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Dirk Nowitzki komt im März auf einen Punkteschnitt von 26,9 Punkten © getty

Dallas' All-Star ist zur Stelle, wenn es darauf ankommt. Der Würzburger verwandelt den entscheidenden Wurf zum Auswärtssieg in Indiana.

Von Rainer Nachtwey

Als es auf ihn ankam, war Dirk Nowitzki wieder einmal zur Stelle.

Obwohl ihm gegen die Indiana Pacers in der zweiten Halbzeit wenig gelang, traf der Würzburger den entscheidenden Wurf 1,1 Sekunden vor Ende zum 94:92-Sieg in Indianapolis.

"Ich habe versucht, die Uhr soweit wie möglich runter laufen zu lassen, habe dann mit einer Körpertäuschung etwas Raumgewinn erzielt und hatte dadurch den Platz zu werfen", beschrieb Nowitzki die letzten Sekunden der Partie.

Schwache Quote in der zweiten Hälfte

Nowitzki war gut in die Partie gestartet und erzielte 17 seiner 23 Punkte in der ersten Halbzeit. Aber im zweiten Durchgang wollten die Bälle einfach nicht in den Korb fallen.

Lediglich drei seiner elf Versuche landeten im Ziel.

"Es war ein ekelhaftes Spiel, eines bei dem man sich durchbeißen muss. Vor allem nach der Niederlage in Atlanta", sagte Nowitzki, "In der Verteidigung haben wir solide gestanden." (Spielbericht: Atlanta - Dallas)

Die solide Abwehrleistung war auch die Voraussetzung für Nowitzkis Treffer aus fünfeinhalb Metern.

Zwei Ballverluste der Pacers in der Schlussphase

Nachdem Brandon Rush die Gastgeber mit 2:30 Minuten vor Ablauf der Spielzeit mit 89:85 in Führung gebracht hatte, verwandelten die Mavs ihre nächsten drei Würfe, während die Pacers Nerven zeigten.

All-Star Danny Granger vertendelte gegen Jason Kidd den Ball und Center Jeff Foster überließ wegen Schritten den Mavericks den Ball.

Terry diesmal nicht von der Bank

T.J. Ford glich 19 Sekunden vor Ende mit einem Dreier zum 92:92 aus, danach war aber alles auf Nowitzki abgestimmt.

"Mit ihm leben wir und mit ihm sterben wir", dramatisierte Coach Rick Carlisle die Entscheidung auf Nowitzki zu setzen, nachdem der zuvor nur zwei seiner Würfe verwandelt hatte, und nicht auf Jason Terry,

Terry, der 17 Punkte beim 42. Erfolg beisteuerte, lief diesmal ind er Starting Five auf.

"Ich wollte ihn gleich zu Beginn gemeinsam mit Kidd auf dem Spielfeld sehen, nachdem er gegen Atlanta einen so schweren Abend hatte. Ich wollte, dass er vom Start weg ins Spiel integriert ist."

Dampier-Ersatz blockt letzten Versuch

Zwar blieb den Pacers noch eine letzte vergebliche Chance, den Ausgleich, bzw. den Siegtreffer zu erzielen, aber Ryan Hollins, der erneut für den verletzten Erick Dampier in die Startformation gerückt war und in elf Minuten vier Punkte erzielte, blockte den letzten Wurf von Danny Granger.

Der All-Star war mit 18 Zählern und elf Rebounds bester Akteur auf Seiten der Pacers, die die Playoffs langsam abhaken können.

Mit einer Bilanz von 28:42 bei noch zwölf ausstehenden Saisonspielen liegen sie vier Siege und fünf Niederlagen hinter Platz acht der Eastern Conference, den derzeit die Chicago Bulls einnehmen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Dallas weiter auf Playoffkurs

Die Mavericks hingegen bauten ihren Vorsprung auf einen Nicht-Playoffplatz aus. Nach dem 42. Sieg der Mavericks weist der Neunte, die Phoenix Suns, fünf Erfolge weniger auf.

Der Rückstand auf Platz fünf, sechs und sieben, die derzeit die New Orleans Hornets, Portland Trail Blazers und Utah Jazz einnehmen, beträgt gerade einmal ein Sieg.

Allerdings haben die Hornets (43:25), Trail Blazers (43:26) und Jazz (43:26) weniger Niederlagen auf dem Konto.

Warriors warten auf Mavs

Am Mittwoch können die Mavericks den Rückstand auf das Trio verkürzen, wenn es im heimischen American Airlines Center gegen die Golden State Warriors (1.30 Uhr LIVESCORES) geht.

Nach der Niederlage vor einer Woche haben die Texaner noch etwas gutzumachen.

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