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Dirk Nowitzki im Eins-gegen-Eins gegen Oklahomas Thabo Sefolosha (l.) © getty

Dallas sieht schon wie der sichere Verlierer gegen Oklahoma City aus. Dann dreht Nowitzki mächtig auf.

Von Roland Schekelinski

München/Dallas - Manchmal braucht man einfach Glück. Und manchmal ist das Glück des einen das Pech des anderen.

So jedenfalls geschehen beim 110:108-Heimsieg der Dallas Mavericks über die Oklahoma City Thunder.

Knapp viereinhalb Minuten vor Ende des ersten Viertels verstauchte sich Oklahomas Kevin Durant den rechten Knöchel und musste vom Feld.

Wie lange Durant ausfallen wird, ist noch unklar.

Doch zunächst konnten die Mavericks aus diesem harten Schlag für die Thunder - Durant ist immerhin der vierbeste Scorer der NBA - keinen Vorteil ziehen. Ganz im Gegenteil.

Für den ausgefallenen Durant sprangen Russell Westbrook (33 Punkte) und Jeff Green (28 Punkte) in die Bresche.

Und Mitte des vierten Viertels sahen die Gäste bereits wie der sichere Sieger in Dallas' American Airlines Center vor 20.007 Zuschauern aus.

Achterbahnfahrt in die Verlängerung

Mit zwölf Punkten lag Oklahoma fünf Minuten vor dem Ende vorne - dann bließ Dirk Nowitzki zur eilends inszenierten Aufholjagd, die den Mavericks 26 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit eine 95:90-Führung bescherte. Nowitzki erzielte allein in dieser kurzen Zeitspanne zwölf Punkte.

In den letzten 22 Sekunden hatten die Thunder dank Westbrook ein Mini-Comeback. Der Point Guard verwandelte zunächst zwei von drei Freiwürfen, nachdem er bei einem Drei-Punkte-Versuch von Jason Kidd (zehn Punkte, 13 Assists, vier Steals) gefoult worden war.

Und 17 Sekunden vor Schluss dann der Schock für Dallas: Westbrook setzte einen Dreier in den Korb, die Mavericks kamen zu keinem Wurfversuch mehr, weil sich Josh Howard (13 Punkte, drei Rebounds, drei Assists) zwei Sekunden vor Ende von Kyle Weaver den Ball abnehmen ließ.

Nowitzki führt Dallas zum Sieg

In der Verlängerung war dann allerdings Verlass auf Dirk Nowitzki. 41 Punkte erzielte der deutsche Power Forward insgesamt, allein 17 davon im letzten Viertel und in der Overtime. (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Der Deutsche wusste, dass das Spiel auch hätte anders ausgehen können. "Das war definitiv ein glücklicher Sieg. Es passiert ja nicht oft, dass man so kurz vor Schluss so weit zurückliegt und dann noch mal zurückkommt."

"Wir sind hier lebend raus gekommen"

Auch Mavericks-Coach Rick Carlisle sah es so wie sein Superstar: "Wir hatten Glück. Aber: Wir sind hier heute lebend raus gekommen. So einfach ist das. Und wir waren selbst verantwortlich für die Dinge, die uns zunächst ins Hintertreffen gerieten ließen."

"Wir haben es dann irgendwie doch noch hingekriegt", sagte Jason Kidd. "Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen."

Dallas bleibt auch nach dem 35. Sieg im 58. Saisonspiel Vierter in der Southwest Division - hinter den New Orleans Hornets (35:22).(Ergebnisse und Tabellen)

Am Sonntag empfangen die Mavericks die Toronto Raptors, bevor es dann schon am Montag zur Revanche nach Oklahoma City geht.

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