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Ben Wallace (l.) wechselte letzte Saison von Chicago nach Cleveland © getty

Neben dem Spiel verliert Cleveland seinen besten Verteidiger. "King James" gelingt in seiner bisherigen Karriere Einzigartiges.

Von Rainer Nachtwey

München/Houston - Die 74:93-Niederlage gegen Angstgegner Houston Rockets war allein nicht genug: Die Cleveland Cavaliers verloren beim Spiel in Houston Defensiv-Spezialist Ben Wallace.

Der Power Forward brach sich im zweiten Viertel bei einem Laufduell mit Houstons Yao Ming das Wadenbein und wird den Cavs voraussichtlich vier bis sechs Wochen fehlen. 72318(Die Bilder)

"Ich habe mir noch nie den Arm oder das Bein gebrochen, noch nie so eine schwerwiegende Verletzung zugezogen seit ich Basketball spiele", schimpfte Wallace. "Ich bin mittlerweile 34 Jahre alt, da kann ich jetzt keine gebrochenen Knochen mehr gebrauchen."

"Herber Verlust"

Zu den Playoffs werde er wieder fit sein, gab sich Wallace selbstsicher. "Ich würde gerne vorher wieder spielen, aber das wird knapp", führte er weiter aus.

Wallace, der mit den Detroit Pistons 2004 den Titel gewann, äußerte vor allem seine Bedenken, ob er nach der Pause seinem Team direkt helfen kann: "Ich weiß es nicht. Schließlich bin ich vollkommen aus dem Rhythmus, wenn ich wieder angreife."

Trainer Mike Brown war nach der Verletzung sichtlich geknickt.

"Das ist ein herber Verlust für uns", sagte der Trainer und richtete gleichzeitig einen Appell an seine Mannschaft: "Jetzt muss ein anderer für Ben in die Bresche springen."

James erstmals ohne Assist

In Houston gelang dies vorerst keinem. Aber es lief auch nicht, solange Wallace auf dem Feld war.

Vor allem Superstar LeBron James haderte mit dem Gegner. "Wir kommen gegen Hosuton einfach nicht zurecht", sagte "King James", der erstmals nach 493 NBA-Spielen - inklusive Playoffs - keine Vorlage verbuchten konnte.

"Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem ich nicht mindestens ein Assist hatte", sagte der 24-Jährige. "Aber wir haben generell nicht gut gespielt, den Ball nicht in unseren Reihen kreisen lassen."

Schwächste Ergebnisse der Saison

Und auch seine Trefferquote aus dem Feld war alles andere als gut. Nur 7 seiner 21 Würfe (21 Punkte) fanden ihr Ziel und auch seine Mannschaftskameraden machten es nicht besser.

Am Ende stand eine Quote von 34 Prozent (27 aus 80) zu Buche - so schlecht wie in keinem Saisonspiel zuvor.

Zudem legten die Cavaliers im ersten und dritten Viertel mit elf und zehn Punkten jeweils den schlechtesten Wert der Saison hin.

"Sie wollten, dass wir die Sprungwürfe nehmen, das haben wir gemacht, aber nichts getroffen", gab sich Brown enttäuscht.

Wichtiger Sieg für Rockets

Bei den Rockets hingegen läuft es derzeit - und das ohne Tracy McGrady. Nach dessen Saisonaus aufgrund einer Knie-OP gewannen die Rockets alle fünf Spiele seit dem All-Star-Break und behaupten Rang vier im Westen. (Ergebnisse und Tabellen)

"Das war ein großer Sieg für uns", freute sich der chinesische Center Ming, der 13 seiner 15 Würfe versenkte und insgesamt auf 28 Punkte kam. "Wir haben gegen eines der besten Teams der Liga gewonnen. Das zeigt uns, dass wir weit kommen können."

Los Angeles Lakers - Phoenix Suns 132:106

Die Nummer eins im Westen bleiben die Los Angeles Lakers. Die Mannschaft um Starspieler Kobe Bryant setzte sich gegen die Phoenix Suns deutlich mit 132:106 durch.

Bester Werfer auf Seiten der Gastgeber war jedoch nicht Bryant, er kam ?nur? auf 22 Punkte, sondern Lamar Odom, der 23 Zähler verbuchte.

Neben dem Duo punkteten auch Pau Gasol (16 Zähler), Sasha Vujacic (14), Jordan Farmar (12) und Trevor Ariza (10) im zweistelligen Bereich.

Tucker gibt Debüt in der Startformation

Bei den Suns, die neben dem langzeitverletzten Amare Stoudemire auch auf Point Guard Steve Nash verzichten mussten (Western-Lazarett: Mavs unter Zugzwang), war Leandro Barbosa mit 18 Punkten bester Akteur.

Für Nash rückte erstmals Alando Tucker in die Starting Five. Und der letztjährige Rookie schlug sich recht wacker. Der Forward traf sieben seiner elf Würfe und kam auf 16 Punkte.

In der Western Conference liegen die Suns weiter auf Rang neun, zwei Siege hinter dem letzten Playoff-Platz, den derzeit die Dallas Mavericks mit einer Bilanz von 34:23 einnehmen.

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