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Erick Dampier spielte 1995 im Rookie-All-Star-Game mit Ray Allen und Kobe Bryant © getty

Dallas kann es noch: Gegen die stark angeschlagenen Pistons beenden die Texaner ein Trauma und feiern die "Auferstehung" von Dampier.

Von Rainer Nachtwey

München - In den letzten Begegnungen hatten die Dallas Mavericks große Probleme mit angeschlagenen Teams.

So verloren sie gegen die San Antonio Spurs, obwohl diese ohne die beiden verletzten Stars Tim Duncan und Manu Ginobili auskommen mussten. (Spielbericht)

Und auch in Oklahoma City setzte es gegen die Thunder, bei denen die beiden Topscorer Kevin Durant und Jeff Green verletzt fehlten, eine Niederlage (Spielbericht) , was Besitzer Mark Cuban zu seiner Brandrede ("Ich werfe alle raus") verleitete.

Gegen die Detroit Pistons besiegten die Mavs nun ihr Rumpfteam-Trauma.

Die von Verletzungen geplagten Pistons, bei denen neben Allen Iverson und Rasheed Wallace auch Richard Hamilton kurz vor Spielbeginn passen musste, besiegten die Texaner - wenn auch äußerst knapp - mit 103:101 und feierten den achten Heimsieg in Serie.

Ein Trauma beendet, das zweite geht weiter

"Jetzt haben wir zwar unser Problem mit den angeschlagenen Teams in den Griff bekommen, aber den Sack vorzeitig zu zumachen, das schaffen wir anscheinend immer noch nicht", scherzte Antoine Wright.

"So was kommt in der Liga immer wieder vor", sagte Dirk Nowitzki, der mit 30 Punkten bester Scorer der Partie war. "Hauptsache wir haben gewonnen, egal wie."

Pistons verkürzen zweimal

Die Mavericks ließen im letzten Viertel einen 14-Punkte-Vorsprung aus ihren Händen gleiten und Tayshaun Princes spektakulärer Dunk brachte Detroit auf fünf Zähler zum 85:90 heran.

Zwar zogen die Mavericks erneut auf zehn Punkte davon, aber 18 Sekunden vor Ende der Partie verkürzten die Pistons durch Will Bynums Sprungwurf zum 95:98 und blieben jedes Mal an Dallas dran - 97:100 und 99:101 -, wenn als Jason Terry und Nowitzki an die Freiwurflinie schickten.

Terry macht den Sack zu

Mit seinen beiden verwandelten zum 103:99 machte Terry den Sack dann vier Sekunden vor Schluss zu, Bynums Punkte mit der Schlusssirene waren nur noch Ergebniskosmetik.

"Wir haben das gemacht, was wir mussten: gewinnen", sagte Terry, der 18 Punkte von der Bank aus beisteuerte. "Uns ist es nur nicht gelungen, die Partie vorzeitig zu beenden. Aber wir haben gewonnen und das ist das Wichtigste."

"Auferstehung" von Dampier

Neben Terry erhielt Nowitzki überraschend Unterstützung von Erick Dampier. Der Center packte seine fast schon vergessenen Scoring-Qualitäten aus und stellte mit 16 Punkten seine Saisonbestmarke ein.

Zudem schnappte sich Dampier noch 13 der 33 Mavericks-Rebounds.

Allerdings enttäuschten die Mavericks erneut unter dem Brett und ließen 17 Offensiv-Rebounds der Gäste zu, die die Pistons zu 27 Punkten nutzten.

"Wenn wir mit einer kleinen Formation spielen, müssen wir den Längennachteil durch Einsatz wettmachen", zeigte sich Rick Carlisle von dem Missverhältnis genervt. "Das ist eigentlich ganz einfach."

Auswärtsreise geht weiter

Dem kurzen Zwischenstopp in Dallas nach vier Spielen in Phoenix (Spielbericht), Portland (Spielbericht), bei den Golden State Warriors (Spielbericht) und Los Angeles Lakers (Spielbericht) folgt die Auswärtsreise zu den Atlanta Hawks (Fr., 1 Uhr LIVESCORES) und den Indiana Pacers.

In der Tabelle bauten die Mavericks ihren Vorsprung auf die Phoenix Suns und einen Nicht-Playoffplatz auf fünf Siege aus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

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