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LeBron James erzielte gegen Orlando diese Saison zum neunten Mal mehr als 40 Punkte © getty

Cleveland und Chicago profitieren laut der gegnerischen Trainer von zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen. L.A. verliert überraschend.

Von Rainer Nachtwey

München - Wenn es darauf ankommt haben die Cleveland Cavaliers LeBron James. Tag täglich beweist der Superstar, dass auf ihn in den entscheidenden Situationen Verlass ist.

Die Fans konnten sich beim Topspiel gegen die Orlando Magic erneut ein Bild davon machen.

"King James" versenkte in der Schlussminute den entscheidenden Dreier und zwei Freiwürfe der dem bereits feststehende Sieger der Central Division einen 97:93-Erfolg über den Führenden der Southeast-Staffel bescherte.

"Das war Selbstvertrauen pur. Wenn man einen Punkt zurückliegt und so einen Dreier nimmt, den nicht jeder nimmt, dann ist das pures Selbstvertrauen", erinnerte sich James an seinen Wurf von weit draußen beim Spielstand von 92:93. "Ich habe mir ihn zugetraut zu und ihn auch versenkt."

Deswegen sind die Cavs so gut

Während die Cavaliers ihren Star feierten, der mit 43 Zählern die höchste Punkteausbeute aufwies, war Magic-Coach Stan Van Gundy aus dem Häuschen. Der Trainer echauffierte sich über eine Entscheidung nach James' Dreier, bei der die Drei-Sekunden-Regel gegen Center Dwight Howard in der Zone ausgelegt wurde.

"Das war eine grausige Entscheidung. So einen Pfiff werden wir nie, nie wiedersehen in der NBA. Das kann ich Ihnen garantieren", regte sich Van Gundy auf und wandte sich an die Journalisten: "Sie werden in den letzten zehn Sekunden und dem Spiel auf Messers Schneide, niemals einen Drei-Sekunden-Pfiff sehen. Die Cavaliers sind ein sehr gutes Team, aber wenn man solche Pfiffe bekommt, ist es kein Wunder, dass sie zu Hause bei einer Bilanz von 30:1 stehen."

Bankspieler sind schuld

Auch der "Übeltäter" schlug in die gleiche Kerbe wie sein Trainer. "Ich war schon sehr überrascht, als der Schiedsrichter gepfiffen hat. Ich war in der Zone und bin gleich wieder raus", sagte Howard.

"Die kompletten Bankspieler lagen dem Schiedsrichter im Ohr und haben ihn zum Pfiff gedrängt. Ich glaube schon fast, dass sie selbst gepfiffen haben", sagte der Center, der auf 13 Punkte und 15 Rebounds kam. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Chicago Bulls - Boston Celtics 127:121

Während die Cavaliers ihre Spitzenposition verteidigten, hält der Negativtrend der Boston Celtics weiter an. Der Meister verspielte beim 121:127 in Chicago eine 13-Punkte-Führung im dritten Viertel und kassierte die vierte Pleite im fünften Spiel.

Und auch hier regte sich der Trainer über die Schiedsrichter auf. Dies führte soweit, dass Bostons Doc Rivers 29,8 Sekunden vor Spielende sein zweites technisches Foul kassierte, und die Referees ihn in die Umkleide schickten.

"Der Schiedsrichter hat mich richtig angestachelt, um mir dann das technische aufzubrummen", klagte Rivers. "Das war der unprofessionellste Pfiff gegen mich, den es je gab."

Bulls wieder auf Playoffplatz

Die Celtics, die in Paul Pierce ihren besten Werfer (37 Punkte) hatten, liegen nur dank der gleichzeitigen Niederlage der Magic weiterhin vor Orlando. Mit einer Bilanz von 50:18 weist der Meister einen Sieg mehr als Orlando auf.

Für die Bulls war der zweite Erfolg gegen einen Titelkandidaten nach dem 97:79 am Samstag über die New Orleans Hornets ein überlebenswichtiger im Kampf um den letzten Playoffplatz im Osten.

Chicago, bei denen Neuzugang John Salmons 38 Punkte erzielte, rückte durch den 31. Saisonsieg auf den achten Rang vor. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Los Angeles Lakers - Philadelphia 76ers 94:93

Eine überraschende Niederlage mussten die Los Angeles Lakers einstecken. Die Kalifornier unterlagen vor heimischem Publikum den Philadelphia 76ers mit 93:94.

Andre Igoudalas Dreier mit der Schlusssirene besiegelte die 14. Saisonniederlage der Gastgeber, die dadurch den Titel "bestes NBA-Team" an die Cavaliers abtreten mussten.

Kobe Bryant erwischte bei der Niederlage einen rabenschwarzen Tag und traf nur 5 seiner 15 Würfe und kam am Ende lediglich auf elf Punkte.

Weitere Ergebnisse:

Golden State Warriors - Los Angeles Clippers 127:120Beste Werfer: Monta Ellis 29 Punkte - Baron Davis 29 Punkte

Utah Jazz - Washington Wizards 103:88Beste Werfer: Kyle Korver 15 Punkte - Nick Young, Juan Dixon 14 Punkte

San Antonio Spurs - Minnesota Timberwolves 93:86Beste Werfer: Tony Parker 24 Punkte - Kevin Love, Sebastian Telfair 17 Punkte

Atlanta Hawks - Sacramento Kings 119:97Beste Werfer: Al Horford 23 Punkte - Kevin Martin 31 Punkte

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