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Jason Kidd (l.)steuerte gegen de Heat drei Punkte und elf Asssits bei © getty

Ausgerechnet Dallas große Schwäche entpuppt sich gegen Miami zum Siegbringer. Beim Gegner macht sich die fehlende Erfahrung bemerkbar.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die Playoffs beginnen zwar erst am 18. April, die Stimmung bei den Fans und die Intensität auf dem Spielfeld können es bereits mit jenen der K.o.-Runde aufnehmen.

So auch in Dallas, wo die Mavericks einen dramatischen 98:96-Sieg über die Miami Heat feiern durften. (87240zu den Bildern)

Besonders die Defensivaktionen sorgten immer wieder für Jubelstürme bei den Mavericks-Fans - ausgerechnet die Verteidigung, die zuletzt Anlass zur Sorge gegeben hatte.

Entscheidend tat sich dabei der wieder genesene Josh Howard hervor. Der Small Forward zog 2,3 Sekunden vor Schluss beim Stand von 97:96 ein Offensiv-Foul von Rookie Mario Chalmers.

Der Fehler des Liganeulings stellte den Erfolg der Mavericks sicher.

Komplettes Team dank Howard

"Er wollte mich locken, aber ich bin nicht darauf reingefallen. Er ist direkt in mich reingelaufen, und ich habe den Pfiff bekommen", sagte Howard, dem im letzten Viertel zudem zwei Steals gelangen.

"Er macht uns zu einem kompletten Team", lobte Jason Terry, der 13 Punkte von der Bank aus beisteuerte, seinen Mitspieler. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Kritik von Wade

Chalmers beging nicht nur den Fehler mit dem Offensiv-Foul, er zog sich auch den Unmut von Miamis Superstar Dwyane Wade zu.

Nachdem sich Daequan Cook den Ball beim Rebound gesichert und auf Point Guard Chalmers gepasst hatte, verlangte der Starspieler den Ball.

"Dann wollte ich eine Auszeit nehmen, andererseits hatten wir auch eine Spielzugansage. Aber das Offensiv-Foul kurz vor Schluss darf uns nicht passieren, auch wenn es eine harte Entscheidung war", sagte der MVP-Kandidat.

Coach nimmt Schuld auf sich

Vor allem die fehlende Kommunikation prangerte Wade an. "Darüber wird noch zu reden sein", ließ er anklingen.

Trainer Erik Spoelstra nahm die Schuld auf sich. "Ich hätte eine Auszeit nehmen sollen", sagte der Rookie-Coach.

Erstes Spiel seit Meisterschaft

Für Wade war es das erste Spiel in Dallas seit dem 20. Juni 2006, als er mit 36 Punkten, 10 Rebounds, 5 Assists und 3 Blocks die Heat zum vierten Sieg in der Finalserie und damit dem Titel 2006 führte.

Von jenem Mannschaftskader ist lediglich Udonis Haslem (6 Punkte, 7 Rebounds) noch überiggeblieben.

Trotz des Meisterschaftsgewinn 2006 war es für Miami in der Regular Season die zehnte Niederlage in Serie gegen die Mavericks.

Miami verspielt Elf-Punkte-Führung

Dabei sah es lange nicht danach aus. Im dritten Viertel führte Miami nach zwei Freiwürfen von Center Jermaine O'Neal mit 62:51.

Doch in den letzten 5:15 Minuten des Spielabschnitts verkürzten die Mavs durch sieben Zähler von Dirk Nowitzki, fünf Punkte von Howard und jeweils vier von Terry und Brandon Bass auf 71:73.

Nach eineinhalb Minuten des letzten Spielabschnitts ging Dallas durch Nowitzkis Dreier, der mit 30 Punkten bester Scorer der Partie war, erstmals in der zweiten Hälfte in Führung.

Wade setzt letzten Wurf daneben

Anschließend wechselte die Führung noch zehnmal, ehe Terry mit seinem verwandelten Freiwurf eine Sekunde vor Schluss den Sack zum 98:96 zumachte.

Zwar blieb Wade noch ein letzter Versuch bei noch 1,3 Sekunden zu spielen, sein Wurf verfehlte aber das Ziel.

Entscheidung am Sonntag?

Durch den Sieg hielten die Mavericks ihren Vier-Siege-Vorsprung auf einen Nicht-Playoffplatz, denn auch die Phoenix Suns gewannen ihr Heimspiel gegen die Houston Rockets mit 114:109. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

In der Nacht auf Samstag steht für die Mavericks das Auswärtsspiel in Memphis (2 Uhr LIVESCORES) an, ehe am Sonntag um 21.30 Uhr das direkte Duell mit den Suns in Dallas folgt.

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