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Dennis Schröder spielte drei Jahre, zunächst in der ProB, für Braunschweig © imago

Bei SPORT1 spricht Deutschlands neuer Basketball-Stern über den Draft, die Voraussetzungen in Atlanta und seine Erfolgsformel.

Von Annette Bachert

Atlanta/München - Mit 19 Jahren ausgezogen, um Amerika zu erobern: Für Deutschlands neuen Basketball-Star Dennis Schröder ist mit dem Wechsel in die NBA ein Traum wahr geworden.

Der Spielmacher, jüngster All-Star in der Geschichte der Beko BBL, mischte zunächst wie Dirk Nowitzki den Hoop Summit auf und beseitigte so die letzten Zweifel daran, dass er auf der ganz großen Bühne bestehen kann.

Und so wurde der Sohn einer gambischen Mutter in der ersten Runde des NBA-Drafts rekrutiert, an 17. Position riefen die Atlanta Hawks den 1,86 Meter großen Schlaks auf.

Draft mit der Familie verfolgt

Mit seinem Wechsel von den New Yorker Phantoms Braunschweig in die NBA hat er zudem ein Versprechen an seinen vor vier Jahren verstorbenen Vater eingelöst. Ihm hatte er versichert, alles zu geben, um seinen NBA-Traum zu verwirklichen.

Weil die Liga jedoch versäumt hatte, Schröder zum Draft nach New York einzuladen, verfolgte der Point Guard das Geschehen mit seiner Familie von zu Hause in Braunschweig aus - und erlebte einen emotionalen Abend.

Im SPORT1-Interview spricht Deutschlands neuer Basketball-Stern über den Draft, seine Chancen in Atlanta und seine Erfolgsformel.

SPORT1: Herr Schröder, erst einmal Glückwunsch zum Wechsel in die NBA. Was bedeutet Ihnen dieser Schritt?

Dennis Schröder: Es ist so viel in so kurzer Zeit passiert, dass man das erst Stück für Stück realisieren kann.

SPORT1: Können Sie beschreiben, was in Ihnen vorging, als beim Draft Ihr Name vorgelesen wurde?

Schröder: Reine Freude. Gleichzeitig habe ich das Versprechen, das ich meinem Vater gegeben habe, eingelöst. Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben.

SPORT1: Sie wurden von den Atlanta Hawks an Position 17 gedraftet. Das ist auch ihre bisherige Trikot-Nummer gewesen. Glauben Sie an Schicksal?

Schröder: Es passt halt. Jetzt muss ich hart arbeiten, um mich hier durchzusetzen.

SPORT1: Welche Eindrücke haben Sie aus Ihrer ersten Pressekonferenz bei den Hawks mitgenommen?

Schröder: Wieder so viel in so kurzer Zeit. Es war super. Hier ist alles super organisiert und hoch professionell.

SPORT1: Welche Unterschiede zu Deutschland sind Ihnen als erstes aufgefallen?

Schröder: Natürlich die Sprache, aber hier ist alles viel größer. Man merkt sofort, dass man in der NBA ist. Hier kann ich mich zu 100 Prozent auf Basketball konzentrieren.

SPORT1: Wie sehr hatten Sie sich gewünscht, zu den Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki zu kommen?

Schröder: Ich wollte einfach nur in der ersten Runde genommen werden. Hier kann man sich nicht aussuchen, wo man hinkommt. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich in Atlanta gelandet bin. Hier sehen die Chancen gut aus, und alle sind sehr hilfsbereit.

SPORT1: Auf Ihrer Position spielt bei den Hawks Jeff Teague. Wie schätzen Sie ihre Chancen ein, ihn aus der Starting Five verdrängen zu können?

Schröder: Schritt für Schritt. Eins nach dem anderen.

SPORT1: Woran müssen Sie noch an sich arbeiten, um in der NBA bestehen zu können?

Schröder: Ich arbeite täglich und habe hier alle Mittel, um mich wirklich zu verbessern. Mein Motto: Harte Arbeit zahlt sich aus.

SPORT1: Haben Sie Angst davor, dass Ihr NBA-Abenteuer ähnlich kurz wird, wie das von Tim Ohlbrecht bei den Houston Rockets?

Schröder: Ich habe keine Angst. Ich trainiere hart und dann werden wir sehen. Ich bin guter Dinge.

SPORT1: Was bedeutet es Ihnen, dass Sie mit dem Wechsel in die NBA das Versprechen an Ihren Vater einlösen konnten?

Schröder: Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.

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