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LeBron James wurde von den Cleveland Cavaliers 2003 an Nummer 1 gedraftet © getty

Die Cleveland Cavaliers bauen ihre Siegesserie aus und behaupten die Spitzenposition in der NBA. Ein weiterer Rekord fällt.

Von Julian Ignatowitsch

München/New Jersey - Die Cleveland Cavaliers haben ihre Siegesserie in der Nacht auf Montag auf neun Spiele ausgeweitet.

Durch einen 96:88-Sieg bei den New Jersey Nets verbesserten die Cavs ihre Saisonbilanz auf 57:12 und sind damit derzeit das beste Team in der NBA.

Gleichzeitig erreichten sie schon jetzt den Franchiserekord aus den Spielzeiten 1988/89 und 1991/92 (je 57:25).

LeBron James und seine Mannen sind wohl zweifelsfrei die beste Mannschaft seit in Cleveland Basketball gespielt wird. Und zudem ein heißer Anwärter auf die Meisterschaft.

James: "Wir sind noch nicht am Ziel"

"Wir sind noch lange nicht am Ziel", räumte James ein: "Aber man sollte stolz darauf sein, wenn man seinen Namen in die Rekordbücher eintragen kann. Wir haben Tolles geleistet."

Der "King" selbst verpasste mit 30 Punkten, elf Rebounds und acht Assists nur knapp ein weiteres Triple Double.

Center Zydrunas Ilgauskas steuerte 18 Zähler bei, Forward Anderson Varejao 16.

Ilgauskas: Der Mann unter dem Korb

"Wir spielen eine großartige Saison. Es sind schon viele Rekorde gefallen", freute sich Ilgauskas, der durch vier Blocks endgültig zum erfolgreichsten Mann unter dem Korb der Cavs avancierte.

Er hält sowohl die historische Teambestmarke bei den Rebounds als auch bei den Blocks.

Und in New Jersey, wo die Cavaliers zu jeder Zeit Herr der Lage waren, nahm er gerade zu Beginn auch die Rolle des Scorers in Anspruch.

Rebound, Antritt, Dunk

Cleveland führte schnell zweistellig und das, obwohl James vergleichsweise langsam begann und im ersten Viertel nur zweimal auf den Korb warf.

Als die Nets im zweiten Viertel wieder in Schlagdistanz kamen, riss der MVP-Anwärter 82965(DIASHOW: Die MVPs der letzten 20 Jahre) dann aber das Spiel an sich und sorgte für den ersten großen Showeffekt.

James holte sich unter dem eigenen Korb den Rebound, dribbelte über die rechte Seite in die gegnerische Hälfte, zog in seiner einzigartigen Weise in die Zone, segelte links zum Korb und dunkte den Ball mit der rechten Hand, wobei er auch noch gefoult wurde und den folgenden Freiwurf verwandelte.

New Jersey "ohne Glück"

"Er spielt ein unglaubliches Tempo", staunte Gegenspieler Jarvis Hayes: "Erst hat er seine Mitspieler in Szene gesetzt, dann das Heft selbst in die Hand genommen."

Die Gastgeber kamen in der Folge nicht näher als acht Punkte heran.

"Wir haben schlecht geworfen - und hatten auch kein Glück", ärgerte sich Vince Carter, mit 25 Zähler bester Werfer der Nets.

Conference-Titel scheint sicher

Der Conference-Titel im Osten scheint den Cavaliers schon so gut wie sicher zu sein.

Die Boston Celtics haben vier Siege weniger und fünf Niederlagen mehr auf dem Konto. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Damit hätte die Mannschaft aus Ohio den Heimvorteil in den Playoffs auf seiner Seite - und in der Quicken Loans Arena hat Cleveland in dieser Saison überhaupt erst einmal verloren.

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