Premiere feiern. Erstmals in dieser Saison standen Coach Jerry Sloan alle Starter und Topreservisten zur Verfügung. Mit Carlos Boozer kehrte Utahs letztes heißes Eisen in Kader zurück.

In den kommenden Wochen haben die Jazz nun Zeit, an der Abstimmung zu feilen, denn erst mit Ablauf der Saison warten die direkten Duelle mit den Topmannschaften aus dem Westen. Dann knallt es aber richtig: neun der letzten 13 Gegner sind direkte Konkurrenten. (Spielplan der Jazz)

8. Dallas Mavericks:

Die Mavs haben eine große Chance vergeben, als sie gegen die Spurs unterlagen, die ohne Tim Duncan und Manu Ginobili angetreten waren. Vor allem, da in den kommenden Wochen noch Duelle mit direkten Kontrahenten anstehen, und die Texaner dabei weiter auf Terry verzichten müssen. (Spielplan der Mavericks)

9. Phoenix Suns:

Die Suns haben die schlechtesten Karten aller Teams. Das Saisonaus von Amare Stoudemire nach der Augen-OP ist so gut wie sicher und dem Team aus Arizona entgehen somit knapp 22 Punkte und acht Rebounds.

Steve Nash ist angeschlagen und musste zuletzt immer wieder die eine oder andere Partie aussetzen. Zudem benötigt Shaquille O'Neal in seinem fortgeschrittenen Alter immer wieder eine Auszeit. (Spielplan der Suns)

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