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Der einzige Zweipunktwurf von Korver - und auch noch daneben. Er traf nur einen Dreier © getty

Ein kompromissloser Shaq führt Phoenix nach 21 Punkten Rückstand fast zum Sieg in Utah, dann dreht ein verhinderter All-Star auf.

Von Michael Spandern

München - Die Phoenix Suns, Verfolger der Dallas Mavericks im Kampf um den achten und letzten Playoff-Platz im Westen, verlieren den Anschluss an das Team von Dirk Nowitzki. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die Suns zogen bei den Utah Jazz nach Verlängerung mit 99:104 (35:52, 90:90) den Kürzeren und weisen vor ihren letzten neun Saisonspielen vier Niederlagen mehr auf als die Mavs.

Dabei holten die Gäste einen Rückstand von 21 Punkten auf und führten nach einem Zweier von Steve Nash 34 Sekunden vor Ende der Partie mit 90:86.

Williams dreht auf

Doch dann schlugen die Minuten des Deron Williams: Der Olympiasieger glich mit zwei Korberfolgen aus, rettete Utah mit zwei Sprungwürfen in die Verlängerung und war dort mit sieben Zählern der Matchwinner.

21 Punkten und 13 Assists standen schließlich für den Point Guard, der in diesem und im vorigen Jahr überraschend nicht fürs All-Star Game nominiert wurde, zu Buche. Center Mehmet Okur sprang Williams mit 26 Punkten und elf Rebounds zur Seite. (84449zur DIASHOW)

Spielmacher Nash war mit 20 Punkten bester Werfer der Suns, Shaquille O'Neal (16 Punkte, 10 Rebounds) und Matt Barnes (14 und 10) gelangen Double-Doubles. Barnes verpasste allerdings drei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Dreier zum Sieg.

Sloan mäkelt am Geburtstag

"Wir haben uns in der zweiten Spielhälfte in Schwierigkeiten gebracht", sagte Williams, der all seine neun Freiwürfe verwandelte. "Doch am Ende haben wir uns zusammengerissen und mit Glück den Sieg davongetragen."

Die Jazz landeten den 14. Heimsieg nacheinander und festigten Platz sechs im Westen. Doch Coach Jerry Sloan war an seinem 67. Geburtstag alles andere als zufrieden: "Wir hatten einen schönen Vorsprung und haben einfach aufgehört zu kämpfen. Das kann man sich nicht leisten."

Phoenix hingegen musste nach zuletzt sechs Erfolgen aus sieben Partien einen Rückschlag verkraften. (Pleite für müde Suns)

Schmerzhafte Erfahrung für Korver

"Wir hatten einige Gelegenheiten, hier den Sieg zu holen", ärgerte sich O'Neal, der in der ersten Hälfte nur zwei Punkte erzielte.

Zudem beging er ein krachendes Offensivfoul, als er Utahs Shooting Guard Kyle Korver mit seinem Ellenbogen am Kinn traf und zu Boden schickte.

Dafür war der "Diesel" mit acht Zählern am 10:2 der Suns beteiligt, der Phoenix rund zwei Minuten vor Schluss 88:81 in Führung brachte.

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