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Josh Howard meldete sich mit 27 Punkten nach seinen Knöchelbeschwerden zurück © getty

Die Dallas Mavericks melden sich nach der Drohung ihres Besitzers mit einer engagierten Leistung zurück. Nowitzki überzeugt im Schlussviertel.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Mark Cuban war kaum zu halten: Der Besitzer der Dallas Mavericks jubelte ausgelassen und ließ dabei seine Fäuste auf und nieder fahren wie ein Boxer.

So eben hatte Dirk Nowitzki Cubans Mavericks mit einem Dreier 4:38 Minuten vor Ende der Partie 96:88 in Führung gebracht.

Fünf Minuten später strahlte Cuban über das ganze Gesicht, seine Drohung - "Ich schmeiße alle raus" (Artikel) - hatte Wirkung gezeigt.

Mit 107:102 gewannen "Los Mavs" in der "Noche Latina" das texanische Derby gegen die San Antonio Spurs. Beide Teams traten zu Ehren der hispanischen Einwohner Texas' mit dem Schriftzug "Los Mavs" bzw. "Los Spurs" auf ihren Trikots an.

Cuban bleibt zurückhaltend

"Das war ein schöner Erfolg", blieb Cuban erstaunlich ungewohnt zurückhaltend. "Wenn wir jedes Mal mit so einer Intensität spielen wie heute, bei jedem einzelnen Ballbesitz, dann können wir jedes beliebige Team schlagen. Jetzt liegt es an den Jungs, dies zu beweisen."

Dabei musste Cuban zwischenzeitlich noch einmal um den Erfolg zittern, als "Los Spurs" - angeführt von Tony Parker - durch einen 10:2-Lauf noch einmal auf 100:102 verkürzten.

Howard punktbester Maverick

Doch Josh Howards einzige zwei Punkte im Schlussabschnitt und ein Dreier von Jason Kidd brachten die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber.

"Wir haben uns gut zurückgemeldet. Für uns ist jeder Sieg enorm wichtig und wir haben heute unbedingt einen Erfolg gebraucht", sagte Howard der 20 seiner 29 Punkte in der ersten Hälfte erzielte.

Damit war Howard bester Werfer der Mavericks, blieb aber in der Schlussphase blass. Ganz im Gegenteil zu Nowitzki. (Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Nowitzki dreht im Schlussabschnitt auf

Der Würzburger brachte die Mavericks nicht nur mit einem Assist auf Erick Dampier und fünf Zählern in Serie die Zehn-Punkte-Führung im Schlussabschnitt (98:88), er bereitete auch den entscheidenden Dreier von Kidd vor, als er Jason Terrys Gegenspieler zum Doppel auf sich zog, den Pass auf Terry spielte, der Kidd die Vorlage zum offenen Dreier gab.

Insgesamt kam Nowitzki auf 24 Punkte, schnappte sich zudem noch zwölf Rebounds und gab fünf Assists.

Kidd schrammte mit 17 Zählern, sieben Rebounds und neun Vorlagen nur knapp an einem Triple-Double vorbei.

Lob von Cuban

"Dirk, Josh und Jason Kidd haben große Führungsqualitäten gezeigt. Jeder hat gut gespielt", lobte Cuban seine Mannschaft, bei der Terry 17 Punkte von der Bank dazusteuerte.

"Ich wusste, dass sie das drauf haben, aber jetzt müssen sie das wieder und wieder beweisen", forderte der Besitzer von seinen Starspielern.

Duncan untröstlich

Die Spurs hatten in Tony Parker ihren besten Punktesammler. Der Point Guard kam auf 37 Zähler und wurde von Roger Mason (23 Punkte), Tim Duncan (19) und Matt Bonner (11) unterstützt.

Das war es dann auch schon mit San Antonios Herrlichkeit, denn der Rest des Teams kam lediglich noch auf neun Zähler.

Auch wenn Tim Duncan die Niederlage auf sich nahm. "Das ist mein Ding. Ich habe grausam gespielt. Egal, ob im Angriff oder der Verteidigung. Ich habe heute offene Würfe und Korbleger vergeigt, das war ein frustrierender Abend", sagte Duncan, der nur sieben seiner 21 Würfe aus dem Feld traf.

Mavs bauen Vorsprung aus

Mit nun 37 Siegen bei 24 Niederlagen festigten die Mavericks den achten und letzten Playoffplatz, bauten den Vorsprung auf die Phoenix Suns - dank deren 129:135-Niederlage in Miami - sogar auf drei Siege aus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

San Antonio ist mit einer Bilanz von 40:20 Zweiter der Western Conference, weist auf die führenden Los Angeles Lakers aber bereits neun Siege Rückstand auf.

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