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Shaquille O'Neal (l.) kam 2008 von Miami zu den Phoenix Suns © getty

Shaquille O'Neal macht beim Gastspiel der Suns in Orlando im Duell gegen Dwight Howard in vielerlei Hinsicht keine gute Figur.

Von Felix Götz

München/Orlando - Vier Jahre lang ging Shaquille O'Neal für die Orlando Magic unter den Körben auf Jagd - aber seine Rückkehr in die Amway Arena hatte er sich sicherlich ganz anders vorgestellt.

Zum einen siegte Orlando gegen seine Phoenix Suns mit 111:99, zum anderen ging der 147-Kilogramm-Koloss im dritten Viertel nach einem Duell mit "Superman" Dwight Howard krachend zu Boden. (DATENCENTER: Ergebnisse)

"Ich war geschockt. Total geschockt", sagte selbst Magic-Coach Stan Van Gundy nach der atemberaubenden Szene.

Howard, der auf 21 Punkte und 8 Rebounds kam, brachte O'Neal (19 Zähler, 11 Rebounds) mit vollem Körpereinsatz, aber fair, zu Fall und stopfte den Ball mit einem spektakulären Dunking über Shaq hinweg in den Korb.

O'Neal rutschte währenddessen hilflos auf dem Rücken liegend in Teamkollege Matt Barnes und Magic-Guard Rafer Alston hinein, die beide wie Bowling-Pins zur Seite flogen - die Halle tobte.

Lewis überragend

Nicht nur wegen dieser Szene, sondern auch, weil die Magic, abgesehen von zu vielen Turnovers (24), eine starke Partie boten.

Hauptverantwortlich dafür war Rashard Lewis, der mit 29 Punkten und 12 Rebounds der überragende Akteur auf Seiten von Orlando war. (Showdown der MVP-Anwärter)

Trotzdem blieb die Partie spannend, auch weil Jason Richardson Phoenix mit seinen 27 Zählern im Spiel hielt.

10:0-Lauf bringt Entscheidung

Ins letzte Viertel gingen die Suns sogar mit einer 3-Punkte-Führung. Dann kam der nächste unglückliche Auftritt von Shaq.

Nachdem gegen seinen Teamkollegen Steve Nash (20 Punkte, 8 Assists) ein Foul gepfiffen wurde, reklamierte der 36-Jährige zu heftig - und kassierte ein technisches Foul.

Es folgte ein 10:0-Lauf der Magic, an dem der starke Howard maßgeblich beteiligt war, in dem er sich mehrfach in Eins-gegen-Eins-Situationen herrlich gegen O'Neal durchsetzte.

"Ich kann O'Neal nicht mit Howard vergleichen, weil Dwight die Nummer 1 ist", schwärmte Orlandos Center Marcin Gortat anschließend in höchsten Tönen.

Shaq als schlechter Verlierer

Die Partie war damit entschieden. Neben Lewis und Howard lieferte auch Hedo Turkoglu mit 22 Zählern eine gute Vorstellung ab.

O'Neal gab sich indes als schlechter Verlierer und stichelte etwas hochnäsig gegen den 23-jährigen Howard: "Ich bin wirklich zu alt um unbedingt besser Punkten zu müssen als ein 18-Jähriger. Das ist nicht mehr meine Rolle."

Dass O'Neal glaubte, er hätte im Zweifelsfall mehr Punkte als Howard erzielt, kommentierte dieser so: "Ich respektiere die Älteren. Also lasse ich mich nicht auf ein Wortgefecht ein."

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