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Lamar Odom heiratete die Schauspielerin Khloe Kardashian im November 2009 © getty

Der Ex-Meister soll Ehe- und Drogenprobleme haben. Seine Gattin reagiert verärgert. Der Glaube an eine NBA-Rückkehr schwindet.

Von Michael Spandern

München - Weltmeister, zweimaliger NBA-Champion, bester Sechster Mann der Liga - doch seit seiner kurzen Episode bei den Mavericks geht es mit Lamar Odom steil abwärts.

Der Forward, im April 2012 nach nicht mal vier Monaten in Dallas aussortiert, sucht nach einem beinahe ebenso misslungenen Engagement 2012/13 bei den Los Angeles Clippers bislang vergeblich nach einem Arbeitgeber für die neue Saison.

Doch das ist längst nicht sein größtes Problem: Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, ist der 33-Jährige drogenabhängig.

Nachdem er 72 Stunden lang als vermisst galt, wiegelte sein Berater Jeff Schwartz am Montag zwar ab: "Lamar ist nicht verschollen. Seine Ehefrau weiß genau, wo er ist."

Auch um die Ehe steht es nicht gut

Ein Informant steckte "ESPN", dass Odom sich in einem Hotel aufhält und Freunde sich darum kümmern, Hilfe zu organisieren.

Auch um seine Ehe mit dem glamourösen TV-Sternchen Khloe Kardashian steht es offenbar nicht gut. Die Promi-Website "TMZ" berichtete am Mittwoch, dass Kardashian ihren 2,08 Meter großen Gatten aus dem gemeinsamen Haus geworfen habe.

Odom sei seit zwei Jahren kokainsüchtig und habe sich gegen erneute Rehabilitationsmaßnahmen gesträubt.

Kardashian wehrt sich via Twitter

Vor einem Jahr habe er eine Reha in San Diego - bei der Kardashian ihn durch Privatdetektive rund um die Uhr beschatten ließ - nach drei Wochen abgebrochen. (Der neue Pay-TV-Sender SPORT1 US: Die NBA, NFL, College Basketbal und Football sowie IndyCar LIVE auf SPORT1

Kardashian selbst reagierte aber via Twitter erbost auf die anhaltenden Spekulationen: "Es ist echt hat, hier zu sitzen und Leuten zuzuhören, die Mist über meine Familie erzählen. Scheiß auf Euch! Schämt Euch! Für so etwas bin ich zu beschützend."

"TMZ" behauptet dennoch, dass es sehr wahrscheinlich auf eine Scheidung hinausläuft, auch wenn beide noch keinen Anwalt eingeschaltet hätten. Da ein hart ausgefochtener Heiratsvertrag existiere, gäbe es aber nicht viel Strittiges.

So wenig Punkte wie nie zuvor

Große Hoffnungen, dass Odom durch den Sport den Weg aus der Krise findet, hegt anscheinend selbst sein Berater nicht. Auch wenn Schwartz versichert: "In der NBA zu spielen, gehört sehr wohl noch zu Lamars Plänen."

Die Kader der meisten Teams sind allerdings seit Wochen komplett. Und Odom, der in seiner besten Saison durchschnittlich über 17 Punkte pro Partie für die Clippers ablieferte und bei der WM 2010 in der Startfünf der siegreichen USA stand, hat sich in der Vorsaison mit einem Karrieretiefstwert von vier Punkten und einer Trefferquote unter 40 Prozent nicht gerade empfohlen.

Von seinen Eskapaden abseits des Parketts, die nicht nur bei den Mavericks für beträchtliche Unruhe sorgten, ganz zu schweigen...

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