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Josh Howard erzielte diese Saison in 46 Spielen 18 Punkte im Schnitt © getty

Bei seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause verhilft Josh Howard den Dallas Mavericks zu einem lockeren Sieg in Minnesota.

Von Rainer Nachtwey

München/Minneapolis - "Wie geht's denn so, Mr. Carlisle", scherzte Minnesotas Trainer Kevin McHale mit Rick Carlisle, seinem alten Teamkollegen aus Boston-Celtics-Zeiten und jetztigem Trainer der Dallas Mavericks im ersten Viertel an der Seitenlinie.

Doch Carlisle schien da den Schock von der Klatsche in Cleveland (Spielbericht) noch nicht überwunden zu haben.

Denn er drehte sich weg und blieb stumm. Dabei hätte er durchaus antworten können: Gut erholt.

Bei den Timberwolves siegte das Team um Dirk Nowitzki mit 108:88 (87240zu den Bildern) und baute seinen Vorsprung in der Western Conference auf einen Nicht-Playoffplatz auf vier Siege aus.

Mit einer Bilanz von 44 Erfolgen bei 30 Niederlagen rangieren die Mavericks acht Spiele vor Ende der Regular Season auf dem achten Platz. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Howard gibt Comeback

Für die Mavericks gab es neben dem Erfolg eine weitere gute Nachricht.

Josh Howard kehrte nach elf Spielen Verletzungspause auf das Spielfeld zurück, erzielte in 22 Minuten 14 Punkte und war damit drittbester Scorer.

Besser als Howard trafen bei den Mavericks nur Nowitzki (STATISTIK: Sport1.de-Nowitzki-Watch), der gemeinsam mit Minnesotas Kevin Love und 23 Punkten sowie 12 Rebounds bester Akteur war, und Jason Terry. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Der Guard war nach der Rückkehr Howards wieder aus der Startaufstellung gefallen und steuerte von der Bank aus 21 Punkte bei.

Positiver Einfluss auf das Team

"Joshs Rückkehr hat die Jungs beflügelt. Er hat uns allein durch seine Präsenz nach vorne gebracht", freute sich Trainer Rick Carlisle über das gelungene Comeback des 28-Jährigen.

"Aber das schafft er jedes Mal, wenn er zurückkommt. Er hat einen positiven Einfluss auf das Team", sagte Carlisle.

Für Howard war es bereits das vierte Mal, dass er sich nach einer überstandenen Verletzung zurückmeldet. 28 der bisherigen 74 Spiele verpasste der Small Forward diese Saison.

Howard beeindruckt Nowitzki

Nowitzki zeigte sich von Howards Form beeindruckt. "Er hat sich sehr gut bewegt, die Verletzung am Sprunggelenk war ihm nicht mehr anzumerken. Das ist das Wichtigste", sagte der Power Forward und ließ Howards statistische Werte außer Acht.

"Wenn jemand nach so langer Zeit zurückkommt, achtet man nicht darauf, ob er den Wurf jetzt trifft oder nicht, sondern vielmehr, wie er sich bewegt. Für mich sah das großartig aus und ich hoffe, dass sein Fuß das gut überstanden hat", führte Nowitzki aus.

So, wie sonst auch

Howard fand zu Beginn gut ins Spiel und traf gleich seinen zweiten Wurf.

"Wenn man ein paar Jahre in der NBA spielt, weiß man wie man damit umzugehen hat", sagte Howard nüchtern, "Man macht alles so, wie sonst auch."

In den ersten 10:10 Minuten erzielte Howard sechs Punkte, versenkte drei seiner acht Versuche, schnappte sich dabei noch drei Rebounds und verhalf so den Mavericks zu einer deutlichen 30:18-Führung, die sie bis zur Pause auf 61:47 ausbauten.

Ein zufriedener Carlisle

Erst dann kam der Forward wieder zum Einsatz, und wie. Er erzielte alle acht Punkte der Mavericks in den ersten sechs Minuten des dritten Viertels und durfte sich nach Ende des Spielabschnitts den Rest der Partie von der Bank aus ansehen.

"Ich bin zufrieden mit ihm. Aber er kennt sich damit ja aus, wie es ist, wenn man zurückkommt. Und die Jungs haben ihm sehr geholfen, sich wieder zurechtzufinden", sagte Carlisle nach dem Spiel gelöst.

Mit McHale hatte er da längst ein Schwätzchen hinter sich.

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