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Ryan Hollins und James Singleton (l.) spielen ihre erste Saison bei den Mavericks © getty

Durch den Ausfall von Center Erick Dampier rücken gegen die Golden State Warriors zwei Bankspieler in den Mittelpunkt.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Jason Kidds Triple-Double war das einzig Erfreuliche, als die Dallas Mavericks das letzte Mal auf die Golden State Warriors trafen - jenes Team, dass sie nach der überragenden Regular Season 2007 als Nummer Acht des Westens vorzeitig in den Urlaub schickte.

Mit 110:119 (Spielbericht) unterlagen die Texaner Mitte März in Kalifornien und waren anschließend bedient.

"Die Warriors haben alles besser gemacht als wir. Sie haben sich mehr reingehängt, haben sich deshalb mehr Rebounds und freie Bälle geschnappt", erinnert sich Jason Terry.

"So verlierst du jedes Spiel"

Vor dem letzten Aufeinandertreffen in dieser Saison mit dem Playoffschrecken von 2007 erwartet Coach Rick Carlisle eine deutliche Leistungssteigerung - vor allem unter dem Korb.

19 Offensiv-Rebounds erlaubte seine Truppe den Warriors, die die Geschenke in 28 Punkte ummünzten.

"Das war nicht akzeptabel. Damit verlierst du jedes Spiel", meint Coach Carlisle.

Dampier wohl außer Gefecht

An jenem 13. März lief Erick Dampier als Starting-Center gegen seinen Ex-Klub auf. Aber es gilt als unwahrscheinlich, dass der 2,11-Meter-Riese in der Nacht auf Donnerstag (1.30 Uhr LIVESCORES) gegen die Warriors erneut zum Einsatz kommt.

Der 33-Jährige ist angeschlagen, fiel zuletzt gegen Atlanta (Spielbericht) und Indiana (Spielbericht) wegen Kniebeschwerden aus. Zwar schnürte Dampier beim Dienstagstraining seine Sneaker, nahm aber nur eingeschränkt an den Übungseinheiten teil.

Hollins hinterlässt starke Eindrücken

Sollte "Damp" erneut ausfallen, steht erneut Ryan Hollins bereit. Der Neuzugang aus Charlotte, der gemeinsam mit Matt Carroll für DeSagana Diop von den Bobcats kam, zeigte zuletzt starke Leistungen.

Gegen Atlanta brachte es Hollins in 33 Minuten auf 13 Punkte und sieben Rebounds, davon sechs im Angriff.

"Ryan hat stark gespielt. Er war zur Stelle, als Damp ausgefallen ist", lobt Terry seinen jungen Mitspieler. Und auch der Coach war von dem 2,13-Meter-Schlacks angetan. "Ryan hat hart gegen den Mann gespielt und sehr aggressiv", sagte Carlisle nach dem Spiel in Atlanta.

Nur Love besser als Singleton

Neben Hollins beeindruckt auch James Singleton. Der Forward ist nach Kevin Love von den Minnesota Timberwolves der erfolgreichste Double-Double-Sammler von der Bank.

Bereits sieben hat Singleton diese Saison verbucht, Love steht bei zehn.

In den letzten fünf Partien kam der 27-Jährige auf drei Double-Doubles und verbuchte durchschnittlich 10,6 Punkte, 7,8 Rebounds und 0,8 Steals - in nur etwas mehr als 27 Minuten.

"James hat nicht nur wichtige Würfe für uns getroffen, sondern auch stark verteidigt. Für uns ist es wichtig, dass er so weiter spielt und es gibt keinen Grund, an ihm zu zweifeln", sagt Carlisle.

Ausgangssituation spricht für Mavericks

Der Trainer spricht seinen Spielern Vertrauen aus - Vertrauen, das laut Dirk Nowitzki in den abschließenden zwölf Spielen - davon acht zu Hause - eine große Rolle spielen wird.

"Wenn wir mit Selbstvertrauen und der richtigen Einstellung in diese Spiele gehen, ist alles drin", prognostiziert der Würzburger.

Schon allein die Ausgangsposition sollte den Mavericks Mut machen. Keines der sieben Teams, die vor ihnen stehen, und die Phoenix Suns, die den achten Platz der Mavericks noch ergattern wollen, dürfen so viele Partien zum Saisonfinale vor eigenem Publikum austragen wie die Texaner. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Keine Niederlage nach dem All-Star-Break

"Es beflügelt uns, hier zu spielen. Die Fans sind heiß und peitschen uns nach vorne", sagt Antoine Wright.

Und die Zahlen bestätigen den Shooting Guard. Die Bilanz von 25:8 ist die sechstbeste im Westen. Sieht man von dem miserablen 0:4-Start zu Saisonbeginn ab, bringen es die Mavericks sogar auf 25 Siege bei nur vier Niederlagen.

Im Kalenderjahr 2009 verloren sie erst zwei Spiele (Boston und New Orleans), und seit dem All-Star Spiel verließen sie das American Airlines Center immer als Sieger.

Siegesserie gefordert

Deshalb fordert Terry in den abschließenden Spielen auch eine Siegesserie. "Wir müssen ein Zeichen setzen. Egal, mit wie vielen Siegen, aber mehr als drei oder vier in Folge sollten es schon sein", verlangt der Guard.

"Eine Siegesserie bringt uns den Rhythmus, das Selbstvertrauen für die Playoffs", weiß auch Nowitzki.

Die Möglichkeit dazu besteht. Denn fünf der letzten sechs Spiele tragen die Mavs zu Hause aus. Begegnungen gegen die Suns, Jazz und Hornets folgt das einzige Auswärtsspiel in New Orleans. Anschließend geht es noch gegen Minnesota und Houston.

Hoffen auf Howard

Ob die Mavericks in diesen Partien wieder auf Josh Howard zurückgreifen können, ist fraglich. Den Small Forward plagt weiterhin eine Sprunggelenksverletzung. Wann er wieder einsatzbereit ist, steht noch nicht fest.

"Wenn wir in den Playoffs gewinnen wollen, brauchen wir einen gesunden Josh. Das steht außer Frage", sagt Nowitzki: "Wir brauchen seinen Zug zum Korb, seine Fähigkeiten in der Offensive und auch in der Verteidigung. Ohne ihn wird es sehr schwer."

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