vergrößernverkleinern
Noch vor vier Tagen erzielte Nowitzki gegen Oklahoma 41 Punkte © getty

Trotz eines Schlussspurtes verliert Dallas in Oklahoma City und zeigt eine schwache Vorstellung. Vor allem der Trainer ist wütend.

Von Dustin Werk

München/Oklahoma City - Die einzige Konstante bei den Dallas Mavericks ist ihre Inkonstanz.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge mussten die Texaner eine herbe 87:96-Pleite bei den ersatzgeschwächten Oklahoma City Thunder hinnehmen.

Die zwei besten Scorer der Thunder, Kevin Durant und Jeff Green, mussten verletzt zuschauen, wie Russell Westbrook für sie ihn die Bresche sprang.

Der Rookie überragte mit seinem ersten Triple-Double und stellte den Meister des Triple-Double, Jason Kidd, in den Schatten.

Aufholjagd zu wenig

Noch vor vier Tagen hatte Dallas Oklahoma City nach Verlängerung bezwungen, angeführt von 41 Punkten von Dirk Nowitzki (Nowitzki-Watch)

Dieses Mal behielten die Thunder die Oberhand, denn die Aufholjagd der Mavericks im letzten Viertel reichte nicht aus, um die junge Truppe nochmal in Schwierigkeiten zu bringen.

Zwar erzielte Nowitzki im Schlussabschnitt 16 Zähler und verkürzte den Rückstand mit einem Dreier knapp vier Minuten vor dem Ende auf 84:88.

Doch es waren nicht nur die letzten seiner 28 Punkte, sondern auch des Mavericks-Schlussspurts.

Coach Carlisle schimpft

Thunder Kyle Weaver antwortete mit fünf Punkten seinerseits, stoppte den Lauf von Dallas und brachte den Sieg für Oklahoma City nach Hause.

Mavericks-Coach Rick Carlisle war wütend, weil Dallas die Thunder unterschätzt zu haben schien.

"Die ersten drei Viertel waren eine erbärmliche Vorstellung von einem Team, das das Bestreben hat, in die Playoffs zu kommen und die Tabelle hochzuklettern", schimpfte Carlisle.

Terry wieder da

Auch die gute Vorstellung von Jason Terry in seinem zweiten Spiel nach seiner Verletzung, täuschte nicht über die schlechte Leistung Mannschaftsleistung der Texaner hinweg.

Terry traf vier seiner acht Drei-Punkte-Würfe und kam am Ende auf seinen Saisonschnitt von 20 Zählern. Neben Nowitzki und Terry traf kein Maverick zweistellig.

Kidd war mit neun Punkten drittbester Scorer, legte fünf Körbe vor und stahl sechs Mal den Ball vom Gegner.

Von elf eingesetzten Mavericks, spielten zehn länger als zwölf Minuten und konnten doch nicht überzeugen.

Howard zur Pause raus

Josh Howard musste zur Pause beim Stand 48:44 für Oklahoma City in der Kabine bleiben, weil ihm sein ohnehin angeschlagener Knöchel wieder Probleme bereitete.

Mit seinem Ausscheiden zur Halbzeit verloren die Mavs den Faden. Früh in der zweiten Hälfte legte OKC einen 18:3-Lauf hin und erhöhte auf 68:49. In der letzten Minute des dritten Viertels führte die junge Oklahoma-Truppe gar mit 23 Zählern.

"Wir machen nur Quatsch die ersten drei Viertel und dann wollen wir, dass Jason Kidd uns mit Steals, seinem Einsatz und Fast-Break-Möglichkeiten da wieder herausholt", meckerte Carlisle.

Nach jetzt fast dreiviertel der Saison, sollte sich der Coach fragen, warum Dallas immer wieder solch schwache Spiele ohne Einsatz und Siegeswillen zeigt (Spielplan und Ergebnisse)

Westbrooks Triple Double

Einzig Dirk Nowitzki überzeugte mit Willen, konnte aber in den letzten vier Minuten auch nichts mehr entgegensetzen. Der Deutsche fing zudem fünf Rebounds und gab sechs Assists.

Nach der Niederlage ist Dallas jetzt nur noch zwei Siege vor den auf Platz neun liegenden Phoenix Suns.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel