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Shaquille O'Neal wurde 2008 von den Miami Heat zu den Phoenix Suns getradet © getty

O'Neal kontert die Schwalben-Kritik erbittert und drückt seine Verachtung für Orlandos Coach aus. Der sei ein Meister der Panik.

Von Michael Spandern

München - Es gehört einiges dazu, Shaquille O'Neals Wut zu entfachen.

Stan Van Gundy hat es geschafft. Der Coach der Orlando Magic hatte sich nach der Partie gegen die Phoenix Suns beschwert, dass O'Neal bereitwillig hinfalle und nicht einstecken könne.

Einen Tag später rechnete Shaq schonungslos mit seinem Ex-Trainer, für den er in den Saisons 2004/05 und 2005/06 bei den Miami Heat spielte, ab.

"Ein Meister der Panik"

"Ich habe seinen Kommentar gehört", sagte der 36-Jährige. "Fouls zu schinden heißt für mich, öfter als ein mal hinzufallen. Und als ich versuchte, das Offensivfoul aufzunehmen und zu Boden ging, wurde mir bewusst, dass die Szene mich an seine Trainerkarriere erinnert."

Vom Spott schaltete der "Diesel" zur Schmähung hoch. "Eine Sache, die ich wirklich verachte, sind Schönwettertrainer. Ich weiß, er ist ein Meister der Panik, und wenn für sein Team die Playoffs anstehen und einiges zu tun ist, wird er seine Jungs wegen seiner Panik im Stich lassen."

"Ich habe das erlebt, ich habe für ihn gespielt", erinnerte Shaq, der allerdings hinter den Kulissen die Ablösung Van Gundys in Miami während der Meistersaison der Heat angezettelt haben soll.

Van Gundy nimmt's locker

Van Gundy wiederum sagte dem "Orlando Sentinel", es sähe so aus, als könne O'Neal nur austeilen, aber nicht einstecken.

"Er ist mit der Kritik umgegangen wie mit allem anderen auch", legte Van Gundy nach. "Ich finde das komisch."

"Wie gesagt, wen ich wirklich hasse sind Schönwettertrainer. Ich verachte Schönwetterfreunde." Von Verachtung sprach O'Neal vor den Reportern gleich sechsmal.

"In sehr guter Gesellschaft"

Als er fertig war, hielt er noch einen Journalisten an, um sicherzustellen, dass der dieses Zitat abdruckt: "Nun wird mir klar, warum keiner, der für ihn spielt, ihn mag."

Van Gundy sagte, er sei sich nicht bewusst, dass es zu seiner Zeit als Heat-Coach Probleme mit Shaq gegeben habe.

"Wie dem auch sei. Mich kümmert das nicht allzu sehr. O'Neals Kritik bringt mich in gute Gesellschaft, sehr gute Gesellschaft." Er erinnerte, dass Shaq auch Phil Jackson und Pat Riley kritisiert hatte. Damals war aber von Hass nicht die Rede.

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