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Shaquille O'Neal begann seine Karriere 1992 bei den Orlando Magic © getty

Dwyane Wade ist einfach nicht zu stoppen, nicht einmal durch Fouls. Diese Erfahrung muss auch sein ehemaliger Mitspieler Shaquille O'Neal machen.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - Kurz vor Beginn der Partie umarmten sie sich noch, zum Ende der Partie war es weniger freundlich:

Shaquille O'Neal schickte Dwyane Wade 1:20 Minuten vor Schluss mit ausgestrecktem Arm zu Boden und stand wie Muhammad Ali zu seinen besten Zeiten über seinem K.o.-Opfer.

Wie bei den Ali-Kämpfen war das Duell damit auch beendet - allerdings nur für Shaq.

Für den "Big Diesel" war es bereits das sechste Foul und er durfte die letzten 80 Sekunden von der Bank aus verfolgen und sah seine Phoenix Suns den Sechs-Punkte-Rückstand nicht mehr aufholen.

Mit 129:135 musste sich O'Neal bei seiner Rückkehr nach Miami den Heat um den überragenden Dwyane Wade geschlagen geben, "The Flash" war einfach nicht zu stoppen.

"Dwyane ist mein Mann"

Wade erzielte nicht nur 35 Punkte, sondern bereitete auch 16 Korberfolge seiner Mitspieler vor. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Die Halle rief ihren Liebling sogleich zum MVP aus. Und Wade hatte auf Seiten der Suns sogar einen Fürsprecher.

"Dwyane ist mein Mann. Wäre sicher ganz nett für den Klub, wenn er sich die MVP-Trophäe holen würde", stellte sich O?Neal hinter seinen ehemaligen Mitspieler, mit dem er 2006 seinen vierten Meistertitel gewann. "Aber glaubt mir, er wird noch besser."

Freundlicher Empfang für Shaq

Für O'Neal war es trotz der Niederlage und dem vorzeitigen Spielende eine angenehme Rückkehr nach Miami. Der Center wurde von den Fans gut empfangen und Anti-Shaq-Rufe vom Publikum blieben größtenteils aus.

Coach Erik Spoelstra und Assistenztrainer Bob McAdoo begrüßte er wie viele ehemalige Mitspieler mit einer Umarmung. "Er hat einfach Klasse", sagte Spoelstra.

Klasse war auch seine Leistung. 22 Punkte und acht Rebounds standen am Ende auf dem Spielberichtsbogen.

Von Niederlage genervt

Allerdings war Shaq weitaus weniger gutgelaunt wie zu Beginn. Die 27. Niederlage schlug ihm auf den Magen. "Das ist unsere Geschichte der Saison", schimpfte O'Neal, "schon wieder haben wir ein Spiel aus den Händen gegeben."

Auch Trainer Alvin Gentry war unzufrieden. "Wir haben 57 Prozent aus dem Feld getroffen und 50 Prozent von der Dreierlinie. Das sollte normalerweise reichen, um zu gewinnen."

Cleveland Cavaliers - Milwaukee Bucks 91:73

Während die Suns als Neunter noch auf die Playoffs hoffen, haben die Cleveland Cavaliers die Teilnahme in der K.o.-Runde bereits sicher. 22 Spiele vor Ende der regulären Saison qualifizierte sich die Mannschaft um Superstar LeBron James mit einem 91:73-Sieg über die Milwaukee Bucks als erstes Team offiziell für die Postseason. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

James bester Cavs-Scorer

"Uns war klar, dass wir die Playoffs erreichen werden. Wenn wir das nicht geschafft hätten wäre es ein Desaster geworden", zeigte "King James" nur verhaltene Freude.

Beim 48. Saisonerfolg war James wieder einmal bester Scorer der Gastgeber. Mit 23 Punkten musste er sich aber Milwaukees Richard Jeffersons 29 Zählern geschlagen geben.

New Jersey Nets - Boston Celtics 111:115

Nicht nur die Cavaliers, auch die Boston Celtics haben den ersten kleinen Schritt Richtung Meisterschaft genommen. Bei den New Jersey Nets gewann der Titelverteidiger mit 115:111 und ist nun nicht mehr von einer der ersten acht Plätze im Osten zu verdrängen.

Paul Pierces 31 Punkte besiegelten den am Ende knappen Erfolg der Gäste. 65 Sekunden vor Schluss glich Ray Allen zum 111:111 aus und Pierce brachte die Nets 45 Sekunden später mit einem Sprungwurf in Führung. Allen beendete anschließend mit zwei verwandelten Freiwürfen jegliche Hoffnung der Nets auf die Verlängerung.

Weitere Ergebnisse:

New York Knicks - Atlanta Hawks 109:105Beste Werfer: Larry Hughes 23 - Al Horford 20

Oklahoma City Thunder - Washington WizardsBeste Werfer: Nenad Krstic 18 - Antawn Jamison 29

Chicago Bulls - Golden State WarriorsBeste Werfer: John Salmons 23 - Stephen Jackson 19

Utah Jazz - Houston Rockets 101:94Beste Werfer: Deron Williams 26 - Ron Artest 25

Portland Trail Blazers - Indiana Pacers 107:105Beste Werfer: Brandon Roy 28 - Marquis Daniels 28

Los Angeles Clippers - Memphis Grizzlies 95:118Beste Werfer: Al Thornton 25 - Rudy Gay 35

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