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Von drei Duellen in dieser Saison gegen Phoenix hat Dallas zwei gewonnen © getty

Nowitzki siegt im Duell mit seinem Kumpel und spielt dabei "unaufhaltbar". Dallas macht einen großen Schritt Richtung Playoffs.

Von Dustin Werk

München/Phoenix - "Er war nicht aufzuhalten", staunte Suns Spielmacher Steve Nash. Gemeint hat er dabei Dirk Nowitzki.

Der deutsche Superstar führte seine Dallas Mavericks zu einem 122:117-Erfolg bei den Phoenix Suns, einem direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze im Westen.

Nowitzki erzielte 23 seiner 34 Punkte in der zweiten Halbzeit und war maßgeblich am entscheidenden 10:2-Lauf im letzten Viertel beteiligt. Erst traf er zwei Würfe von außen, dann legte er Jason Kidd einen Dreier zum 112:99 auf.

Zwar kamen die Suns noch auf 105:112 heran, dennoch reichte es für die Mavs zum ersten Auswärtssieg nach fünf Pleiten in der fremder Halle.

"Ein großes Spiel für uns"

"Wir haben nach gefühlte zwei Monaten wieder auswärts gewonnen. So fühlt sich das also an", scherzte Nowitzki und hinzu: "Wir wissen, dass wir zu Hause jeden schlagen können, aber die guten Mannschaften finden einen Weg die großen Spiele auch auswärts zu gewinnen. Für uns war das so ein Spiel."

Phoenix führte Mitte des dritten Viertels noch nach einem Wurf von Center Shaquille O'Neal mit 70:64, ehe ein 18:4-Lauf zum 82:74 den Mavs die Führung brachte.

Zum Ende des Viertels verkürzten die Suns noch auf 87:89 aber Jason Terrys Dreier zum 92:87 sorgte für ein Fünf-Punkte-Polster vor dem Schlussabschnitt.Terry war zweitbester Scorer der Mavs mit 25 Zählern, traf dabei aber nur drei seiner zehn Versuche von jenseits der Dreier-Linie.(STATISTIK: Die Tagesbesten)

Kidd trifft zielsicher

Anstelle des verletzten Josh Howard stand diesmal Guard Jose Barea in der Startformation. Gemeinsam mit Kidd sollte der Puerto Ricaner das Spiel lenken.

Jedoch konnte keiner von beiden als Vorlagengeber wirklich in Erscheinung treten. Barea hatte vier, Kidd drei Assists zu Buche stehen.

Kidd konnte sich jedoch mit vier Dreiern, darunter zwei in den Schlussminuten und am Ende mit zwölf Punkten in Szene setzen. Barea schaffte 16 Zähler.

Nowitzki als Siegbringer

Sieggarant aber war die Treffsicherheit Nowitzkis. Trotz einiger schwerer Jumper verwandelte Nowitzki auf seine unnachahmliche Art neun seiner 14 Wurfversuche in der zweiten Hälfte.

Zudem schnappte er sich 13 Rebounds, gab vier Assists und blockte zwei Würfe.

"Meine Hand war genau vor seinem Gesicht. Er hat einige schwierige Würfe getroffen", schwärmte Gegenspieler Matt Barnes: "Er ist ein All-Star and führte sein Team, wie es von ihm erwartet wird."

Nash enttäuscht

Nowitzkis Kumpel Steve Nash führte seine Suns mit 23 Zählern und 13 Assists an. O'Neal verbuchte genau wie Barnes 21 Punkte.

Nash zeigte sich nach dem Spiel niedergeschlagen:" Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind."

Für die Suns war es die fünfte Niederlage in Folge. Das gab es zuletzt vor vier Jahren.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Mit jetzt 39:25 Siegen bauten die Mavs ihren Vorsprung auf Phoenix aus. Die Suns liegen mit einer Bilanz von 34:30 auf dem neunten Platz.

"Dürfen keine Fehler machen"

Für Dallas-Coach Rick Carlisle kein Grund sich auszuruhen:" Wir dürfen dennoch keine Fehler machen. Wir wollen in der Tabelle weiter nach oben und nicht den achten Platz verteidigen."

Bereits in der Nacht zu Donnerstag haben die Mavericks die Möglichkeit dazu. In Portland warten die Trail Blazers.

Mit nur zwei Niederlagen mehr auf dem Konto als die drittplatzieren Houston Rockets ist der Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde sogar im Bereich des Möglichen.

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