vergrößernverkleinern
Guard Jason Terry (l.) erzielt diese Saison im Schnitt 19,9 Punkte von der Bank aus © getty

Die Dallas Mavericks setzen sich gegen Angstgegner Golden State Warriors durch und punkten so viel wie noch nie in der Saison.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die viertägige Pause seit dem letzten Spiel in Indiana (Spielbericht) hat den Dallas Mavericks offensichtlich gut getan.

Dank der höchsten Punkteausbeute der Saison setzten sich die Texaner gegen Angstgegner Golden State Warriors mit 128:106 durch und feierten damit den neunten Heimsieg in Serie.

"Im Angriff waren wir heute sehr gut", zeigte sich Dallas' Topscorer Dirk Nowitzki zufrieden, brachte aber auch noch Kritik an. "In der Verteidigung haben wir uns einige Hänger geleistet. Wirt müssen in der Defensive auf jeden Fall noch zulegen."

Der Würzburger war gemeinsam mit Jason Terry erfolgreichster Korbjäger der Gastgeber. Beide erzielten jeweils 26 Punkte.

Starker Auftakt

Mit einer ähnlich guten Quote starten die Mavericks in die Partie. Sie und trafen 70 Prozent aus dem Feld, wirkten frisch und spielten sich in den ersten zwölf Minuten eine 37:26-Führung heraus.

"Ich muss sagen, dass wir während der langen Pause genau die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Wir hatten zwei Tage an denen wir gut trainiert haben, die Einheiten waren nicht zu lang und die Jungs haben gut mitgezogen", sagte Coach Rick Carlisle.

Terry und Dampier in der Starting Five

Der Trainer konnte zudem auf zwei angeschlagene Spieler zählen. Terry und Erick Dampier, der trotz Schmerzen im Knie in 23 Minuten acht Punkte und zehn Rebounds erzielte, liefen von Beginn an auf.

Terry, der bereits gegen Indiana in die Starting Five gerückt war, hatte sich im Training am Handgelenk verletzt, was ihn aber nicht von einem Einsatz abhielt. Der Guard erzielte zwölf Punkte im ersten Viertel und rechtfertigte damit seine Hereinnahme in die erste Fünf.

"Er hat sich beim Aufwärmen gut gefühlt und deshalb wollte ich, dass er den Schwung mit ins Spiel nimmt", begründete Carlisle seine Entscheidung.

Barea legt Zwischenspurt ein

Die Führung der Mavericks pendelte in der ersten Hälfte um die zwölf Punkte, erst kurz vor der Pause verringerten die Warriors durch fünf Zähler in Serie den Rückstand auf 56:63.

Zwei Minuten vor Ende des dritten Spielabschnitts führten die Mavericks 87:83, ehe J.J. Barea die Initialzündung zum Sieg gab.

Der Puertoricaner erzielte die letzten acht Punkte vor dem Schlussviertel und die Mavs nahmen den Schwung in die letzten zwölf Minuten mit. James Singleton, Barea, Jason Kidd, und Gerald Green bauten den Vorsprung innerhalb von vier Minuten durch ihre Körbe auf 113:91 aus.

Grauenhafte Warriors-Verteidigung

"Das war einer dieser Abende, an denen dir nicht viel gelingt", sagte Golden States Topscorer Stephen Jackson, der mit zwölf Punkten weit unter seinen Möglichkeiten blieb. "Wir haben nicht die Pfiffe bei den Fouls bekommen und unsere Verteidigung war grauenvoll. Es hat einfach alles zusammengepasst."

Dabei entging Jackson sogar, dass bis ins dritte Viertel hinein die Chancen zum Sieg da waren. "Wir waren nie in der Lage, zu ihnen aufzuschließen", sagte der Forward. "Sie haben das getan, was nötig war, um zu gewinnen. Sie liegen auf einem Playoffplatz und so haben sie auch gespielt."

Neson fehlt Maggette

Neben Jacksons enttäuschenden zwölf Punkten musste Coach Don Nelson zudem auf seinen zweiten verlässlichen Scorer verzichten. Corey Maggette musste aufgrund einer Kopfverletzung passen.

Anthony Morrows 29 Punkte und Monta Ellis' 22 Zähler konnten den Verlust nicht ausgleichen.

Ein Sieg Rückstand

Mit nun 43 Siegen bei 28 Niederlagen festigten die Mavericks ihren achten Platz im Westen, auch wenn die Phoenix Suns gegen Utah ebenfalls gewannen und der Abstand konstant blieb.

Bei noch elf ausstehenden Spielen liegt Dallas nur noch ein Sieg hinter den sechst- bzw. siebtplatzierten Utah Jazz und Portland Trail Blazers.

Mit einem Sieg in der Nacht auf Samstag gegen die Denver Nuggets (1.30 Uhr LIVESCORES) könnten die Mavericks bereits an den Trail Blazers vorbeiziehen, sollte die Mannschaft aus Oregon in der Nacht auf Freitag ihr Heimspiel gegen die Phoenix Suns verlieren.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel