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Devean George (r.) spielte von 1999 bis 2006 bei den L.A. Lakers © getty

Er sollte für Jason Kidd getauscht werden und wurde durch sein Veto zum Buhmann bei den Mavs. Nun kriegt Devean George einen neuen Vertrag.

Von Michael Spandern

Noch Anfang des Monats teilte Präsident Donnie Nelson den Fans der Dallas Mavericks mit, sie sollten sich nicht zu große Hoffnungen machen, dass Devean George weiterhin für die Mavs aufläuft.

Das werden ohnehin nicht alle gehofft haben. Doch nun hat der Flügelspieler, der 2006 von den Los Angeles Lakers als dreimaliger Meister nach Texas kam, tatsächlich einen neuen Vertrag erhalten.

Und mit vier Millionen Dollar für zwei Jahre ist der kaum geringer dotiert als sein bisheriger, der dem 30-Jährigen in der vergangenen Saison 2,3 Millionen einbrachte. Zudem kann er nächstes Jahr noch einmal als Free Agent seinen Marktwert austesten.

Carlisle macht Eindruck

"Er ist begeistert, zu den Mavericks zurückzukommen", lässt Georges Agent Mark Bartelstein ausrichten. Besonders angetan sei der Free Agent, an dem angeblich mindestens sechs andere Klubs interessiert waren, vom neuen Trainer Rick Carlisle. Der habe George "ein paar Mal besucht und einen großartigen Eindruck gemacht". Auch Dirk Nowitzki hatte Carlisle in Würzburg seine Aufwartung gemacht.

Doch das Bemühen um George, der nun den wohl vorletzten festen Platz im Kader des Finalisten von 2006 erhält, überrascht. Schließlich war der 2,03-m-Mann im Februar zum Buhmann geworden, als er sich dem Trade des Spielmachers Jason Kidd von New Jersey nach Dallas in den Weg stellte.

George hätte als Teil eines Tauschpakets zu den Nets abgegeben werden sollen, pochte jedoch auf eine wenig bekannte NBA-Klausel, die ihm das Recht zum Verbleib bei den Mavericks gab.

Cuban zahlt und stichelt

Kidd wurde später dennoch geholt, doch Mavs-Besitzer Mark Cuban musste elf Millionen Dollar mehr zahlen als geplant.

Vielleicht auch deshalb kriegt George, der 2007/08 in 53 Spielen durchschnittlich 3,7 Punkte und 2,6 Rebounds verbuchte, einen Seitenhieb ab: "Wir glauben, er kann unter Coach Carlisle sogar noch besser sein", so der Milliardär.

Das hat der Spieler längst bewiesen - kam er doch nur eine Saison zuvor auf Durchschnittswerte von 6,4 Punkten und 3,6 Rebounds.

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