vergrößernverkleinern
Zwei Rivalen, die sich gegenseitig schätzen: Dirk Nowitzki (r.) und Kobe Bryant © getty

Der ehemalige Mavericks-Coach traut seinem alten Team den großen Wurf in den Playoffs zu. Nelson spricht aus Erfahrung.

Von Julian Ignatowitsch

München - Ex-Mavericks-Coach Don Nelson, der seit 2006 die Golden State Warriors trainiert, traut seinem alten Team den großen Wurf in den Playoffs zu.

"Sollte es zu diesem Duell kommen, glaube ich: Dallas kann die Lakers schlagen", sagt er in einem Interview mit dem "Fort Worth Star Telegram".

Nelson muss es wissen: Denn in den Playoffs 2006/07 gelang ihm ausgerechnet gegen die Mavericks das, was die im Fall der Fälle diese Saison bewerkstelligen wollen.

Damals unterlagen die Mavericks als topgesetztes Team den von Rang acht ins Rennen gegangenen Warriors in der Best-of-Seven-Serie mit 2:4: Eine Neuheit in der 63-jährigen NBA-Geschichte.

Mavs: Rolle des Underdogs

In diesem Jahr werden aller Voraussicht nach die Mavericks die Rolle des Underdogs einnehmen. Vermutlich heißt der Erstrundengegner in den Playoffs Los Angeles Lakers.

Die Kalifornier sicherten sich am Samstag mit dem Sieg bei den New Jersey Nets die Spitzenposition in der Western Conference (84449zur DIASHOW). Die Dallas Mavericks liegen derzeit auf Rang acht und wären folglich der Gegner.

Da sie zehn Spiele vor Ende der Saison zwei Niederlagen mehr als die siebtplatzierten New Orleans Hornets auf dem Konto haben und drei weniger als die neuntplatzierten Phoenix Suns, ist es wahrscheinlich, dass die Mavs die Saison auch auf Platz acht beenden (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Bynums Ausfall schwächt Lakers

"Jeder kann jeden schlagen", sagt Nelson und zieht eine Parallele: "Wir haben damals vorgemacht wie es geht, die Mavericks können das auf jeden Fall wiederholen."

Die größte Chancen für Dallas sieht Nelson in dem Ausfall des verletzten Lakers-Center Andrew Bynum. "Er fehlt ihnen - definitiv", analysiert er: "Wenn er nicht rechtzeitig zurückkommt, sind die Lakers mehr als nur verwundbar."

Bynum laboriert seit Januar an einem Außenbandriss im Knie und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Seine geplante Rückkehr zu Beginn der Playoffs ist in Gefahr.

Verletzungssorgen auch bei Dallas

Doch auch die Mavericks sind aktuell von Verletzungssorgen geplagt: Josh Howards Sprunggelenksverletzung zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Der 28-Jährige pausiert derzeit wieder.

Gegen die Denver Nuggets fiel nun auch noch Spielmacher Jason Kidd mit Rückenproblemen aus und die Mavericks kassierten eine bittere Pleite (zum Spielbericht).

Da auch Jason Terry und Erick Dampier zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatten, ist Nowitzki der einzige Stammspieler, der in dieser Saison bisher verletzungsfrei blieb.

Drei Spiele, drei Pleiten

Zudem sind die Texaner in den letzten Jahren zu einem der Lieblingsgegner der Lakers gereift - in dieser Saison verloren sie alle drei Spiele gegen den Vorjahresfinalisten.

Ob die Mavericks letztlich nicht also doch besser daran täten, das mit Abstand beste Team im Westen zu umgehen, sei dahingestellt.

Probe aufs Exempel in Cleveland

Schon am Sonntag folgt quasi die Probe aufs Exempel. Dann fährt die Nummer acht des Westens zur Nummer eins des Ostens.

Dort wollen Dirk Nowitzki und Co. (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch) beweisen, dass sie auch die Großen der Liga schlagen können.

Nelson macht seinem Ex-Klub Hoffnung. "Nichts ist unmöglich", meint er. Vielleicht hat er ja noch den ein oder anderen Tipp parat.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel