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In den letzten 18 Saisons haben die Mavericks nur drei mal bei den Lakers gewonnen © getty

Dallas dreht einen Rückstand gegen Los Angeles noch um und liegt sogar in Führung. Am Ende entscheidet ein Mann das Spiel.

Von Dustin Werk

Los Angeles/München - Der Auftritt der Dallas Mavericks in Los Angeles bei den Lakers macht den Dallas Fans Mut.

Gegen das beste Team im Westen drehten die Texaner zunächst Spiel, ehe ihnen zum Ende hin die Puste ausging.

Dabei bewiesen die Lakers, dass sie mehr sind als die "Kobe-Bryant-Show".

Bei der 100:107-Niederlage der Mavs war nämlich ein anderer Laker in der ersten Halbzeit nicht zu stoppen.

Einwandfreie Serie

Vor dem Spiel hatte Kobe Bryant seinem Kameraden Pau Gasol schon gesagt: "Wir spielen dich früh und oft an."

Gasol traf alle seiner ersten zehn Wurfversuche.

"Ich dachte mir schon, dass sie mit ihm nicht mithalten können. Er ist einfach zu hart für sie zu decken. Daher haben wir uns sehr bemüht, ihn früh ins Spiel zu bringen", fügte Bryant an.

Auftakt nach Maß

In der Tat lief das erste Viertel für die Lakers wie erwartet.

Mit 37:28 setzten sich die Kalifornier früh ab und gingen mit 66:54 in die Kabine. Dabei stand Bryant bis dahin im Schatten seiner Mitspieler, vor allem dem von Trevor Ariza.

Der Forward verwandelte neun seiner 13 Versuche und kam am Ende auf 26 Zähler - für den 23-Jährigen eine Karrierebestleistung.

"Es überrascht mich überhaupt nicht", sagte Bryant über Ariza. "Er hat einfach Würfe versenkt, wie er es schon im Training die ganze Zeit macht."

Aufholjagd dank Terry

Beim Stand von 81:66 Mitte des dritten Viertels begann Jason Terry die Aufholjagd der Mavericks einzuläuten.

Terry nahm alleine im dritten Viertel sieben Drei-Punkte-Würfe und versenkte fünf davon. Am Ende hatte Terry seine Karrierebestleistung mit sieben getroffenen Dreiern bei 16 Versuchen eingestellt.

Dank dieser Dreier von "Jet" legten die Texaner einen 21:2-Lauf hin.

Nach einem Pass von Dirk Nowitzki auf James Singleton gingen die Mavericks mit 91:89 erstmals seit dem ersten Viertel in Führung und erhöhten sie auf 95:89 mit noch 7:13 Minuten zu spielen.

Antwort der Lakers

Die Lakers antworteten ihrerseits mit einem 12:0-Lauf und zogen nach einem Drei-Punkte-Wurf von Bryant knapp zwei Metern hinter der Dreier-Linie auf 101:95 davon.

"Deshalb ist er Kobe Bryant", staunte Terry, der die Mavs mit 29 Punkten anführte. "Er macht Dinge im vierten Viertel, die nur sehr wenige Spieler zu Stande bringen."

Der MVP hatte am Ende 28 Zähler auf seinem Konto, erzielte seinen ersten Korb erst Mitte des zweiten Viertels.

Nowitzki mit durchwachsener Leistung

Nowitzki legte einen starken Auftakt hin und hatte schon zwölf Punkte nach dem ersten Viertel. Die Lakers bekamen ihn besser unter Kontrolle, sodass am Ende 20 Zähler nach sechs von 20 getroffenen Würden auf dem Konto des Würzburgers standen. (Sport1.de Nowitzki-Watch)

Für Jason Terry bedeutet das Comeback nach dem Rückstand einen Schub Selbstvertrauen:

"Wir haben uns ein Loch gegraben, aber selbst wieder herausgeholt. Wir dachten auf jeden Fall, dass wir das Spiel durchbringen können."

Schwäche unter dem Korb

Gerade die Schwäche der Mavericks unter dem Korb verhinderte größere Taten. Der etatmäßige Center Erick Dampier stand nur knapp neun Minuten auf dem Feld und brachte keinen Ball im Korb unter.

Zwar fing "Damp" sieben Rebounds, aber gegen einen "Big Man" wie Pau Gasol sieht Dallas schlecht aus.

Mit einer Bilanz von 40:27 befinden sich die Mavericks vier Siege vor den Phoenix Suns auf dem achten Rang. Platz ist mit nur zwei Niederlagen mehr, jedoch immer noch in Reichweite. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

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