vergrößernverkleinern
Zwei Vertreter der Top-Anwärter im Duell: Chicagos Noah (r.) und Charlottes Okafor © getty

Das Rennen um Playoff-Platz acht ist im Osten kaum zu überblicken. Sport1.de analysiert die Anwärter und gibt einen Tipp ab.

Von Martin Hoffmann

München - Ganz klar: Im Qualitätsvergleich der beiden NBA-Conferences zieht der Osten klar den Kürzeren.

Aber die Schwäche der Eastern Conference hat auch einen Vorteil für die Fans: Das Ringen um die Playoff-Plätze ist um einiges spannender als in der anderen Hälfte des Landes.

Während im Westen nur noch die Phoenix Suns die Möglichkeit haben, die Phalanx der ersten Acht zu durchbrechen, ist der Kampf um den achten Endrunden-Platz in der Eastern Conference völlig offen.

Gleich sechs Bewerber haben noch alle Chancen, Platz acht zu erreichen.

Sport1.de analysiert den Sechskampf - und wagt eine Prognose, wer das Rennen macht.

Chicago Bulls

[image id="c2b2473e-6671-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Platz: 8Bilanz: 32:37Serie: 3 Siege in FolgeRestprogramm: 9 Heimspiele, 4 Auswärts (Der Spielplan)

Die Bulls haben am 6. März gegen den vorherigen Achten Milwaukee ein ganz wichtiges Duell gewonnen. Es folgten drei Auswärtspleiten, danach aber wieder drei Siege - unter anderem gegen den schwächelnden Meister Boston. Riesenvorteil: Von Chicagos letzten sechs Spielen im April sind fünf Heimspiele - und auch noch allesamt lösbare Aufgaben, drei davon gegen die direkten Konkurrenten New Jersey (4. April), New York (7.) und Charlotte (11.).

Milwaukee Bucks

[image id="c2d5c485-6671-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Platz: 9Bilanz: 31:39Serie: 1 NiederlageRestprogramm: 6 Heimspiele, 6 Auswärts (Der Spielplan)

Die Bucks hatten Anfang März noch die beste Ausgangslage, was überraschend war, bedenkt man die Langzeitausfälle der Starter Michael Redd und Andrew Bogut. Aber durch sechs Niederlagen in den acht März-Partien ist diese Position verspielt - obwohl sechs der Spiele zu Hause stattfanden. Auch Milwaukee hat zuletzt Meister Boston geschlagen, aber statt einer Trendwende gab es am Mittwoch eine herbe 80:106-Heimpleite gegen Orlando, ein Team, gegen das es jetzt dummerweise noch zweimal geht. Im April-Endspurt ist es auf dem Papier ein Vorteil, fünf von sieben Spielen zu Hause zu haben. Unter den Gegnern sind aber Brocken wie die L.A. Lakers, Atlanta und Orlando. Dazu ist beim aktuellen Heimkomplex die Frage, ob die Heimspiele auch wirklich ein Vorteil sind.

Charlotte Bobcats

[image id="c2f71d0e-6671-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Platz: 10Bilanz: 30:38Serie: 2 SiegeRestprogramm: 5 Heimspiele, 9 Auswärts (Der Spielplan)

Die Bobcats haben Ende Februar/ Anfang März eine beeindruckende Serie von sechs Siegen in Folgen hingelegt. Es folgten drei Niederlagen, zuletzt gegen Toronto und Sacramento aber wieder Pflichtsiege. Die Mannschaft von Trainerfuchs Larry Brown ist überhaupt im Aufwind, da eine Vielzahl von Trades (u.a. Raja Bell, Boris Diaw und Vladimir Radmanovic) gegriffen hat und die Stammformation seit einiger Zeit verletzungsfrei ist. Das Restprogramm aber ist hart: Neun von 14 Spielen sind auswärts - unter anderem die letzten vier. Und auch in den Heimspielen sind bei Gegnern wie den Lakers, aber auch Miami und Philadelphia nicht zwingend immer Erfolgserlebnisse einzuplanen.

New Jersey Nets

[image id="c31a9194-6671-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Platz: 11Bilanz: 29:39Serie: 1 SiegRestprogramm: 8 Heimspiele, 6 Auswärts (Der Spielplan)

Die Playoff-Chancen der Nets haben sich im März nicht unbedingt gebessert: sieben Niederlagen in zehn Spielen. Positiv nur: Die drei Siege gab es gegen Milwaukee und New York (zweimal), die direkte Konkurrenz. Die Mannschaft von Coach Lawrence Frank hat mit Miami, zweimal Cleveland und den Lakers nun auch vier schwere Aufgaben hintereinander vor sich. Die Nets brauchen Überraschungssiege, damit hinterher nicht schon alle Endrunden-Träume geplatzt sind. Weil Devin Harris angeschlagen ist, ruhen New Jerseys Hoffnungen fast allein auf den Schultern vom Vince Carter, dem fraglos besten Einzelspieler der Platz-acht-Aspiranten. Aber ob das reicht?

New York Knicks

[image id="c33b3a8c-6671-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Platz: 12Bilanz: 28:39Serie: 1 NiederlageRestprogramm: 7 Heimspiele, 8 Auswärts (Der Spielplan)

Vier Siege - drei davon auswärts - und vier Niederlagen im März. Das hat gereicht, um nicht aus dem Rennen zu sein, aber die Knicks haben mit Niederlagen gegen Charlotte und zweimal New Jersey auch die Chance verpasst, direkten Konkurrenten eins auszuwischen. Nach diesen verschenkten Big Points spricht nicht mehr unbedingt viel dafür, dass die Knickerbockers noch alle Rivalen ausstechen.

Indiana Pacers

[image id="c35c7a6a-6671-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Platz: 13Bilanz: 28:41Serie: 4 NiederlagenRestprogramm: 9 Heimspiele, 4 Auswärts (Der Spielplan)

Die Pacers müssten das Feld von hinten aufrollen. Sie haben mit bereits 41 Niederlagen die meisten unter den Playoff-Anwärtern angesammelt, jede weitere könnte die entscheidende sein. Auf der Plus-Seite stehen neun noch ausstehende Heimspiele und die Rückkehr von Topscorer Danny Granger aus der Verletzungspause. Trotzdem gab es auch mit ihm Niederlagen: In Toronto, wo er sichtlich noch nicht der Alte war, und auch gegen Portland, wo er mit 35 Punkten und zehn Rebounds schon wieder anzog.

Die Sport1.de-Prognose:

In den USA gibt es das schöne Wort "Momentum" - und das haben von den sechs Bewerber aktuell nur zwei auf ihrer Seite: Chicago und Charlotte. Wegen des günstigen Restprogramms hat Chicago alle Trümpfe in der Hand. Andererseits darf man die Bobcats mit Coach Brown, dem Meister in der Disziplin "unmögliche Playoff-Missionen" nie voreilig abschreiben. Trotzdem: Chicago macht es.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel