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Kevin Martin ist mit durchschnittlich © getty

Phoenix nutzt Dallas' Vorlage nicht und unterliegt beim schlechtesten Team der Liga. Im Osten spitzt sich der Kampf um Platz sechs zu.

Von Rainer Nachtwey

München/Phoenix - Die Chance war da: Die Dallas Mavericks hatten wenige Stunden zuvor in Cleveland eine Abreibung erhalten. (zum Spielbericht)

Die Phoenix Suns mussten nur noch gegen das schlechteste Team der NBA gewinnen - gegen eine Mannschaft die nach einem passablen Start mit vier Siegen bei fünf Niederlagen in den letzten 62 Spielen nur noch elf Mal gewonnen hatte.

Doch die Suns ließen die Chance, auf zwei Siege zu den Mavericks zu verkürzen, verstreichen.

Mit 118:126 unterlag Phoenix bei den Sacramento Kings und weist nach 74 Spielen weiterhin drei Erfolge weniger als der Konkurrent um Platz acht auf - mit einem Spiel mehr auf dem Buckel. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Nash sieht Motivationsproblem

"Nach der Niederlage in Utah hatten wir einen emotionalen Kater", entschuldigte sich Steve Nash: "Wir sind einfach müde, aber wir müssen weiterspielen und einen Weg finden, dass wir es doch noch schaffen."

Zudem sei seinem Team die Motivation schwer gefallen, meinte der Point Guard, der mit 31 Punkten bester Scorer der Suns war, sich aber auch fünf Ballverluste leistete. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

"Nichts gegen dieses junge Team, aber wir haben halt auch nicht gegen die Lakers oder Celtics gespielt", sagte Nash: "Damit haben wir uns ein faules Ei ins Nest gelegt. Das ist schon sehr frustrierend."

Shaq wird kein Rattengift trinken

Den Suns bleiben nun noch acht Spiele, um den Rückstand von drei Siegen auf die Mavericks aufzuholen, darunter das direkte Duell in der Nacht am 5. April in Dallas (21.30 Uhr LIVESCORES). (Spielplan der Suns)

Sollte Phoenix die Playoffs verpassen, wäre es für Shaquille O'Neal das erste Mal seit seiner Rookiesaison 1992/93 bei den Orlando Magic. Dennoch scheint dies Shaq nicht zu belasten.

"Das wird mich nicht umwerfen. Ich werde deshalb kein Rattengift trinken", sagte der 140-Kilo-Koloss, der 24 Punkte erzielte, aber 9 seiner 15 Freiwürfe daneben setzte: "Wenn es passiert, werde ich es akzeptieren."

Sacramento überzeugt als Team

Während neben Shaq und Nash nur noch Grant Hill (19 Punkte), Jared Dudley (17) und Jason Richardson (16) zweistellig punkteten, überzeugten die Kings durch mannschaftliche Geschlossenheit.

Die gesamte Starting Five erzielte jeweils mindestens 16 Zähler und Francisco Garcia und Rashad McCants steuerten von der Bank noch 19 bzw. 12 Punkte bei.

Bester Akteur der Kalifornier war Jason Thompson mit 21 Zählern.

Detroit Pistons - Philadelphia 76ers 101:97

Das Rennen um Platz sechs, sieben und acht in der Eastern Conference wird noch einmal spannend. Die Detroit Pistons setzten sich gegen den direkten Konkurrenten Philadelphia 76ers mit 101:97 durch und übernahmen wieder Rang sieben, nur einen Sieg hinter den Sixers.

"Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns, vor allem weil es gegen einen direkten Konkurrenten ging und es das zweite Spiel in Folge war", sagte Detroits Coach Michael Curry.

Iverson wieder zurück

Bei den Pistons gab Allen Iverson nach 16 Spielen Pause aufgrund von Rückenbeschwerden sein Comeback. In 21 Minuten brachte es A.I. gegen sein Ex-Team auf acht Punkte.

Bester Akteur bei den Gastgebern war Olympiasieger Tayshaun Prince mit 21 Zählern.

Bei den 76ers war "The next A.I." Andre Igoudala mit 27 Punkten treffsicherster Akteur.

Toronto Raptors - Chicago Bulls 134:129 n.V.

Detroit profitierte von der gleichzeitigen Niederlage der Chicago Bulls, die sich bei den Toronto Raptors 129:134 nach Verlängerung geschlagen geben mussten.

Dem Team von Trainerneuling Vinny Del Negro half auch ein starker Auftritt von Ben Gordon nicht. Der Shooting Guard erzielte 37 Punkte und verhalf mit seinem Buzzerbeater den Bulls in die Overtime, nachdem Chicago im letzten Viertel einen 17-Punkte-Rückstand aufgeholt hatte.

Mit einer Bilanz von 36 Siegen bei 39 Niederlagen liegt der sechsmalige Champion auf Rang acht, Detroit (36:37) ist hinter den Sixers (37-35) Siebter.

Weitere Ergebnisse:

New Orleans Hornets - San Antonio Spurs 90:86Beste Werfer: Chris Paul 26 - Tony Parker 20

Boston Celtics - Oklahoma City Thunder 103:84Beste Werfer: Paul Pierce 27 - Russell Westbrook 23

Indiana Pacers - Washington Wizards 124:115Beste Werfer: Danny Granger 31 - Caron Butler 31

Atlanta Hawks - Los Angeles Lakers 86:76Beste Werfer: Mike Bibby 21 - Pau Gasol 21

Minnesota Timberwolves - New Jersey Nets 108:99Beste Werfer: Mike Miller 22 - Vince Carter 36

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