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Sasha Vujacic unterschrieb im Sommer einen Drei-Jahres-Vertrag über 15 Millionen Dollar © getty

Im Duell bei den Chicago Bulls drehen die Los Angeles Lakers im letzten Viertel die Partie. Für die Knicks rücken die Playoffs in weite Ferne.

Von Rainer Nachtwey

München/Chicago - Ende der 80er, Anfang der 90er waren es ganz besondere Spiele: Bulls gegen Lakers, Michael gegen Magic.

Zwar standen sich die Chicago Bulls und Los Angeles Lakers nur 1991 in den Finals gegenüber dennoch haben diese Duelle Tradition.

Heute heißen die Protagonisten nicht mehr Michael Jordan oder Magic Johnson, sondern Derrick Rose und Kobe Bryant.

Letzterer sorgte dafür, dass seine Lakers das Duell in Illinois bei den Bulls mit 117:109 gewannen. Der Shooting Guard erzielte 28 Punkte und war damit bester Werfer seines Teams.

Bankspieler drehen Partie

Neben ihren Superstar punkteten noch Pau Gasol (23 Punkte, 10 Rebounds), Trevor Ariza (18), Lamar Odom (16) und Jordan Farmar, der acht seiner 13 Punkte in L.A.s 14:0-Lauf Mitte des letzten Viertels erzielte, zweistellig.

8:27 Minuten vor Ende der Partie führte Chicago, das sich in den ersten beiden Vierteln einen 16-Punkte-Vorsprung herausgespielt hatte, mit 93:92.

Doch dann legten die Lakers los und das, obwohl mit Lamar Odom nur einer aus der Starting Five auf dem Court stand. Sasha Vujacic, Farmar, Josh Powell und Farmar mit seinem zweiten Dreier brachten L.A. eine 9-Punkte-Führung.

Bryant mit der Vorentscheidung

Nach einer Auszeit der Bulls legten Gasol und Farmar noch einmal nach, ehe Tyrus Thomas nach 4:22 Minuten per Freiwurf erstmals wieder einen Punkt für Chicago erzielte.

Die Hoffnung der Bulls-Fans auf ein Comeback zerstörte anschließend Bryant, der mit einem Dreier 3:31 Minuten vor Ende zum 109:94 die Partie vorzeitig entschied.

"Wir haben mit etwas mehr Einsatz gespielt, uns mehr reingehängt. Wir waren ein Schritt schneller am Ball, wir haben uns in Abwehr und Angriff gegenseitig geholfen", nannte Farmar die Unterschied zu den Bulls.

Zu viele Turnover

Bei den Bulls stachen John Salmons und Rookie Derrick Rose heraus. Salmons kam auf 30 Punkte und Nummer-Eins-Draftpick Rose steuerte neben 25 Zählern auch fünf Rebounds und vier Assists bei.

Tyrus Thomas, dessen Serie von 29 Spielen mit mindestens einem Block in Oklahoma City geendet war, schnappte sich zu seinen 15 Punkten 16 Rebounds und blockte drei Würfe der Lakers.

"Wir hatten zu viele Ballverluste. Wenn du dir so viele leistest, schlägt dich jedes Team", sagte Rose, dem vier der 23 Turnovers unterliefen.

Chicago bleibt Achter

Trotz der Niederlage behaupteten die Bulls Platz acht in der Eastern Conference, weil auch die Charlotte Bobcats mit 83:108 den Indiana Pacers unterlagen.

Mit einer Bilanz von 32:38 liegen die Bulls vor den Bobcats (31:39) und den Milwaukee Bucks (31:40), die gegen die Portland Trail Blazers 84:96 unterlagen.

Orlando Magic - New York Knicks 110:103

Dagegen sind die Chancen der New York Knicks nach der vierten Niederlage in Serie rapide gesunken. Durch die 103:110-Pleite bei den Orlando Magic weisen die Knickerbockers (28:41) bereits drei Niederlagen mehr als die Bulls auf und haben vier Siege Rückstand auf Platz acht.

Dennoch haben die Knicks die Hoffnung nicht verloren. "Wenn wir noch in die Playoffs kommen wollen müssen wir die letzten 13 Spiele allesamt gewinnen", beschrieb Nate Robinson die Herausforderung ungläubig lachend, setzte aber nach: "Unmöglich ist nichts."

Frühes Ende für Howard

Der Shooting Guard war mit 27 Punkten zweitbester Scorer bei den Knicks. Übertroffen wurde er nur von Quentin Richardson, der es auf 33 Zähler brachte.

Bei Orlando war Rashard Lewis mit 27 Zähler bester Werfer. Center Dwight Howard kam in 30 Minuten auf 15 Punkte und sieben Rebounds, ehe nach sechs Fouls der Arbeitstag für ihn beendet war.

Cleveland Cavaliers - Atlanta Hawks 102:96

Die Cleveland Cavaliers verteidigten durch ein 102:96 über die Atlanta Hawks ihre Spitzenposition in der NBA. Mit 56 Siegen und nur 13 Niederlagen führen die Cavs vor den Lakers, die die Western Conference mit 55 Erfolgen bei 14 Niederlagen anführen.

Den Hawks, die weiterhin Platz vier im Osten belegen, half auch eine Aufholjagd im letzten Viertel nichts, das sie mit 33:23 für sich entschieden.

Hawks zu sehr abgelenkt

Während den Gastgebern eine solide Leistung zum 32. Sieg im 33. Heimspiel reichte, brachten sich die Hawks immer wieder selbst aus dem Konzept.

Im dritten Viertel kassierten Trainer Mike Woodson, Mike Bibby und Josh Smith innerhalb kürzester Zeit technische Fouls. Für Woodson war es bereits das zweite und so mussten die Gäste unter der Regie von Co-Trainer Larry Drew die Partie zu Ende spielen.

"Wir hätten die Schiedsrichter in Ruhe lassen sollen", kritisierte Center Al Horford: "Die Cavs sind das beste Team der Liga, also hätten wir uns nur aufs Spielen konzentrieren sollen. Bis wir das nicht verstanden haben, werden wir so etwas noch des Öfteren durchmachen."

Weitere Ergebnisse:

Phoenix Suns - Washington Wizards 128:96Beste Werfer: Jason Richardson 35 Punkte - Antawn Jamison 25 Punkte

Chicago Bulls - Los Angeles Lakers 109:117Beste Werfer: John Salmons 30 Punkte - Kobe Bryant 28 Punkte

Milwaukee Bucks - Portland Trail Blazers 84:96 Beste Werfer: Charlie Villanueva 26 Punkte - Brandon Roy 30 Punkte

Memphis Grizzlies - Boston Celtics 87:105 Beste Werfer: Hakim Warrick 20 Punkte - Glen Davis 24 Punkte

Charlotte Bobcats - Indiana Pacers 83:108 Beste Werfer: Boris Diaw 15 Punkte - Jarrett Jack 31 Punkte

Orlando Magic - New York Knicks 110:103 Beste Werfer: Lewis 27 Punkte - Richardson 33 Punkte

Cleveland Cavaliers - Atlanta Hawks 102:96Beste Werfer: Williams 24 Punkte - Johnson 24 Punkte

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