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Jason Terry (M.) erzielt diese Saison gegen die Suns 55 Punkte in drei Spielen © getty

Dallas bleibt trotz zweier Pleiten in Folge auf Playoff-Kurs, denn auch Phoenix schwächelt. Am Sonntag steht das entscheidende Spiel an.

Von Rainer Nachtwey

München - Die Mavericks können von Glück sprechen, dass die Phoenix Suns nicht in der Lage sind, um die Vorlagen aus Dallas zu nutzen.

Wie schon am Freitag gegen Denver legten Dirk Nowitzki und Co. gegen Cleveland eine Niederlage vor (Spielbericht).

Doch statt daraus Profit zu schlagen und auf den Konkurrenten aufzuholen, verloren die Suns auch in Sacramento. (Roundup). Bereits tagszuvor hatten sie bei den Utah Jazz den Kürzeren gezogen. (Spielbericht)

"Nichts gegen dieses junge Team, aber wir haben halt auch nicht gegen die Lakers oder Celtics gespielt", schob Steve Nash, mit 31 Punkten bester Werfer der Suns, die Schuld auf Motivationsprobleme.

"Emotionaler Kater" bei den Suns

Zwar ging es nur gegen die Kings, doch sollte die Nachricht von der Niederlage der Mavericks in Cleveland Ansporn genug für die Suns gewesen sein - das Spiel der Mavs war fünf Stunden vor Spielbeginn in Sacramento beendet.

"Nach der Niederlage in Utah hatten wir einen emotionalen Kater", entschuldigte sich Nash nach der 34. Niederlage. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Suns bemühen sich um Ausreden

Es wirkt, als bemühten sich die Suns um Ausreden und hätten mit der Saison bereits abgeschlossen.

Selbst Shaquille O'Neal, der vor der Spielzeit bekannte, ganz heiß auf einen weiteren Titel zu sein, gibt sich trotz des drohenden Aus recht gelassen.

"Das wird mich nicht umwerfen. Ich werde deshalb kein Rattengift trinken", sagte der viermalige Meister: "Wenn es passiert, werde ich es akzeptieren."

Kampfgeist und unbedingter Siegeswille, wie ihn Coach Alvin Gentry forderte und bei seinem Team nach dem All-Star-Break feststellte, klingt anders.

Kein Kampfgeist bei den Mavs

Diese Eigenschaften ließen auch die Mavericks in Cleveland vermissen, vor allem in der zweiten Halbzeit ergaben sich die Texaner ihrem Schicksal.

"Gegen so ein Team darfst du dir keine Schwächephasen erlauben", fasste Trainer Rick Carlisle die Niederlage zusammen: "Unser Zusammenbruch im dritten Viertel hat uns das Spiel gekostet."

Sprungwürfe sind Dallas' Tod

Nach der deutlichen 35:20-Führung Anfang des zweiten Spielabschnitts lief bei den Mavericks nichts mehr zusammen, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung.

"Wir haben unsere Würfe nicht mehr getroffen und konnten sie im dritten Viertel einfach nicht stoppen", sagte Jason Kidd.

Das Ergebnis war ein 82:39-Lauf der Cavaliers.

"Wir haben es immer wieder mit Sprungwürfen versucht. Entweder halten dich die Sprungwürfe am Leben oder du stirbst. Wir sind gestorben."

Starke Defense zu Beginn

Vor allem in der Abwehr zeigten die Mavericks wieder große Schwächen.

Dabei erspielten sich Dallas insbesondere durch Kidds Verteidigung gegen James zu Beginn der Partie dort die Vorteile.

Im ersten Viertel hielt der Point Guard der Mavs seinen Gegenspieler bei drei Punkten. Aus dem Feld traf James keinen Wurf.

"Rüdes Foul" an James

Doch der Superstar meldete sich im zweiten und dritten Viertel zurück, traf neun seiner 18 Würfe.

Selbst von Schiedsrichter Derek Richardson war James nicht aufzuhalten, der ihn bei einem Fastbreak der Mavericks über den Haufen rannte. 84449(zu den Bildern)

"Das war ganz klar ein Flagrant-2-Foul. Man hätte ihn vom Feld stellen müssen", scherzte James, der nach dem Zusammenstoß eine zeitlang liegen blieb. "Ich habe keine Luft mehr bekommen."

James als Beispiel für die Mavs

Für die Mavericks heißt es nun, sich "King James" zum Vorbild zu nehmen und nach dem Debakel wieder aufzustehen und sich zu zeigen. Die Möglichkeit dazu bietet sich den Texanern in der Nacht auf Mittwoch, wenn sie in Minnesota antreten (2 Uhr LIVESCORES).

"Nach schwachen Spielen haben wir uns immer wieder zurückgemeldet", schöpft Carlisle Mut. "Das müssen und das werden wir auch diesmal, denn in den nächsten Tagen warten ganz wichtige Spiele auf uns." (Spielplan der Mavericks)

Das wichtigste wohl am Sonntag (21.30 Uhr LIVESCORES), wenn es gegen die Suns geht.

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